„Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so gut darin ist, ein Arschloch zu sein.“ Dieses Zitat, das oft im Zusammenhang mit Walton Goggins fällt, beschreibt perfekt seine Fähigkeit, komplexe und oft unsympathische Charaktere mit einer solchen Tiefe und Nuance zu verkörpern, dass man sie trotzdem irgendwie ins Herz schließt. Und genau das macht die Walton Goggins Serie, die wir hier vorstellen wollen, zu einem absoluten Geheimtipp für Comedy-Liebhaber.

| Titel | Vice Principals |
| Originaltitel | Vice Principals |
| Regie | David Gordon Green, Jody Hill, Danny McBride |
| Drehbuch | Danny McBride, Jody Hill, John Carcieri, Hayes Davenport |
| Besetzung | Danny McBride, Walton Goggins, Kimberly Hébert Gregory |
| Genre | Schwarze Komödie |
| Laufzeit | ca. 30 Minuten pro Episode |
| Streaming-Start | 17. Juli 2016 |
| Plattform | HBO Max |
| FSK | 16 |
| Produktion | Rough House Pictures |
Unser Eindruck: Eine bitterböse, urkomische Satire auf das amerikanische Bildungssystem und die Eitelkeiten von Möchtegern-Machthabern.
Was macht „Vice Principals“ so besonders?
Die Serie, die von Danny McBride und Jody Hill geschaffen wurde, die bereits mit „Eastbound & Down“ bewiesen haben, dass sie keine Angst vor Tabus haben, erzählt die Geschichte von Neal Gamby (McBride) und Lee Russell (Goggins), zwei stellvertretenden Schulleitern, die um die Nachfolge des scheidenden Rektors an der North Jackson High School kämpfen. Was folgt, ist ein ebenso absurder wie schonungsloser Machtkampf, der die beiden Protagonisten dazu bringt, immer tiefer in einen Strudel aus Intrigen, Sabotage und persönlichen Vendetten hinabzusteigen.
Walton Goggins Serie: Eine Glanzleistung
Während Danny McBride als Neal Gamby eine solide Leistung abliefert, ist es Walton Goggins, der als Lee Russell wirklich glänzt. Goggins verkörpert den intriganten, manipulativen und bisweilen geradezu bösartigen Russell mit einer solchen Hingabe und Präzision, dass es eine wahre Freude ist, ihm zuzusehen. Seine Darstellung ist nicht nur komisch, sondern auch überraschend nuanciert. Er verleiht Russell eine Verletzlichkeit und eine Tiefe, die ihn zu einem komplexen und vielschichtigen Charakter macht. Wie Filmstarts.de berichtet, hat Walton Goggins bereits in zahlreichen Serienhits mitgewirkt, aber seine Rolle in „Vice Principals“ ist vielleicht eine seiner besten. (Lesen Sie auch: Animal Kingdom Netflix: Alle Staffeln jetzt im…)
Goggins, bekannt für seine Rollen in „The Shield“, „Justified“ und zuletzt „Fallout“, beweist einmal mehr seine Vielseitigkeit und sein Talent für die Darstellung komplexer Charaktere. Er ist ein Meister der subtilen Mimik und Gestik, und er versteht es, mit nur einem Blick mehr auszudrücken als andere Schauspieler mit ganzen Monologen. Seine Chemie mit Danny McBride ist schlichtweg perfekt, und die beiden liefern sich in jeder Folge ein Feuerwerk an bissigen Dialogen und urkomischen Slapstick-Einlagen.
Kultur-Kompakt
- „Vice Principals“ ist eine schwarze Komödie, die das amerikanische Bildungssystem satirisch beleuchtet.
- Walton Goggins liefert eine herausragende Performance als intriganten stellvertretenden Schulleiter Lee Russell.
- Die Serie vermeidet einfache Antworten und präsentiert komplexe Charaktere.
- Die Chemie zwischen Goggins und Danny McBride ist ein Highlight der Serie.
Wie funktioniert der Humor in „Vice Principals“?
Der Humor in „Vice Principals“ ist nicht für jedermann. Er ist oft derb, zynisch und politisch unkorrekt. Die Serie scheut sich nicht, heikle Themen anzusprechen und dabei auch mal unter die Gürtellinie zu gehen. Wer eine leichte, seichte Comedy erwartet, ist hier definitiv fehl am Platz. Stattdessen bietet „Vice Principals“ eine bitterböse Satire auf die menschliche Natur und die Absurditäten des Alltags.
Ein wichtiger Bestandteil des Humors ist die Überzeichnung der Charaktere und Situationen. Gamby und Russell sind beide Karikaturen von Möchtegern-Machthabern, die ihre eigenen Eitelkeiten und Unsicherheiten auf Kosten anderer ausleben. Ihre Machtkämpfe sind oft ebenso lächerlich wie zerstörerisch, und die Serie macht sich genüsslich über ihre Borniertheit und ihren Mangel an Selbstreflexion lustig.
Gleichzeitig versteht es „Vice Principals“ aber auch, subtile und intelligente Gags einzubauen. Die Dialoge sind oft pointiert und voller doppelbödiger Anspielungen, und die Serie spielt gekonnt mit den Erwartungen des Zuschauers. So wird beispielsweise immer wieder mit Stereotypen gebrochen und die vermeintliche Gut-Böse-Verteilung auf den Kopf gestellt. (Lesen Sie auch: Hollywood Produzentin Standpauke: Spielbergs Wendepunkt?)
Ursprünglich war „Vice Principals“ als Film geplant, wurde dann aber zu einer Serie umgearbeitet, um die Charaktere und ihre Entwicklung besser darstellen zu können.
Für wen lohnt sich „Vice Principals“?
Wer „Eastbound & Down“ mochte, wird „Vice Principals“ lieben. Beide Serien teilen den gleichen schwarzen Humor, die gleichen überzeichneten Charaktere und die gleiche Bereitschaft, Tabus zu brechen. Auch Fans von Serien wie „The Office“ oder „Parks and Recreation“ könnten an „Vice Principals“ Gefallen finden, auch wenn der Humor hier deutlich bissiger und zynischer ist. Wer eine intelligente, provokante und urkomische Satire sucht, die keine Angst vor Kontroversen hat, sollte „Vice Principals“ unbedingt eine Chance geben. Die Serie ist auf HBO Max verfügbar.
Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass „Vice Principals“ keine leichte Kost ist. Die Serie ist oft deprimierend, verstörend und politisch inkorrekt. Wer empfindlich auf derbe Witze oder kontroverse Themen reagiert, sollte lieber die Finger davon lassen. Für alle anderen gilt: Einschalten und sich von Walton Goggins und Danny McBride in eine Welt voller Intrigen, Machtkämpfe und urkomischer Absurditäten entführen lassen.
Die Serie besteht aus zwei Staffeln, die jeweils eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Dies ermöglicht es den Machern, die Charaktere und ihre Beziehungen auf eine befriedigende Weise zu entwickeln und abzuschließen. Die Entscheidung, die Serie nach zwei Staffeln zu beenden, war eine bewusste, um die Qualität und den Fokus der Geschichte zu gewährleisten, wie IMDb zeigt. (Lesen Sie auch: Il Cinema Ritrovato: Eine Reise in die…)
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Walton Goggins Serie „Vice Principals“?
„Vice Principals“ dreht sich um zwei stellvertretende Schulleiter, Neal Gamby und Lee Russell, die einen erbitterten Machtkampf um die Position des Rektors an ihrer High School führen. Die Serie ist eine satirische Betrachtung von Ehrgeiz, Eitelkeit und den Absurditäten des Bildungssystems.
Wo kann man die Walton Goggins Serie „Vice Principals“ streamen?
„Vice Principals“ ist auf HBO Max verfügbar. Es ist ratsam, die Verfügbarkeit in Ihrer Region zu überprüfen, da sich Streaming-Rechte ändern können. Einige Anbieter bieten möglicherweise auch die Möglichkeit, die Serie zu kaufen oder zu leihen. (Lesen Sie auch: Highlander Reboot: Erster Blick auf Dave Bautista!)
Ist „Vice Principals“ eine Comedy-Serie für jeden Geschmack?
Nein, „Vice Principals“ ist eine schwarze Komödie mit einem zynischen und oft derben Humor. Sie ist nicht für Zuschauer geeignet, die eine leichte oder politisch korrekte Comedy bevorzugen. Wer jedoch provokante Satire mag, wird hier auf seine Kosten kommen.
Warum wurde die Walton Goggins Serie „Vice Principals“ nach nur zwei Staffeln beendet?
Die Serie war von Anfang an auf zwei Staffeln ausgelegt. Die Macher wollten eine abgeschlossene Geschichte erzählen und die Charaktere auf eine befriedigende Weise entwickeln, ohne die Qualität der Serie zu gefährden.
Welche anderen Rollen hat Walton Goggins gespielt?
Walton Goggins ist ein vielseitiger Schauspieler, der in zahlreichen bekannten Filmen und Serien mitgewirkt hat, darunter „The Shield“, „Justified“, „The Hateful Eight“, „Django Unchained“, „Ant-Man and the Wasp“ und „Fallout“.
Die Walton Goggins Serie „Vice Principals“ ist ein Comedy-Juwel, das viel zu oft übersehen wird. Mit ihrem schwarzen Humor, ihren komplexen Charakteren und den herausragenden Leistungen von Walton Goggins und Danny McBride ist sie ein Muss für alle, die eine intelligente und provokante Satire zu schätzen wissen. Wer bereit ist, sich auf die dunkle Seite des Humors einzulassen, wird hier bestens unterhalten.











