Der Ramadan 2026 ist der neunte und heiligste Monat im islamischen Mondkalender (1447 Hidschri) für Muslime weltweit. Er beginnt voraussichtlich am Abend des 18. Februar 2026, woraufhin der erste Fastentag der 19. Februar ist. Das Fastenbrechenfest (Eid al-Fitr) wird ab dem 20. März 2026 gefeiert und beendet den Fastenmonat.
Inhaltsverzeichnis
- Wann beginnt und endet Ramadan 2026?
- Was bedeutet der Ramadan im Islam?
- Welche Regeln gelten beim Fasten im Ramadan?
- Wer ist vom Fasten im Ramadan befreit?
- Was ist Laylat al-Qadr – die Nacht der Bestimmung?
- Zuckerfest 2026: Wann wird Eid al-Fitr gefeiert?
- Ramadan 2026 in Deutschland: Fakten und Zahlen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Ramadan 2026 steht unmittelbar bevor, weshalb am 17. Februar 2026 Millionen Muslime in Deutschland und weltweit gespannt auf den Beginn des Fastenmonats blicken. Der islamische Mondkalender bestimmt die genauen Daten, weswegen die Termine von der Sichtung der Mondsichel abhängen. Für die rund 5,5 Millionen Muslime in Deutschland bringt der Ramadan folglich eine intensive Zeit der spirituellen Einkehr, des Gebets und der Gemeinschaft mit sich.
Bemerkenswerterweise fällt der Ramadan 2026 nahezu zeitgleich mit der christlichen Fastenzeit zusammen, die am Aschermittwoch – ebenfalls am 18. Februar 2026 – beginnt. Diese Überschneidung unterstreicht demzufolge die gemeinsame Tradition des Verzichts in beiden Weltreligionen. (Lesen Sie auch: Reza Pahlavi München: 250.000 Demonstrieren gegen Regime)
Wann beginnt und endet Ramadan 2026?
Der Ramadan 2026 beginnt voraussichtlich am Abend des 18. Februar 2026, sodass der erste volle Fastentag auf den 19. Februar fällt. Das Ende des Fastenmonats wird für den 19. März 2026 erwartet. Die genauen Daten hängen traditionell von der Sichtung der Mondsichel (Hilal) ab und können deswegen regional um einen Tag variieren.

Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) hat den 19. Februar 2026 als ersten Fastentag bestätigt. KRM-Sprecher Ali Mete erklärte dazu, der Ramadan sei eine Zeit der Orientierung, in der sich Gläubige persönlich und als Gemeinschaft prüfen und weiterentwickeln könnten. Diese Aussage unterstreicht die tiefe spirituelle Bedeutung des Monats.
Da der islamische Kalender dem Mond folgt, ist er jedes Jahr etwa zehn bis elf Tage kürzer als der gregorianische Sonnenkalender. Aus diesem Grund durchläuft der Ramadan im Laufe der Jahre alle Jahreszeiten. Im Jahr 2026 fällt er in die Wintermonate, was für Muslime auf der Nordhalbkugel kürzere Fastenzeiten von etwa 12 bis 13 Stunden pro Tag bedeutet – ein klarer Vorteil gegenüber Sommermonaten mit bis zu 18 Stunden Fastenzeit.
Quellen: IslamicFinder, Islamic Relief, KRM | Alle Daten vorbehaltlich der Mondsichtung
Was bedeutet der Ramadan im Islam?
Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und gilt als der heiligste Monat im Islam. Das Fasten (arabisch: Sawm) während des Ramadan gehört deshalb zu den fünf Säulen des Islam – den religiösen Grundpflichten jedes gläubigen Muslims. Die weiteren Säulen sind das Glaubensbekenntnis (Schahada), das tägliche Gebet (Salat), die Sozialabgabe (Zakat) und die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch).

Nach islamischer Überlieferung wurden im Ramadan die ersten Verse des Korans durch den Engel Dschibril (Gabriel) an den Propheten Muhammad offenbart. Dieser Glaube verleiht dem Monat seine besondere spirituelle Bedeutung. Das Fasten dient dabei nicht nur dem körperlichen Verzicht, sondern soll auch Selbstdisziplin, Geduld und Mitgefühl für Bedürftige fördern und die Verbindung zu Gott (arabisch: Taqwa – Gottesbewusstsein) stärken.
Der Begriff „Ramadan“ leitet sich vom arabischen Wort „Ramad“ ab, das Hitze oder Dürre bedeutet. Im übertragenen Sinn steht der Name für die innere Reinigung durch Enthaltsamkeit. Neben dem Fasten legen Gläubige im Ramadan zudem besonderen Wert auf Koranrezitation, Nachtgebete (Tarawih) und wohltätige Spenden. (Lesen Sie auch: Münchner Sicherheitskonferenz Tatort: Polizei Unterbricht Dreh)
Welche Regeln gelten beim Fasten im Ramadan?
Während des Fastenmonats Ramadan 2026 verzichten Muslime täglich von der Morgendämmerung (Fadschr) bis zum Sonnenuntergang (Maghrib) auf Essen, Trinken, Rauchen und eheliche Beziehungen. Dieser Verzicht wird als Sawm bezeichnet und ist für jeden erwachsenen, gesunden Muslim verpflichtend. Das Einhalten dieser Regeln ist ein zentraler Bestandteil des heiligen Monats.
Der Tagesablauf im Ramadan folgt einem festen Rhythmus. Vor der Morgendämmerung nehmen Fastende die sogenannte Suhoor-Mahlzeit ein, die letzte Nahrungsaufnahme vor Beginn der Fastenzeit. Nach Sonnenuntergang wird das Fasten mit dem Iftar gebrochen, traditionell mit einer Dattel und Wasser, woraufhin eine ausgiebigere Mahlzeit im Kreis der Familie oder Gemeinde folgt.
Neben dem physischen Verzicht umfasst das Fasten auch ethische Aspekte. Gläubige sollen im Ramadan besonders auf gutes Verhalten achten und folglich üble Nachrede, Lügen und Streit vermeiden. Zusätzlich zu den fünf täglichen Pflichtgebeten finden abends die besonderen Tarawih-Nachtgebete in den Moscheen statt, bei denen häufig der gesamte Koran im Laufe des Monats rezitiert wird.
Tagesablauf im Ramadan
Suhoor (vor Morgendämmerung): Letzte Mahlzeit vor dem Fastenbeginn.
Fadschr (Morgendämmerung): Beginn der täglichen Fastenzeit.
Iftar (nach Sonnenuntergang): Gemeinsames Fastenbrechen mit Familie und Freunden.
Maghrib (Sonnenuntergang): Abendgebet, das das Ende der Fastenzeit markiert.
Tarawih (Nachtgebet): Zusätzliche Gebete, die nur im Ramadan verrichtet werden.
Wer ist vom Fasten im Ramadan befreit?
Obwohl das Fasten eine der fünf Säulen des Islam ist, gibt es Ausnahmeregelungen, um die Gesundheit und das Wohlergehen der Gläubigen zu schützen. Die Regeln des Korans sind nämlich nicht als unzumutbare Belastung gedacht. Bestimmte Personengruppen sind daher vom Fasten im Ramadan befreit.
Zu diesen Gruppen gehören insbesondere Kinder vor der Pubertät, da sie sich noch im Wachstum befinden. Ebenso sind kranke Menschen, deren Gesundheitszustand sich durch den Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit verschlechtern könnte, ausgenommen. Auch Reisende, schwangere und stillende Frauen sowie ältere Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden müssen nicht fasten. Diese Flexibilität zeigt das Verständnis für besondere Lebensumstände.
Personen, die nur vorübergehend vom Fasten befreit sind, wie Kranke oder Reisende, sollen die versäumten Tage zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Ist dies aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht möglich, können sie eine Ersatzleistung (Fidya) erbringen. Dabei spenden sie für jeden versäumten Fastentag eine Mahlzeit für eine bedürftige Person, was den sozialen Aspekt des Islam betont.
Was ist Laylat al-Qadr – die Nacht der Bestimmung?
Innerhalb des Ramadan 2026 nimmt die „Laylat al-Qadr“, die Nacht der Bestimmung oder Allmacht, eine herausragende Stellung ein. Sie gilt als die heiligste Nacht des gesamten islamischen Jahres. Gläubige glauben, dass in dieser Nacht die ersten Verse des Korans an den Propheten Muhammad offenbart wurden, was ihr eine immense spirituelle Kraft verleiht.
Die genaue Datierung der Laylat al-Qadr ist nicht festgelegt, aber sie wird in den letzten zehn ungeraden Nächten des Ramadan vermutet. Viele Muslime konzentrieren sich daher besonders auf die 27. Nacht, die im Ramadan 2026 auf den 16. März fällt. In dieser Nacht intensivieren Gläubige ihre Gebete, lesen im Koran und bitten um Vergebung, da Gebete und gute Taten in dieser Nacht als besonders verdienstvoll gelten und mehr wiegen als die Taten von tausend Monaten.
Die besondere Atmosphäre dieser Nacht wird oft in Moscheen und bei gemeinschaftlichen Gebeten spürbar. Familien kommen zusammen, um gemeinsam zu beten und die spirituelle Tiefe des Moments zu erleben. Die Suche nach dieser besonderen Nacht ist somit ein Höhepunkt des Fastenmonats.
Zuckerfest 2026: Wann wird Eid al-Fitr gefeiert?
Das Ende des Ramadan wird mit dem „Eid al-Fitr“, dem Fest des Fastenbrechens, gefeiert. Im deutschsprachigen Raum ist es auch als Zuckerfest bekannt. Es beginnt, sobald die Mondsichel des Folgemonats Schawwal gesichtet wird. Für Ramadan 2026 bedeutet dies, dass das Zuckerfest am Morgen des 20. März 2026 beginnt und bis zu drei Tage andauert.

Die Feierlichkeiten beginnen mit einem besonderen Festgebet am Morgen des ersten Tages, oft in einer Moschee oder auf einem großen Gebetsplatz. Vor diesem Gebet entrichten die Gläubigen eine spezielle Spende, die „Zakat al-Fitr“, um Bedürftigen ebenfalls eine festliche Zeit zu ermöglichen. Anschließend besuchen sich Familien und Freunde gegenseitig, genießen festliche Mahlzeiten und beschenken vor allem die Kinder.
Der Name „Zuckerfest“ leitet sich von den vielen Süßigkeiten und süßen Speisen ab, die traditionell zubereitet und verteilt werden. Das Fest ist eine Zeit der Freude, der Gemeinschaft und der Dankbarkeit für die spirituellen Erfahrungen während des Ramadan. Es symbolisiert den erfolgreichen Abschluss einer Zeit der Enthaltsamkeit und der spirituellen Einkehr.
Ramadan 2026 in Deutschland: Fakten und Zahlen
In Deutschland leben zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Muslime, für die der Ramadan 2026 eine zentrale Rolle im religiösen Leben spielt. Die Praxis des Fastens und die damit verbundenen Traditionen sind ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in vielen deutschen Städten. Moscheen organisieren tägliche Iftar-Essen und Nachtgebete, die oft auch für Nicht-Muslime offenstehen und so den interkulturellen Dialog fördern.
Da der Ramadan 2026 in die Wintermonate fällt, sind die täglichen Fastenzeiten mit etwa 12 bis 13 Stunden vergleichsweise kurz. Dies erleichtert die Integration des Fastens in den Arbeits- und Schulalltag. Viele Arbeitgeber und Schulen zeigen Verständnis und nehmen Rücksicht auf fastende Mitarbeiter und Schüler, indem sie beispielsweise flexiblere Pausenzeiten ermöglichen.
Rechtlich haben muslimische Schüler in den meisten Bundesländern die Möglichkeit, sich am ersten Tag des Zuckerfestes vom Unterricht befreien zu lassen. Diese Regelung unterstreicht die Anerkennung der religiösen Vielfalt in Deutschland und ermöglicht es Familien, diesen wichtigen Feiertag gemeinsam zu begehen. Der Ramadan ist somit nicht nur ein religiöses, sondern auch ein soziales Ereignis, das die muslimische Gemeinschaft stärkt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann genau ist Ramadan 2026?
Der Ramadan 2026 beginnt voraussichtlich am Abend des 18. Februar und endet am Abend des 19. März. Der erste volle Fastentag ist der 19. Februar 2026.
Wie lange muss man im Ramadan 2026 in Deutschland fasten?
Da der Ramadan 2026 im Winter liegt, dauern die Fastentage in Deutschland etwa 12 bis 13 Stunden, von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang.
Was ist das Zuckerfest (Eid al-Fitr)?
Das Zuckerfest ist das Fest des Fastenbrechens, das direkt nach dem Ramadan stattfindet. Im Jahr 2026 beginnt es am 20. März und dauert bis zu drei Tage. Es ist eine Zeit des Feierns, der Gebete und der familiären Besuche.
Ist das Fasten für alle Muslime Pflicht?
Nein, es gibt Ausnahmen. Kinder, Kranke, Reisende, Schwangere, Stillende und ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen sind vom Fasten befreit.
Darf man im Ramadan Wasser trinken?
Nein, während der Fastenzeit von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang ist jegliche Aufnahme von Speisen und Getränken, einschließlich Wasser, nicht gestattet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Ramadan 2026 für Muslime eine Zeit intensiver Spiritualität, Gemeinschaft und Selbstreflexion darstellt. Er bietet die Gelegenheit, die Beziehung zu Gott zu vertiefen und das Mitgefühl für andere zu stärken, bevor er im fröhlichen Zuckerfest seinen Höhepunkt findet.






