Die Asylpolitik in Europa sorgt am 26.02.2026 erneut für massive Kritik, denn das Dublin-System versagt offenbar. Neue Zahlen aus dem Jahr 2025, die exklusiv vorliegen, belegen, dass ein Großteil der geplanten Rückführungen aus Deutschland in andere EU-Staaten nicht zustande kommt. Insbesondere die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Partnerländer stellt die deutsche Regierung vor erhebliche Herausforderungen.
Die Asylpolitik in Europa, gestützt durch das sogenannte Dublin-Verfahren, soll die Last der illegalen Migration fair verteilen. Das Prinzip ist einfach: Der EU-Staat, den ein Migrant zuerst betritt, ist für das Asylverfahren zuständig. Die Realität sieht jedoch anders aus, wie die Daten für 2025 eindrücklich beweisen.
Das Wichtigste in Kürze
- Systemversagen: Das Dublin-System zur Verteilung von Asylsuchenden in Europa funktioniert in der Praxis kaum noch.
- Hohe Scheiterquote: 85 Prozent der von Deutschland beantragten Rückführungen in andere EU-Staaten scheitern. (Quelle: BILD)
- Zahlen für 2025: Deutschland stellte 35.942 Übernahmeersuchen, aber nur 5.377 Personen wurden tatsächlich überstellt. (Quelle: BILD)
- Geringe Zustimmung: Nur in 66,5 Prozent der Fälle stimmten die EU-Partner einer Übernahme überhaupt zu. (Quelle: BILD)
- Italien als Beispiel: Von 6.229 Anfragen zur Rücknahme von Flüchtlingen aus Deutschland nahm Italien nur eine einzige Person zurück. (Quelle: BILD)
- Prinzip ausgehebelt: Die Idee, dass jeder Asylantrag nur einmal in der EU geprüft wird, wird durch die mangelnde Kooperation untergraben.
Das Dublin-System in der Asylpolitik Europas erklärt
Das Dublin-System ist ein zentraler Pfeiler der gemeinsamen Asylpolitik in Europa. Die sogenannte Dublin-III-Verordnung legt fest, welcher Mitgliedstaat für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist. In der Regel ist dies das Land, in dem der Asylsuchende die Europäische Union zuerst betreten hat. Dieses Vorgehen soll Mehrfachanträge verhindern und eine klare Zuständigkeit sicherstellen. Folglich müsste Deutschland viele Migranten in Länder wie Italien, Griechenland oder Spanien zurückschicken können. Die Praxis zeigt jedoch, dass dieses System an seine Grenzen stößt.
Aktuelle Zahlen 2025: Die Asylpolitik Europas in der Krise
Die für das Jahr 2025 vorliegenden Zahlen zeichnen ein düsteres Bild der europäischen Solidarität. Deutschland hat fast 36.000 Übernahmeersuchen an Partnerstaaten gestellt, um Asylbewerber gemäß der Dublin-Verordnung zu überstellen. Die Erfolgsquote ist allerdings erschreckend gering. Von den fast 36.000 Anfragen wurden letztendlich nur 5.377 Personen tatsächlich überstellt. Das entspricht einer Erfolgsquote von lediglich 15 Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass 85 Prozent der geplanten Rückführungen scheitern und die Personen in Deutschland verbleiben, obwohl formal ein anderer Staat zuständig wäre. Dieses Ungleichgewicht belastet die deutschen Kommunen und Behörden erheblich.
Warum scheitert das Dublin-System so oft?
Die Gründe für das Scheitern sind vielschichtig. Zunächst weigern sich viele EU-Staaten, die an den Außengrenzen liegen, ihrer Verantwortung nachzukommen. Sie argumentieren, durch ihre geografische Lage bereits überproportional belastet zu sein. Zudem gibt es oft administrative und rechtliche Hürden. Beispielsweise müssen Überstellungen innerhalb bestimmter Fristen erfolgen, die häufig verstreichen. Manchmal tauchen die betroffenen Personen auch unter, bevor eine Rückführung stattfinden kann. Die mangelnde politische Bereitschaft zur Kooperation ist jedoch der entscheidende Faktor, der die Asylpolitik in Europa lähmt.
Politische Folgen und die deutsche Debatte
Das Versagen des Dublin-Systems hat weitreichende politische Konsequenzen für Deutschland. Die Belastung für die Aufnahme- und Sozialsysteme wächst stetig, was die innenpolitische Debatte anheizt. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, die Kontrolle über die Migration verloren zu haben. Die Situation zeigt, dass nationale Alleingänge keine Lösung sind, aber eine gemeinsame europäische Antwort in weite Ferne gerückt scheint. Die Diskussion erinnert an andere politische Auseinandersetzungen, bei denen klare Haltungen gefordert werden, wie etwa bei der Kritik von Wirtschaftsminister Guy Parmelin an Donald Trump. Letztlich stellt sich die Frage der politischen Verantwortung, ähnlich wie sie in anderen Kontexten, beispielsweise im Wöginger-Prozess, verhandelt wird. Ohne eine grundlegende Reform der Asylpolitik in Europa droht eine dauerhafte Krise des Vertrauens und der Handlungsfähigkeit der EU.
Überblick: Dublin-Übernahmeersuchen 2025
| Vorgang | Anzahl |
|---|---|
| Übernahmeersuchen von Deutschland | 35.942 |
| Zustimmungen der EU-Partner | 23.912 (66,5 %) |
| Tatsächliche Überstellungen | 5.377 (15 %) |
| Gescheiterte Überstellungen | 30.565 (85 %) |
Quelle: BILD, Daten für 2025
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das Dublin-System?
Das Dublin-System ist eine EU-Verordnung, die festlegt, welcher Mitgliedstaat für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist. Grundsätzlich ist es das Land, in das der Asylsuchende zuerst eingereist ist.
Warum scheitern so viele Rückführungen?
Rückführungen scheitern oft an mangelnder Kooperation der zuständigen EU-Staaten, an rechtlichen und administrativen Hürden, verstrichenen Fristen oder weil die betroffenen Personen nicht auffindbar sind.
Wie hoch war die Scheiterquote bei Dublin-Rückführungen 2025?
Im Jahr 2025 scheiterten laut Berichten rund 85 Prozent der von Deutschland beantragten Rückführungen im Rahmen des Dublin-Verfahrens.
Welche Länder sind hauptsächlich vom Dublin-System betroffen?
Besonders betroffen sind die Länder an den EU-Außengrenzen wie Italien, Griechenland und Spanien, da dort die meisten Migranten ankommen. Zielländer für die Weiterreise sind oft Staaten wie Deutschland oder Österreich.
Gibt es eine Lösung für die Krise der Asylpolitik in Europa?
Experten und Politiker fordern seit langem eine grundlegende Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS). Eine Lösung muss auf mehr Solidarität, einer fairen Lastenverteilung und funktionierenden Verfahren an den Außengrenzen basieren. Die politische Einigung darüber ist jedoch schwierig.
Fazit: Die Asylpolitik Europas steht am Scheideweg
Die Zahlen für 2025 sind ein klares Alarmsignal: Die gemeinsame Asylpolitik in Europa, wie sie im Dublin-System verankert ist, existiert größtenteils nur noch auf dem Papier. Die mangelnde Solidarität der Mitgliedstaaten führt dazu, dass Deutschland eine unverhältnismäßig hohe Last trägt. Ohne eine tiefgreifende und ehrliche Reform, die von allen Partnern mitgetragen wird, droht das System endgültig zu kollabieren. Die EU muss dringend handeln, um ihre Handlungsfähigkeit in einer der zentralsten politischen Fragen unserer Zeit wiederherzustellen und eine gerechtere Verteilung der Verantwortung zu gewährleisten.






