Die Ergebnisse einer neuen, umfassenden Dunkelfeldstudie Gewalt in Deutschland, initiiert von der Bundesregierung, liegen vor. Im Fokus steht dabei das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen, jenseits der erfassten Fälle in der Polizeilichen Kriminalstatistik. Die Studie soll ein genaueres Bild der Dunkelziffer von sexueller Belästigung und anderen Gewaltformen liefern.

Die „LeSuBiA“-Studie: Ein neuer Blick auf Gewalt in Deutschland
Die Studie, mit dem Titel „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA), wurde vom Bundeskriminalamt (BKA) maßgeblich betreut und von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) und BKA-Präsident Holger Münch vorgestellt. Wie Stern berichtet, zielte die Studie darauf ab, ein umfassenderes Bild der Gewaltbetroffenheit in der Bevölkerung zu zeichnen.
Kurzprofil
- Erste umfassende Studie zu Gewaltbetroffenen in Deutschland
- Berücksichtigt nicht nur Frauen, sondern alle Menschen
- Erhebt Dunkelfeld von sexueller Belästigung und anderen Gewaltformen
- Umgesetzt vom Bundeskriminalamt (BKA)
Warum der Titel der Studie so „harmlos“ klingt
Der Titel der Studie, „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag“, mag auf den ersten Blick wenig mit dem Thema Gewalt zu tun haben. Doch die Wahl dieses Titels war eine bewusste Entscheidung der Verantwortlichen. Man befürchtete, dass ein Titel, der direkt auf Gewalt Bezug nimmt, vor allem Betroffene zur Teilnahme motivieren könnte. Um ein möglichst unverzerrtes Bild der Situation zu erhalten, sollte die Studie jedoch alle Bevölkerungsgruppen ansprechen. Die Forscher erhofften sich so, valide Ergebnisse zu erhalten, die das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in Deutschland widerspiegeln.
Was ist eine Dunkelfeldstudie und warum ist sie so wichtig?
Eine Dunkelfeldstudie ist eine wissenschaftliche Untersuchung, die sich mit Straftaten befasst, die nicht in der offiziellen Kriminalstatistik erfasst werden. Diese Taten bleiben im „Dunkelfeld“ verborgen, weil sie beispielsweise nicht angezeigt werden. Dunkelfeldstudien sind wichtig, weil sie ein realistischeres Bild der Kriminalität vermitteln und helfen, Präventionsmaßnahmen besser zu planen. Sie ermöglichen es, die Ursachen und Folgen von Gewalt besser zu verstehen und gezielte Hilfsangebote zu entwickeln. Die Ergebnisse einer solchen Studie können dazu beitragen, das Bewusstsein für das Thema Gewalt zu schärfen und die Hemmschwelle für Betroffene zu senken, sich Hilfe zu suchen.
Die Istanbul-Konvention als Anstoß für die Studie
Die Bundesregierung hat mit der Durchführung der Studie auch eine Verpflichtung aus der Istanbul-Konvention erfüllt. Diese Konvention des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt zu ergreifen und das Ausmaß von Gewalt zu erforschen. Die LeSuBiA-Studie geht jedoch über die Vorgaben der Istanbul-Konvention hinaus, indem sie nicht nur Frauen als potenzielle Opfer von Gewalt in den Blick nimmt, sondern alle Menschen in Deutschland. Damit trägt sie zu einem umfassenderen Verständnis von Gewaltbetroffenheit bei. (Lesen Sie auch: Wärmster Januar: Globale Temperaturunterschiede überraschen)
Alexander Dobrindt: Vom Verkehrsminister zum Kritiker der Ampel-Regierung
Alexander Dobrindt, geboren 1970 in Peißenberg, Bayern, ist ein profilierter Politiker der CSU. Nach seinem Studium der Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München begann er seine politische Karriere in der Jungen Union. Von 2009 bis 2013 war Dobrindt Generalsekretär der CSU, bevor er 2013 zum Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur ernannt wurde. In dieser Funktion prägte er maßgeblich die Verkehrspolitik Deutschlands und setzte sich unter anderem für den Ausbau der digitalen Infrastruktur ein. Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit war die Einführung der PKW-Maut, die jedoch nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs letztendlich nicht umgesetzt wurde.
Seit dem Ende seiner Amtszeit als Bundesminister ist Dobrindt als Mitglied des Deutschen Bundestages weiterhin politisch aktiv und äußert sich regelmäßig zu aktuellen politischen Themen. Dabei positioniert er sich oft als Kritiker der Ampel-Regierung und vertritt konservative Positionen. Seine Expertise im Bereich Verkehr und Infrastruktur bringt er weiterhin in die politische Debatte ein. Er engagiert sich zudem in verschiedenen Gremien und Organisationen, die sich mit den Themen Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit befassen.
Die Istanbul-Konvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Sie wurde 2011 verabschiedet und ist für Deutschland seit 2018 in Kraft. Die Konvention verpflichtet die Vertragsstaaten, umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt zu ergreifen, darunter Präventionsmaßnahmen, Schutzmaßnahmen für Opfer und Strafverfolgungsmaßnahmen gegen Täter. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet weitere Informationen zur Istanbul-Konvention.
Karin Prien: Bildungspolitikerin mit Fokus auf Chancengleichheit
Karin Prien, geboren 1965 in Wilhelmshaven, ist eine deutsche Politikerin der CDU. Sie studierte Rechtswissenschaften und war anschließend als Rechtsanwältin tätig. Ihre politische Karriere begann in der Kommunalpolitik, bevor sie 2017 zur Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein ernannt wurde. In dieser Funktion setzt sie sich besonders für die Verbesserung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen ein. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Stärkung der frühkindlichen Bildung und der Ausbau der Ganztagsbetreuung. Prien engagiert sich zudem für die Förderung von Vielfalt und Toleranz im Bildungswesen.
Auch nach dem Ende ihrer Amtszeit als Ministerin ist Prien weiterhin politisch aktiv und setzt sich für ihre Schwerpunktthemen ein. Sie ist Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein und engagiert sich in verschiedenen Gremien und Organisationen, die sich mit den Themen Bildung, Wissenschaft und Kultur befassen. Prien ist bekannt für ihre pragmatische und lösungsorientierte Herangehensweise an politische Herausforderungen. Sie legt Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten im Bildungsbereich, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen. (Lesen Sie auch: Adipositas Infektionsrisiko: Übergewicht macht Krank?)
Holger Münch: Der Mann an der Spitze des Bundeskriminalamtes
Holger Münch, geboren 1961, ist ein deutscher Jurist und seit 2014 Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA). Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften begann er seine Karriere im Polizeidienst. Vor seiner Ernennung zum BKA-Präsidenten war er unter anderem als Leiter der Abteilung Polizeiliche Aufgaben beim Bundesministerium des Innern tätig. In seiner Funktion als BKA-Präsident ist Münch für die strategische Ausrichtung und die operative Führung der Behörde verantwortlich. Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Bekämpfung von Terrorismus, Cyberkriminalität und organisierter Kriminalität. Münch setzt sich zudem für eine verstärkte internationale Zusammenarbeit im Bereich der Strafverfolgung ein. Er ist ein gefragter Experte in Fragen der Inneren Sicherheit und äußert sich regelmäßig zu aktuellen Herausforderungen in diesem Bereich.
Alexander Dobrindt privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Über das Privatleben von Alexander Dobrindt ist wenig öffentlich bekannt. Er hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Es gibt keine öffentlichen Informationen über seinen aktuellen Beziehungsstatus oder seine Familie. Dobrindt konzentriert sich in seinen öffentlichen Auftritten hauptsächlich auf seine politische Arbeit und seine Positionen zu aktuellen politischen Themen. Er nutzt soziale Medien vor allem, um seine politischen Botschaften zu verbreiten und mit seinen Anhängern in Kontakt zu treten.
Dobrindt ist bekannt für seinen bayerischen Dialekt und seine bodenständige Art. Er gilt als heimatverbunden und engagiert sich in seiner Freizeit in verschiedenen Vereinen und Organisationen in seiner Heimatregion. Obwohl er als Politiker oft im Rampenlicht steht, legt er Wert darauf, ein normales Leben zu führen und seine Privatsphäre zu schützen.
Aktuell ist Dobrindt vor allem mit seiner Arbeit als Mitglied des Deutschen Bundestages beschäftigt. Er setzt sich weiterhin für seine Schwerpunktthemen Verkehr, Digitalisierung und Sicherheit ein und äußert sich regelmäßig zu aktuellen politischen Entwicklungen. Er ist ein gefragter Gesprächspartner in politischen Talkshows und nimmt aktiv an der politischen Debatte teil.

Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Ghislaine Maxwell Aussage: Warum Sie Jetzt Schweigt)
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Alexander Dobrindt?
Alexander Dobrindt wurde am 10. August 1970 geboren und ist somit aktuell 53 Jahre alt.
Hat Alexander Dobrindt einen Partner oder ist er verheiratet?
Über den Beziehungsstatus von Alexander Dobrindt ist nichts öffentlich bekannt. Er hält sein Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Hat Alexander Dobrindt Kinder?
Es gibt keine öffentlichen Informationen darüber, ob Alexander Dobrindt Kinder hat. (Lesen Sie auch: Ghislaine Maxwell Prozess: Was Wusste Sie Wirklich…)
Was ist das Ziel einer Dunkelfeldstudie Gewalt?
Das Ziel einer Dunkelfeldstudie Gewalt ist es, das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in der Gesellschaft zu erfassen, auch jenseits der polizeilich erfassten Fälle. Sie soll ein realistischeres Bild der Gewaltbetroffenheit vermitteln.
Warum wurde die LeSuBiA-Studie durchgeführt?
Die LeSuBiA-Studie wurde unter anderem durchgeführt, um eine Verpflichtung aus der Istanbul-Konvention zu erfüllen. Diese Konvention fordert die Vertragsstaaten auf, Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt zu ergreifen und das Ausmaß von Gewalt zu erforschen.







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