Der Buckelwal, der in den letzten Tagen vor der Küste von Wismar gesichtet wurde, schwimmt wieder frei in der Ostsee. Nach einer zwischenzeitlichen Beobachtungspause wurde er erneut gesichtet, wie das Deutsche Meeresmuseum bestätigte. Nun hoffen Experten, dass der Wal seinen Weg Richtung Norden fortsetzt, um ihn aus dem gefährlichen Küstenbereich zu lotsen.

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Auf einen Blick
- Buckelwal vor Wismar gesichtet und schwimmt frei.
- Experten hoffen auf Kurs Richtung Norden.
- Zuvor strandete der Wal vor Timmendorfer Strand.
- Seit Anfang März in Küstennähe der Ostsee unterwegs.
| Event | Sichtung Buckelwal |
| Ergebnis | Wal schwimmt frei |
| Datum | (gestern) |
| Ort | Ostsee vor Wismar |
| Schlüsselmomente | Freischwimmen nach Strandung, erneute Sichtung |
Buckelwal Ostsee: Die Odyssee geht weiter
Es ist ein Auf und Ab für den Meeressäuger. Nachdem der Buckelwal zunächst in der Nacht zum 23. März vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank gestrandet war, konnte er sich wenige Tage später selbst befreien. Helfer hatten zuvor eine Rinne ausgehoben, um ihm den Weg ins offene Wasser zu erleichtern. Am Samstag tauchte er dann vor Wismar wieder auf.
Wie Stern berichtet, hielt sich der Wal seit mindestens Samstag in der Bucht vor Wismar in flachem Wasser auf. Schaulustige schirmten das Tier ab. Am Montagabend nutzte der Wal den steigenden Wasserstand, um sich wieder in tiefere Gewässer zu begeben. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee Abgetaucht: Suche vor Wismar Läuft)
Warum ist die Richtung so entscheidend?
Die Sorge der Experten des Deutschen Meeresmuseums ist berechtigt. Das flache Wasser und die Nähe zur Küste bergen Gefahren für den Buckelwal. Eine Orientierung Richtung Norden würde ihn in küstenferne, tiefere und damit sicherere Gewässer führen. Es bleibt zu hoffen, dass er seinen Instinkten folgt und den Weg in die Freiheit findet.
Buckelwale sind eigentlich in den Polarregionen zu Hause und ziehen zur Paarung und Aufzucht der Jungen in wärmere Gewässer. Es ist ungewöhnlich, dass sich ein Exemplar so weit in die Ostsee verirrt.
Was bedeutet das für den Buckelwal?
Der Buckelwal war nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums bereits seit dem 3. März im küstennahen Bereich der Ostsee unterwegs. Die lange Zeit in den ungewohnten und flachen Gewässern zehrt an seinen Kräften. Umso wichtiger ist es, dass er nun den Weg in die offene See findet und seine Reise fortsetzen kann. Die Experten des Meeresmuseums beobachten die Situation weiterhin genau. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee in Not: Dramatische Lage vor…)
Es bleibt zu hoffen, dass die Odyssee des Buckelwals in der Ostsee ein gutes Ende nimmt und er bald wieder in seinem natürlichen Lebensraum unterwegs ist. Die Anteilnahme der Bevölkerung und der Einsatz der Helfer zeigen, wie wichtig der Schutz dieser faszinierenden Meeresbewohner ist.
Informationen zum Buckelwal bietet der NABU.
Häufig gestellte Fragen
Wie kam der Buckelwal in die Ostsee?
Es ist unklar, warum sich der Buckelwal in die Ostsee verirrt hat. Normalerweise leben diese Tiere in anderen Meeresgebieten. Vermutlich hat er sich bei der Orientierung verirrt.

Welche Gefahren drohen dem Wal in der Ostsee?
Die Ostsee ist ein relativ flaches und stark befahrenes Meer. Der Wal könnte sich in Fischernetzen verfangen, mit Schiffen kollidieren oder durch den Lärm unter Wasser gestört werden. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee Wieder Frei: Findet Er den…)
Was passiert, wenn der Wal erneut strandet?
Sollte der Wal erneut stranden, werden die zuständigen Behörden und Experten versuchen, ihn zu bergen und ihm zurück ins offene Meer zu helfen. Dabei ist schnelles Handeln entscheidend.
Wie kann man helfen, den Wal zu schützen?
Man kann helfen, indem man sich von gestrandeten Walen fernhält, um sie nicht zu stressen, und Sichtungen den Behörden meldet. Außerdem sollte man sich für den Schutz der Meere engagieren.









