Weltweit fünftwärmster Januar seit Beginn der Aufzeichnungen
Der wärmste Januar seit Beginn der Aufzeichnungen war zwar nicht der jüngste, aber der Januar des vergangenen Jahres reiht sich dennoch in die Liste der extremen Wetterereignisse ein. Während Teile der Nordhalbkugel unter Schnee und Eis litten, verzeichnete der Rest der Welt den fünftwärmsten Januar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die global gemessene Durchschnittstemperatur lag deutlich über dem langjährigen Mittel.

Wie kommt es zu diesen Temperaturunterschieden?
Die globalen Temperaturunterschiede im Januar entstehen durch komplexe Wechselwirkungen im Klimasystem. Während lokale Wetterlagen kurzfristig für Kälteperioden sorgen können, beeinflussen großräumige atmosphärische und ozeanische Strömungen die globale Durchschnittstemperatur. Rekordhitze in der Südhalbkugel, verstärkt durch den Klimawandel, überkompensierte die Kälte in Teilen der Nordhalbkugel, wie Stern berichtet.
Die wichtigsten Fakten
- Der Januar war weltweit der fünftwärmste seit Beginn der Messungen.
- Die globale Durchschnittstemperatur betrug 12,95 Grad Celsius.
- Europa erlebte den kältesten Januar seit 2010.
- Rekordhitze in der Südhalbkugel trug zur hohen globalen Durchschnittstemperatur bei.
Globale Temperaturüberschreitungen im Detail
Laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus in Bonn lag die globale Durchschnittstemperatur im Januar bei 12,95 Grad Celsius. Dies entspricht einer Abweichung von 0,51 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Der bisherige Rekordhalter, der wärmste Januar, wies eine Temperatur auf, die 0,28 Grad über dem Wert des Jahres lag. (Lesen Sie auch: Adipositas Infektionsrisiko: Übergewicht macht Krank?)
Diese globalen Durchschnittswerte verdecken jedoch erhebliche regionale Unterschiede. Während beispielsweise weite Teile Europas unterdurchschnittliche Temperaturen verzeichneten, wurden in anderen Regionen der Welt Rekordwerte gemessen. Diese regionalen Unterschiede sind ein Kennzeichen des komplexen Klimasystems der Erde.
Kälte in Europa, Hitze anderswo
Der Blick auf Europa zeigt ein anderes Bild als der globale Durchschnitt. Hier war der Januar der kälteste seit 2010, mit einer Durchschnittstemperatur von -2,34 Grad Celsius. Dies entspricht einer Abweichung von 1,63 Grad unter dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Auch andere Regionen der Nordhalbkugel waren von extremer Kälte betroffen. So erlebten die USA Ende Januar schwere Schneestürme, die das öffentliche Leben erheblich beeinträchtigten.
Diese Kälteperioden in der Nordhalbkugel wurden jedoch durch die Rekordhitze in der Südhalbkugel mehr als ausgeglichen. In Australien und Chile kam es zu intensiven Bränden, während das südliche Afrika mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen hatte. Diese extremen Wetterereignisse unterstreichen die zunehmende Instabilität des globalen Klimasystems. (Lesen Sie auch: Ghislaine Maxwell Aussage: Warum Sie Jetzt Schweigt)
Die regionalen Temperaturunterschiede zeigen, dass der Klimawandel nicht überall gleichmäßig verläuft. Während einige Regionen unter extremer Kälte leiden, sind andere von Hitzewellen und Dürren betroffen.
Auswirkungen auf die Meere
Auch die Meere waren von den extremen Temperaturen betroffen. Die durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur betrug im Januar 20,68 Grad Celsius und war damit die vierthöchste für diesen Monat. Sie lag 0,29 Grad unter dem Rekordwert vom Januar des Vorjahres. Besonders auffällig waren die Rekordwerte in Teilen des Nordatlantiks, einschließlich der Norwegischen See. Laut Copernicus lag die durchschnittliche Meereisausdehnung in der Arktis im Januar sechs Prozent unter dem Durchschnitt, was den drittniedrigsten Wert für diesen Monat darstellt.
Die steigenden Meerestemperaturen haben weitreichende Folgen für das marine Ökosystem. Sie führen zur Korallenbleiche, beeinträchtigen die Fischbestände und verstärken die Entstehung von extremen Wetterereignissen wie Hurrikanen und Taifunen. Die schrumpfende Meereisausdehnung in der Arktis beschleunigt zudem die Erwärmung der Arktis und trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei. (Lesen Sie auch: Ghislaine Maxwell Prozess: Was Wusste Sie Wirklich…)
Anpassung an die Klimakrise
„Der Januar war eine eindringliche Erinnerung daran, dass das Klimasystem gleichzeitig sehr kaltes Wetter in einer Region und extreme Hitze in einer anderen hervorbringen kann“, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage. Dies zeige, wie wichtig Anpassung an zunehmende Extreme sei, um die Gesellschaft auf erhöhte Klimarisiken vorzubereiten.

Anpassungsmaßnahmen sind vielfältig und reichen von der Entwicklung klimaresistenter Nutzpflanzen über den Bau von Hochwasserschutzanlagen bis hin zur Verbesserung der Katastrophenvorsorge. Eine erfolgreiche Anpassung erfordert jedoch eine enge Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft. Laut dem Umweltbundesamt ist es zudem wichtig, die Ursachen des Klimawandels zu bekämpfen, um die schlimmsten Auswirkungen zu verhindern.
Wie geht es weiter?
Die globalen Temperaturtrends deuten darauf hin, dass extreme Wetterereignisse in Zukunft häufiger und intensiver auftreten werden. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen, sind sowohl kurzfristige Anpassungsmaßnahmen als auch langfristige Strategien zur Reduktion der Treibhausgasemissionen erforderlich. Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine globale Herausforderung, die nur durch gemeinsames Handeln bewältigt werden kann. (Lesen Sie auch: Kevin Costner Aktuell: Netflix-Hit & Comeback 2026)











