Donald Trump verfolgte während seiner Präsidentschaft eine aggressive Politik gegenüber dem Iran, deren Ziel offenbar ein Regimewechsel war, um anschließend mit neuen Machthabern in Teheran ein Abkommen auszuhandeln. Diese Strategie, die auf maximalen Druck setzte, beruhte auf einer Unterschätzung der Widerstandsfähigkeit des iranischen Regimes und seiner Fähigkeit, sich den Sanktionen und dem internationalen Druck zu widersetzen. Donald Trump Iran steht dabei im Mittelpunkt.

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Auf einen Blick
- Donald Trumps Iran-Politik zielte auf einen Regimewechsel durch maximalen Druck.
- Die Strategie umfasste Wirtschaftssanktionen und eine harte Rhetorik gegenüber Teheran.
- Experten sehen in Trumps Vorgehen eine Unterschätzung der iranischen Widerstandsfähigkeit.
- Die aktuelle Situation im Nahen Osten ist angespannt, mit potenziellen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Donald Trumps Iran-Strategie im Detail
Die Politik von Donald Trump gegenüber dem Iran war von Beginn an auf Konfrontation ausgelegt. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen (JCPOA) im Jahr 2018 wurden umfassende Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt. Diese Sanktionen zielten darauf ab, die iranische Wirtschaft zu schwächen und das Land zu zwingen, über ein neues Abkommen zu verhandeln, das auch das iranische Raketenprogramm und die iranische Unterstützung für regionale Konflikte umfassen sollte. Wie Wiwo.de berichtet, war das erklärte Ziel Trumps, „neue Machthaber im Iran“ zu installieren, mit denen er dann verhandeln könne.
Die Trump-Administration argumentierte, dass das JCPOA dem Iran nicht ausreichend Beschränkungen auferlege und dem Land die Möglichkeit gebe, weiterhin destabilisierende Aktivitäten in der Region zu unterstützen. Kritiker dieser Politik warnten jedoch, dass die Sanktionen die iranische Bevölkerung treffen und die Hardliner im Land stärken würden. Zudem wurde befürchtet, dass der Iran als Reaktion auf den Druck sein Atomprogramm wieder aufnehmen könnte.
Das Atomabkommen JCPOA wurde 2015 zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland geschlossen. Es sah vor, dass der Iran sein Atomprogramm deutlich reduziert und internationalen Kontrollen zustimmt, im Gegenzug für die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen. (Lesen Sie auch: OPEC Fördererhöhung Wegen Iran-Krieg? Was Anleger Jetzt…)
Welche Rolle spielten die Wirtschaftssanktionen?
Die von Donald Trump verhängten Wirtschaftssanktionen hatten massive Auswirkungen auf die iranische Wirtschaft. Der Ölsektor, eine wichtige Einnahmequelle des Landes, wurde durch die Sanktionen stark getroffen. Auch der Zugang zu internationalen Finanzmärkten wurde erheblich erschwert. Die iranische Währung verlor an Wert, und die Inflation stieg deutlich an. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) schrumpfte die iranische Wirtschaft in den Jahren 2018 und 2019 um mehrere Prozentpunkte.
Die Sanktionen führten auch zu Engpässen bei der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern und Medikamenten. Die iranische Regierung beschuldigte die USA, eine „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land zu führen. Kritiker der Sanktionen argumentierten, dass diese vor allem die Zivilbevölkerung treffen und die humanitäre Lage im Iran verschärfen würden.
Die Europäische Union versuchte, das Atomabkommen trotz der US-Sanktionen aufrechtzuerhalten. Es wurden Mechanismen geschaffen, um den Handel mit dem Iran zu ermöglichen, ohne gegen die US-Sanktionen zu verstoßen. Diese Bemühungen hatten jedoch nur begrenzten Erfolg.
Wie reagierte der Iran auf Trumps Politik?
Der Iran reagierte auf die Politik von Donald Trump mit einer Mischung aus Widerstand und Verhandlungsbereitschaft. Einerseits kündigte das Land schrittweise an, sich nicht mehr an alle Verpflichtungen aus dem Atomabkommen zu halten. Andererseits signalisierte die iranische Regierung immer wieder ihre Bereitschaft, unter bestimmten Bedingungen über ein neues Abkommen zu verhandeln. (Lesen Sie auch: Larry Ellison: Plant er ein Medienimperium mit…)
Die iranische Führung betonte jedoch stets, dass sie sich nicht unter Druck setzen lassen werde und dass die Aufhebung der US-Sanktionen eine Vorbedingung für Verhandlungen sei. Zudem verstärkte der Iran seine militärische Präsenz in der Region und unterstützte weiterhin Verbündete in Syrien, im Libanon und im Jemen.
Die iranische Außenpolitik ist geprägt von dem Ziel, den regionalen Einfluss des Landes zu sichern und die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Dabei setzt der Iran sowohl auf militärische als auch auf diplomatische Mittel.
Welche Rolle spielte der Abschuss einer US-Drohne?
Im Juni 2019 spitzte sich die Lage im Nahen Osten weiter zu, als der Iran eine US-Drohne abschoss. Der Iran argumentierte, die Drohne sei in iranischen Luftraum eingedrungen, während die USA dies bestritten. Dieser Vorfall führte zu einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Ländern. Donald Trump erwog daraufhin einen Militärschlag gegen den Iran, entschied sich aber in letzter Minute dagegen. Stattdessen wurden weitere Sanktionen gegen den Iran verhängt.
Der Abschuss der Drohne verdeutlichte die Gefahr einer unbeabsichtigten Eskalation im Nahen Osten. Beide Seiten schienen entschlossen, ihre Interessen zu verteidigen, aber gleichzeitig bemüht, einen direkten militärischen Konflikt zu vermeiden. (Lesen Sie auch: Mario Voigt Thüringen: CDU-Chef auf den Spuren…)

Was bedeutet das für Bürger?
Die angespannte Situation zwischen den USA und dem Iran hat Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Sicherheitspolitik. Steigende Ölpreise und eine Zunahme der geopolitischen Unsicherheit können sich negativ auf die Konjunktur auswirken. Zudem besteht die Gefahr, dass regionale Konflikte eskalieren und sich zu einem größeren Krieg ausweiten.
Für Bürger bedeutet dies, dass sie sich auf mögliche Preiserhöhungen und eine unsichere Zukunft einstellen müssen. Auch die Gefahr von Terroranschlägen und Cyberattacken könnte zunehmen. Es ist daher wichtig, sich über die aktuelle Lage zu informieren und sich auf mögliche Krisenszenarien vorzubereiten. Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes geben Aufschluss über die Sicherheitslage in verschiedenen Regionen.
Wie geht es weiter im Konflikt zwischen den USA und dem Iran?
Die Zukunft des Konflikts zwischen den USA und dem Iran ist ungewiss. Unter der Regierung von Joe Biden gab es Bemühungen, das Atomabkommen wiederzubeleben. Diese Bemühungen sind jedoch ins Stocken geraten. Die iranische Regierung fordert eine vollständige Aufhebung der US-Sanktionen, während die USA auf zusätzlichen Zugeständnissen des Iran bestehen.
Die Politik von Donald Trump gegenüber dem Iran war geprägt von maximalem Druck und Konfrontation. Ob diese Strategie letztendlich erfolgreich sein wird, bleibt fraglich. Fest steht jedoch, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine der größten Herausforderungen für die internationale Politik darstellt. (Lesen Sie auch: Kritische Infrastruktur Schutz: Sind Wir Wirklich Sicher?)









