Es ist das tragische Ende eines außergewöhnlichen Musikers: Tucker Zimmerman ist am vergangenen Wochenende beim Brand seines Hauses in Belgien ums Leben gekommen. Auch seine Ehefrau Marie-Claire Lambert starb in den Flammen.
Am vergangenen Samstag, 17. Januar 2026, ereignete sich in Saint-Georges-sur-Meuse in Belgien eine furchtbare Tragödie: Der in den USA geborene Singer-Songwriter Tucker Zimmerman und seine Ehefrau Marie-Claire Lambert kamen beim Brand ihres Hauses ums Leben. Einer ihrer Nachbar:innen versuchte verzweifelt und vergebens, dem Ehepaar das Leben zu retten. Zimmerman, der von David Bowie, †69, geschätzt wurde, starb im Alter von 84 Jahren.
Tucker Zimmerman und seine Frau sterben bei Hausbrand: Alles deutet auf Unfall hin
Gegenüber dem belgischen Portal „Sudinfo“ lässt Philippe, der ganz in der Nähe des Ehepaares lebte, die schrecklichen Stunden Revue passieren. Er war es, der am Samstagmorgen kurz nach 8:00 Uhr die Rettungskräfte alarmierte, als er bemerkte, dass sich im Haus seiner Nachbar:innen ein Feuer ausbreitete. Doch schon bei der Ankunft der Feuerwehr stand das Gebäude bereits vollständig in Flammen, so „Sudinfo“. Bedingungen wie diese können einen Rettungseinsatz beinahe unmöglich machen.
Dem Portal zufolge ergaben erste Untersuchungen einer Gerichtsmedizinerin und der Spurensicherung, dass es sich bei dem Brand um einen Unfall gehandelt habe. Das Ehepaar hinterlässt seinen 49-jährigen Sohn sowie Enkelkinder.

© Matthias Reichelt
Singer-Songwriter komponierte bis zum Ende seines Lebens Musik
Zimmermans Nachbar Philippe habe gerade mit seiner Ehefrau gefrühstückt, als ihm „eine Art Nebel“ aufgefallen sei. „Ich fand das seltsam, ging hinaus, um nachzusehen, und sah, dass das Haus meiner Nachbarn in Flammen stand“, berichtete der Einwohner der Gemeinde Saint-Georges-sur-Meuse gegenüber „Sudinfo“. Philippe und seine Familie wohnten seit mehreren Jahrzehnten neben Zimmerman und Lambert. Er habe gewusst, dass das ältere Ehepaar im Notfall Probleme bekommen könnte, etwa, weil sie nicht schnell genug vor den Flammen fliehen konnten. „Ich wollte ins Haus gehen, um ihnen zu helfen aber sobald ich die Tür öffnete, kam eine sehr große Menge heraus, es war unmöglich“, so Philippe, „die Rettungskräfte sagten mir, dass sie erstickt sind.“
Der Singer-Songwriter und seine Ehefrau seien ein „zurückhaltendes Paar“ gewesen, so ihr Nachbar. Dennoch hatten Philippe und seine Ehefrau „immer ein ausgezeichnetes Verhältnis zu ihnen. Marie-Claire sahen wir regelmäßig“, erinnert er sich weiter, „Tucker verbrachte mehr Zeit in seiner Hütte, wo er komponierte, vor allem nachts. Sie waren sehr zurückhaltend, sie liebten ihre Ruhe.“
David Bowie (†) war großer Fan von Zimmerman
Zimmerman hatte sich aber nicht ausschließlich der Musik verschrieben, er versuchte sich auch als Dichter und Autor. Sein Plattenlabel 4AD bestätigte den Tod des Musikers auf Instagram. In dem Posting heißt es unter anderem: „Mit tiefer Trauer geben wir den Tod von Tucker Zimmerman bekannt. Er hinterlässt eine außergewöhnliche Sammlung von Schallplatten, Kompositionen, Gedichten und Kurzgeschichten, die im Laufe einer 60-jährigen Karriere entstanden sind.“
Den Anfang seiner musikalischen Karriere machte der Verstorbene 1969 mit seinem Debütalbum „Ten Songs by Tucker Zimmerman“. Es wurde von Tony Visconti, 81, produziert, der später auch als Produzent an mehreren Alben von David Bowie mitwirkte, darunter „Heroes“ und „Young Americans“. Es war Visconti, der laut „Daily Mail“ einst verriet, dass Bowie ein großer Fan von Zimmermans Arbeit gewesen sei. „Ten Songs“ seien eines seiner Lieblingsalben gewesen, erklärte Bowie einst selbst, und ergänzte: „Der Mann ist meiner Meinung nach folküberqualifiziert“ – eine Anspielung auf die Musikrichtung Folk, in der sich Zimmerman bewegte.
Eines seiner letzten Konzerte spielte der Musiker in Kreuzberg
Bei einem seiner letzten Konzerte im November 2024 in Berlin saß Tucker Zimmerman auf einer niedrigen Bühne, schreibt ein Journalist der „Welt“. Nur einige hundert Zuhörer:innen passten in den Raum, der Auftritt sei vorher kaum angekündigt gewesen. Man müsse Zimmernan schon selbst entdecken, so der Redakteur, er sei eben „kein Dylan und wollte nie einer sein.“ Eine seiner letzten Worte auf der Bühne? „Nobody knows what happens next“, zu Deutsch: „Niemand weiß, was als nächstes passiert.“
Verwendete Quellen: sudinfo.be, instagram.com, dailymail.co.uk, welt.de
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