Ein naturnaher Garten fördert die Artenvielfalt, indem er heimischen Pflanzen den Vorzug gibt und auf sogenannte „Unkräuter“ nicht verzichtet. Diese vermeintlichen Störenfriede sind oft wichtige Nahrungsquellen und Lebensräume für Insekten und andere Tiere.

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Warum der Begriff „Unkraut“ überdacht werden sollte
Zum „Tag des Unkrauts“ am vergangenen Samstag forderten Experten ein Umdenken im Umgang mit Wildpflanzen. Statt sie als „Unkraut“ zu verteufeln, sollten sie als wertvolle Futterpflanzen und Lebensräume für Insekten und andere Tiere betrachtet werden. Der Begriff „Unkraut“ sei abwertend und suggeriere, dass diese Pflanzen unnütz seien, so Margarita Hartlieb von der Universität Wien.
Das ist passiert
- Experten fordern ein Umdenken im Umgang mit Wildpflanzen.
- Der Begriff „Unkraut“ soll durch positivere Bezeichnungen ersetzt werden.
- Hortensien, Forsythien und Kirschlorbeer sind ökologisch wenig wertvoll.
- Verblühte Pflanzen sollten im Herbst nicht entfernt werden, da sie Überwinterungsplätze für Insekten bieten.
Welche Pflanzen sind für einen naturnahen Garten wertvoll?
Wertvolle Futterpflanzen wie Löwenzahn, Klee, Brennnessel und Beifuß werden oft als „Unkraut“ vernichtet. Dabei sind sie wichtige Nahrungsquellen für viele Tierarten. Heimische Wildpflanzen sind generell besser geeignet, da sie an die lokalen Bedingungen angepasst sind und Insekten Nahrung bieten. Laut Stern, bieten gezüchtete Schmuckstauden und exotische Sträucher oft kaum oder gar keinen Nektar und Pollen für heimische Insekten. (Lesen Sie auch: Nasa X-59: Überschallflüge ohne Knall Bald Häufiger)
Die Rolle von „Unkräutern“ im Ökosystem
Viele Tierarten sind für ihr Überleben auf bestimmte Pflanzen angewiesen. Wildpflanzen wie Brennnesseln oder Klee sind wichtige Nahrungsquellen für Schmetterlingsraupen und andere Insekten. Werden diese Pflanzen entfernt, fehlt den Tieren die Lebensgrundlage.
Lassen Sie im Herbst Verblühtes stehen. Viele Insekten nutzen die Stängel als Überwinterungsquartier.
Warum sind exotische Pflanzen oft wertlos für Insekten?
Hortensien, Forsythien, Kirschlorbeer und viele einjährige Blumen aus Bau- und Supermärkten sehen zwar hübsch aus, bieten aber kaum oder gar keinen Nektar und Pollen. Für Insekten bedeutet das ein echtes Hungerproblem, da diese Pflanzen in vielen Gärten dominieren. Die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG 1822) setzt sich für eine naturnahe Gartengestaltung ein. Weitere Informationen zur naturnahen Gartengestaltung finden Sie auf der Webseite der DGG 1822. (Lesen Sie auch: Artemis 2 Start: Crew Bereit für Mondmission…)
Wie kann man einen naturnahen Garten fördern?
Ein naturnaher Garten zeichnet sich durch eine Vielfalt an heimischen Pflanzen aus. Dazu gehören Wildblumen, Sträucher und Bäume. Auch sogenannte „Unkräuter“ sollten nicht rigoros entfernt werden, da sie wichtige Nahrungsquellen für Insekten darstellen. Wichtig ist auch, auf den Einsatz von Pestiziden zu verzichten, um die Insekten nicht zu gefährden. Der NABU bietet zahlreiche Tipps zur Gestaltung eines naturnahen Gartens.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist ein naturnaher Garten wichtig für die Artenvielfalt?
Ein naturnaher Garten bietet Lebensraum und Nahrung für viele Tierarten, insbesondere Insekten. Durch den Verzicht auf Pestizide und die Verwendung heimischer Pflanzen wird ein ökologisches Gleichgewicht gefördert.

Welche Rolle spielen „Unkräuter“ im naturnahen Garten?
„Unkräuter“ sind oft wichtige Nahrungsquellen für Insekten und bieten Lebensraum für andere Tiere. Sie sollten daher nicht rigoros entfernt, sondern als Teil des Ökosystems betrachtet werden. (Lesen Sie auch: Zeitumstellung Merken: So Klappt es mit Einfachen…)
Wie kann ich meinen Garten insektenfreundlicher gestalten?
Verwenden Sie heimische Pflanzen, verzichten Sie auf Pestizide und lassen Sie Verblühtes im Herbst stehen. Schaffen Sie Nistplätze für Wildbienen und andere Insekten.
Welche Pflanzen sind besonders wertvoll für Schmetterlinge?
Brennnesseln, Klee, Disteln und andere Wildblumen sind wichtige Nahrungsquellen für Schmetterlingsraupen. Auch blühende Sträucher und Bäume bieten Nektar für die Falter.











