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Ein erneuter hvv Streik legt heute, am 11. Februar 2026, Teile des öffentlichen Nahverkehrs in Hamburg lahm. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Dies führt zu erheblichen Einschränkungen und Ausfällen im Busverkehr, insbesondere im Westen Hamburgs sowie in den Kreisen Pinneberg und Segeberg. Fahrgäste müssen sich auf längere Fahrzeiten und volle Alternativverbindungen einstellen.
Das Wichtigste in Kürze
- Was? 24-stündiger Warnstreik bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH).
- Wann? Von Mittwoch, 11. Februar 2026, 3:00 Uhr bis Donnerstag, 12. Februar 2026, 3:00 Uhr.
- Wo? Betroffen sind VHH-Buslinien im Hamburger Westen und in den Kreisen Pinneberg und Segeberg.
- Wer ist nicht betroffen? U-Bahnen und S-Bahnen (betrieben von Hochbahn und DB), Regionalbahnen, HADAG-Fähren und Buslinien anderer Betreiber fahren planmäßig.
- Hintergrund: stockende Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der VHH über einen neuen Manteltarifvertrag.
- Empfehlung: Vor Fahrtantritt die hvv-App oder hvv.de auf aktuelle Informationen prüfen und auf nicht-bestreikte Verkehrsmittel ausweichen.
Der hvv Streik am heutigen Mittwoch, 11.02.2026, sorgt erneut für massive Beeinträchtigungen im Hamburger Nahverkehr. Nach dem großflächigen Streik Anfang des Monats, der auch die Hochbahn betraf, hat die Gewerkschaft ver.di nun gezielt die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zum Arbeitskampf aufgerufen. Pendler und Reisende müssen starke Nerven beweisen und ihre Routen sorgfältig planen, um ans Ziel zu kommen.
Welche Linien sind vom VHH-Streik betroffen?
Der aktuelle Warnstreik konzentriert sich ausschließlich auf die Buslinien der VHH. Laut ver.di sollen vor allem die Betriebshöfe Volkspark, Schenefeld, Quickborn, Elmshorn und Norderstedt bestreikt werden. Dies hat zur Folge, dass zahlreiche Buslinien komplett ausfallen. Fahrgäste im Westen Hamburgs und in den angrenzenden schleswig-holsteinischen Kreisen Pinneberg und Segeberg sind am stärksten betroffen.
Komplettausfälle (Beispiele): Linien 1, 22, 184, 185, 186, 194, 281, 285, 294, 395, X95 und viele weitere.
Eingeschränkter Betrieb: Auf einigen Linien wie 2, 3, 21, 189, X3 und X21 können vereinzelte Fahrten stattfinden.
Es wird dringend empfohlen, sich tagesaktuell über die hvv-App oder die Webseite hvv.de zu informieren, ob die gewünschte Verbindung bedient wird. Dort werden auch Fahrten, die trotz des Streiks stattfinden können, in Echtzeit angezeigt. Wie bereits bei vergangenen Arbeitskämpfen, wie dem Streik im öffentlichen Dienst, zeigt sich die hohe Abhängigkeit der urbanen Mobilität von einem funktionierenden Nahverkehr.
Was sind die Hintergründe des hvv Streiks?
Hintergrund des Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen für einen neuen Manteltarifvertrag bei der VHH. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten spürbare Entlastungen und bessere Arbeitsbedingungen. Zu den Kernforderungen gehören unter anderem die Einführung einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und die Zahlung eines Urlaubsgeldes in Höhe eines halben Monatslohns.
Die Arbeitgeberseite legte in der dritten Verhandlungsrunde zwar ein Angebot vor, dieses wurde von ver.di jedoch als völlig unzureichend zurückgewiesen. Das Angebot sah lediglich eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit um eine halbe Stunde vor – und das erst zum Fahrplanwechsel 2030/2031. Domenico Perroni, Gewerkschaftssekretär von ver.di, erklärte, die Arbeitgeber hätten den Ernst der Lage nicht erkannt und die Busfahrer*innen bräuchten dringend Entlastung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. Februar 2026 angesetzt. Sollte es dort keine Einigung geben, droht die Gewerkschaft mit einem zweitägigen Vollstreik.
Ihre Alternativen während des Streiks
Trotz der massiven Ausfälle bei den VHH-Bussen gibt es Möglichkeiten, in Hamburg mobil zu bleiben. Da die Hamburger Hochbahn und die Deutsche Bahn nicht bestreikt werden, verkehren U-Bahnen und S-Bahnen nach dem regulären Fahrplan.
Folgende Verkehrsmittel sind NICHT vom Streik betroffen:
- Alle U-Bahn-Linien (U1, U2, U3, U4)
- Alle S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Hamburg GmbH)
- Regionalbahnen (AKN, metronom, nordbahn etc.)
- HADAG-Fähren im Hafen
- Buslinien der Hochbahn und anderer Verkehrsunternehmen (z.B. KVG, RMVB)
- On-Demand-Shuttle hvv hop
Fahrgäste sollten jedoch beachten, dass die nicht bestreikten Linien, insbesondere die S-Bahnen, deutlich voller sein werden als üblich. Es empfiehlt sich, wenn möglich, auf Randzeiten auszuweichen oder alternative Verkehrsmittel wie Fahrräder, E-Scooter oder Carsharing-Angebote in Betracht zu ziehen. Auch die Nachfrage nach Taxis und Fahrdiensten ist erfahrungsgemäß an Streiktagen deutlich höher. Die angespannte Lage erinnert an die Herausforderungen, die auch durch andere unvorhergesehene Ereignisse entstehen können, wie der jüngste Brand in Mannheim, der ebenfalls den Verkehr beeinträchtigte.
Video-Empfehlung: Hintergründe der Tarifrunde im ÖPNV
Um die komplexen Zusammenhänge der aktuellen Tarifrunde besser zu verstehen, empfehlen wir folgendes Video von ver.di, das die Forderungen und Ziele der Gewerkschaft erläutert.
Für detaillierte Informationen zu den Forderungen der Gewerkschaft können Sie die offizielle Seite von ver.di zur Tarifrunde Nahverkehr besuchen. Aktuelle Verkehrsmeldungen und Fahrplanauskünfte finden Sie direkt auf der offiziellen hvv-Webseite.
Auswirkungen und Notfallplan: Eine Übersicht
Die Auswirkungen des Streiks sind erheblich. Viele Pendler müssen auf das Auto umsteigen, was zu vermehrtem Verkehrsaufkommen und Staus auf den Straßen Hamburgs und den Zufahrtsstraßen führt. Schülerinnen und Schüler sind ebenfalls betroffen, auch wenn der Schulbusverkehr teilweise aufrechterhalten werden soll.
| Verkehrsmittel | Status | Hinweise |
|---|---|---|
| VHH-Busse | Stark betroffen / Ausfälle | Betriebshöfe im Westen werden bestreikt. |
| Hochbahn-Busse | Normaler Betrieb | Keine Streikbeteiligung. |
| U-Bahnen (Hochbahn) | Normaler Betrieb | Keine Streikbeteiligung. |
| S-Bahnen (DB) | Normaler Betrieb | Mit höherem Fahrgastaufkommen rechnen. |
| Regionalverkehr (AKN, etc.) | Normaler Betrieb | Keine Streikbeteiligung. |
| HADAG-Fähren | Normaler Betrieb | Gute Alternative für Elbquerungen. |
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum hvv Streik
Warum wird heute beim hvv gestreikt?
Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der VHH zu einem Warnstreik aufgerufen, um in den laufenden Tarifverhandlungen für einen neuen Manteltarifvertrag den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Kernforderungen sind bessere Arbeitsbedingungen, wie eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld.
Wie lange dauert der hvv Streik am 11. Februar 2026?
Der Warnstreik ist für 24 Stunden angesetzt. Er beginnt am Mittwoch, den 11. Februar 2026, um 3:00 Uhr morgens und endet am Donnerstag, den 12. Februar 2026, um 3:00 Uhr morgens.
Fährt die S-Bahn in Hamburg trotz Streik?
Ja, die S-Bahnen in Hamburg fahren planmäßig. Sie werden von der S-Bahn Hamburg GmbH, einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, betrieben und sind vom Streikaufruf bei der VHH nicht betroffen.
Welche Busse in Hamburg fahren heute?
Die Busse der Hamburger Hochbahn AG und anderer Verkehrsunternehmen wie der KVG fahren. Die Busse der VHH, vor allem im Westen der Stadt, sind jedoch von massiven Ausfällen betroffen. Einzelne Fahrten auf VHH-Linien können stattfinden, dies sollte aber tagesaktuell geprüft werden.
Wo bekomme ich aktuelle Informationen zum Streik?
Die verlässlichsten und aktuellsten Informationen erhalten Sie über die offizielle hvv-Webseite (hvv.de) und die hvv-App. Dort werden Ausfälle und alternative Verbindungen in Echtzeit angezeigt.
Fazit
Der hvv Streik am 11. Februar 2026 stellt die Geduld der Fahrgäste in Hamburg und Umgebung erneut auf die Probe. Während die gezielte Arbeitsniederlegung bei der VHH den Busverkehr im Westen stark einschränkt, bieten die nicht bestreikten U- und S-Bahnen wichtige Alternativen. Fahrgäste sind gut beraten, sich vorab umfassend zu informieren, mehr Zeit einzuplanen und wenn möglich auf nicht betroffene Verkehrsmittel umzusteigen. Die Hoffnungen richten sich nun auf die nächste Verhandlungsrunde am 26. Februar, damit weitere und möglicherweise noch längere Streiks vermieden werden können.
Autor-Box Info:
Verfasst von Klaus Bremer, erfahrener Redakteur für Lokalnachrichten und Verkehrsthemen bei Rathausnachrichten.de. Mit über 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über den öffentlichen Nahverkehr in deutschen Metropolen analysiert er die aktuellen Entwicklungen und gibt Pendlern praktische Tipps.
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🚨 #hvvstreik heute in #Hamburg! Massive Ausfälle bei VHH-Bussen am 11.02. U-Bahnen & S-Bahnen fahren. Alle Infos zu betroffenen Linien, Dauer & Alternativen. #HVV #Streik
https://rathausnachrichten.de/hvv-streik-110226
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Erneuter Warnstreik im Hamburger Nahverkehr: Am 11.02.2026 legt ver.di die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) lahm. Unser Artikel analysiert die Hintergründe der Tarifverhandlungen, listet alle betroffenen Buslinien auf und zeigt Pendlern, welche Alternativen (U/S-Bahn, Fähren) zur Verfügung stehen. Planen Sie Ihre Geschäftsreisen entsprechend. #hvv #Streik #ÖPNV #Hamburg #Tarifverhandlungen #Verkehr
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⚠️ ACHTUNG, HAMBURG! ⚠️ Heute, am 11. Februar, gibt es wieder einen #hvvStreik. Betroffen sind zahlreiche Buslinien der VHH im Westen der Stadt. U-Bahnen und S-Bahnen fahren aber! 🚇 In unserem Artikel findet ihr alle wichtigen Infos: Welche Linien fallen aus? Wie lange dauert der Streik? Und wie kommt ihr trotzdem an euer Ziel? Teilt es mit euren Freunden! 👇
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