Die Debatte um Einsparungen im Gesundheitswesen spitzt sich zu. Kassenärzte-Chef Andreas Gassen fordert nun die komplette Abschaffung der krankenkassen freiwillige leistungen. Mit diesem Vorstoß will er die Kassen entlasten und die Finanzierung der grundlegenden medizinischen Versorgung sichern.

Hintergrund: Was sind freiwillige Leistungen der Krankenkassen?
Gesetzliche Krankenkassen bieten neben den Pflichtleistungen, die im Sozialgesetzbuch festgelegt sind, auch sogenannte freiwillige Leistungen an. Diese zusätzlichen Angebote sollen den Versicherten einen Mehrwert bieten und reichen von alternativen Behandlungsmethoden bis hin zu Präventionskursen. Zu den bekanntesten krankenkassen freiwillige leistungen zählen:
- Professionelle Zahnreinigung
- Homöopathie und andere alternative Behandlungsmethoden
- Zuschüsse zu Gesundheitskursen (z.B. Yoga, Rückenschule)
- Reiseimpfungen
- Erweiterte Vorsorgeuntersuchungen
- Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten
Die genauen Leistungen und deren Umfang variieren je nach Krankenkasse. Einige Kassen setzen verstärkt auf alternative Medizin, während andere den Fokus auf Prävention legen. Diese Vielfalt ermöglicht es den Versicherten, eine Kasse zu wählen, die ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.
Allerdings stehen diese freiwilligen Leistungen immer wieder zur Debatte, insbesondere wenn es um Einsparungen im Gesundheitssystem geht. Kritiker bemängeln, dass einige dieser Leistungen wenig Evidenz für ihre Wirksamkeit haben und das Geld besser in dieGrundversorgung investiert werden sollte. (Lesen Sie auch: Gassen Krankenkassen: fordert Streichung)
Aktuelle Entwicklung: Gassens Forderung nach Streichung
Inmitten der Diskussionen um die Finanzierung des Gesundheitssystems hat sich nun Kassenärzte-Chef Andreas Gassen mit einem radikalen Vorschlag zu Wort gemeldet. Er fordert die komplette Abschaffung der krankenkassen freiwillige leistungen. Laut einem Bericht der tagesschau.de vom 23. Februar 2026 argumentiert Gassen, dass in Zeiten knapper Kassen zuerst bei diesen „Nice to have“-Leistungen gespart werden sollte.
Gassen begründet seine Forderung damit, dass viele dieser Leistungen ohnehin umstritten seien und oft nur Marketingzwecken dienten. „Es kann doch nicht sein, dass Kassen die Vergütung für Leistungen, die durch den Gemeinsamen Bundesausschuss beschlossen worden sind, kürzen wollen und gleichzeitig hohe Summen für werbewirksame Dinge bezahlen“, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND), wie auch stern.de berichtet.
Konkret nannte Gassen beispielsweise Homöopathie, anthroposophische Methoden, Phytotherapie und professionelle Zahnreinigungen. Durch die Streichung dieser Leistungen könnten laut Gassen jährlich knapp eine Milliarde Euro eingespart werden, wie die BILD berichtet.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), deren Vorsitzender Gassen ist, nimmt eine zentrale Rolle im deutschen Gesundheitssystem ein. Sie vertritt die Interessen der Vertragsärzte und -psychotherapeuten und organisiert die ambulante Gesundheitsversorgung. Nach eigenen Angaben der KBV erhalten rund 75 Millionen gesetzlich Krankenversicherte deutschlandweit die gleiche medizinische Betreuung. (Lesen Sie auch: Fenerbahçe – Kasımpaşa: gegen: Showdown in der…)
Reaktionen und Einordnung
Gassens Vorstoß hat eine breite Debatte ausgelöst. Während einige Politiker und Krankenkassenvertreter die Forderung nach Einsparungen unterstützen, warnen andere vor den negativen Folgen für die Versicherten. Patientenorganisationen befürchten, dass eine Streichung der krankenkassen freiwillige leistungen vor allem chronisch Kranke und Menschen mit besonderen Bedürfnissen treffen würde.
Auch innerhalb der Ärzteschaft gibt es unterschiedliche Meinungen. Während einige Ärzte Gassens Position teilen, halten andere die freiwilligen Leistungen für einen wichtigen Bestandteil einer umfassenden Gesundheitsversorgung. Sie argumentieren, dass beispielsweise Präventionskurse dazu beitragen können, Krankheiten vorzubeugen und dieGesundheit der Bevölkerung langfristig zu verbessern.
Es wird erwartet, dass die Debatte in den kommenden Wochen und Monaten weiter an Fahrt aufnehmen wird. Die Politik steht vor der schwierigen Aufgabe,Einsparungen im Gesundheitssystem zu realisieren, ohne die Qualität der Versorgung zu gefährden.
Was bedeutet das für Versicherte? Ein Ausblick
Sollten die krankenkassen freiwillige leistungen tatsächlich gestrichen werden, müssten sich Versicherte auf Einschränkungen einstellen. Sie müssten beispielsweise die Kosten für professionelle Zahnreinigungen oder Homöopathie selbst tragen. Auch der Zugang zu Gesundheitskursen und anderen Präventionsangeboten könnte erschwert werden. (Lesen Sie auch: Lol Staffel 7: Starttermin und alle Infos…)

Es ist daher ratsam, sich frühzeitig über die Leistungen der eigenen Krankenkasse zu informieren und gegebenenfalls alternative Angebote zu prüfen. Einige private Zusatzversicherungen bieten beispielsweise Leistungen an, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Die Entscheidung über die Zukunft der krankenkassen freiwillige leistungen wird letztendlich von der Politik getroffen.
Unabhängig davon ist es wichtig, dass sich Versicherte aktiv mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Interessen vertreten. Denn die Gestaltung des Gesundheitssystems betrifft uns alle.
Weitere Informationen zum deutschen Gesundheitssystem finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit. (Lesen Sie auch: West Indies VS Zimbabwe: gegen: Super-Eight-Duell im…)
Häufig gestellte Fragen zu krankenkassen freiwillige leistungen
Häufig gestellte Fragen zu krankenkassen freiwillige leistungen
Welche Leistungen zählen zu den freiwilligen Leistungen der Krankenkassen?
Zu den freiwilligen Leistungen der Krankenkassen zählen beispielsweise professionelle Zahnreinigungen, Homöopathie, Zuschüsse zu Gesundheitskursen, Reiseimpfungen, erweiterte Vorsorgeuntersuchungen und Bonusprogramme für gesundheitsbewusstes Verhalten. Die genauen Leistungen variieren je nach Krankenkasse.
Warum werden die freiwilligen Leistungen der Krankenkassen diskutiert?
Die freiwilligen Leistungen stehen immer wieder zur Debatte, insbesondere wenn es um Einsparungen im Gesundheitssystem geht. Kritiker bemängeln, dass einige dieser Leistungen wenig Evidenz für ihre Wirksamkeit haben und das Geld besser in die Grundversorgung investiert werden sollte.
Wer fordert die Abschaffung der freiwilligen Leistungen der Krankenkassen?
Kassenärzte-Chef Andreas Gassen hat sich für eine komplette Abschaffung der freiwilligen Leistungen ausgesprochen. Er argumentiert, dass in Zeiten knapper Kassen zuerst bei diesen „Nice to have“-Leistungen gespart werden sollte, um die grundlegende medizinische Versorgung nicht zu gefährden.
Was wären die Folgen einer Streichung der freiwilligen Leistungen für Versicherte?
Sollten die freiwilligen Leistungen gestrichen werden, müssten Versicherte die Kosten für entsprechende Angebote selbst tragen. Auch der Zugang zu Gesundheitskursen und anderen Präventionsangeboten könnte erschwert werden.
Gibt es Alternativen, wenn die freiwilligen Leistungen gestrichen werden?
Einige private Zusatzversicherungen bieten Leistungen an, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden. Es ist ratsam, sich frühzeitig über solche Alternativen zu informieren und die individuellen Bedürfnisse entsprechend abzusichern.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.







