📖 Lesezeit: 9 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 23.12.2025
Was ändert sich 2026 in Deutschland?
Was ändert sich 2026 in Deutschland? Am 23. Dezember 2025 stehen die wichtigsten Neuerungen fest: Vom höheren Mindestlohn über steigende Steuerfreibeträge bis zum teureren Deutschlandticket erwarten Verbraucher, Arbeitnehmer und Familien zahlreiche Änderungen. Dieser Artikel liefert dir den kompletten Überblick über alle Neuerungen zum Jahreswechsel 2025/2026.
Das neue Jahr bringt spürbare Entlastungen bei der Einkommensteuer, aber auch höhere Kosten beim Nahverkehr und an der Tankstelle. Besonders wichtig: Wer seinen Führerschein zwischen 1999 und 2001 erhalten hat, muss ihn bis zum 19. Januar 2026 umtauschen. Welche Änderungen dich direkt betreffen und wie du von den Neuerungen profitieren kannst, erfährst du hier.
Die wichtigsten Änderungen 2026 auf einen Blick
| Bereich | Änderung 2026 | Auswirkung |
|---|---|---|
| Mindestlohn | Steigt auf 13,90 €/Stunde | +8,42% mehr Lohn |
| Minijob-Grenze | Erhöhung auf 603 €/Monat | +47 € mehr Verdienst |
| Grundfreibetrag | 12.348 € statt 12.096 € | Weniger Steuern |
| Deutschlandticket | 63 € statt 58 €/Monat | +5 € Mehrkosten |
| Kindergeld | 259 € pro Kind/Monat | +4 € mehr |
| Pendlerpauschale | 38 Cent ab dem 1. km | Vereinfachung |
Mindestlohn und Minijob: Das ändert sich 2026 bei Arbeit und Gehalt
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 von 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das entspricht einer Erhöhung um 8,42 Prozent. Von dieser Anhebung profitieren rund sechs Millionen Beschäftigte in Deutschland. Für 2027 ist bereits die nächste Erhöhung auf 14,60 Euro beschlossen.
Da die Minijob-Grenze an den Mindestlohn gekoppelt ist, steigt auch sie automatisch: Ab 2026 dürfen Minijobber bis zu 603 Euro monatlich verdienen – bisher waren es 556 Euro. Damit können Minijobber weiterhin zehn Wochenstunden zum Mindestlohn arbeiten.
Auszubildende im ersten Lehrjahr erhalten ab 2026 mindestens 724 Euro brutto monatlich. Das entspricht einer Erhöhung der Mindestausbildungsvergütung um über sechs Prozent. Bei steigendem Interesse an politischen Entwicklungen wie den Landtagswahlen 2026 spielen Arbeitnehmerrechte eine wichtige Rolle in den Wahlprogrammen.
Steuerliche Änderungen 2026: Mehr Netto vom Brutto
Das Steueränderungsgesetz 2025 bringt ab 2026 zahlreiche Entlastungen für Arbeitnehmer und Familien:
| Steuerfreibetrag | 2025 | 2026 |
|---|---|---|
| Grundfreibetrag | 12.096 € | 12.348 € |
| Kinderfreibetrag | 6.612 € | 6.828 € |
| Entfernungspauschale | 30 Cent (1.-20. km) | 38 Cent ab km 1 |
Die Pendlerpauschale wird deutlich vereinfacht: Ab dem 1. Januar 2026 gilt einheitlich eine Entfernungspauschale von 38 Cent pro Kilometer – und zwar direkt ab dem ersten Kilometer. Bisher gab es für die ersten 20 Kilometer nur 30 Cent.
Die Gastronomie profitiert von einer dauerhaften Mehrwertsteuersenkung: Der Steuersatz für Speisen sinkt von 19 auf sieben Prozent. Getränke sind von dieser Senkung ausgenommen. Die Maßnahme soll Restaurants, Bäckereien und Catering-Services stärken.
Deutschlandticket und Mobilität: Preiserhöhung 2026
Das Deutschlandticket wird ab Januar 2026 teurer: Statt 58 Euro kostet das Abo künftig 63 Euro monatlich. Die Preiserhöhung um fünf Euro begründen Bund und Länder mit steigenden Betriebskosten im Nahverkehr. Das Ticket bleibt monatlich kündbar und berechtigt zur Nutzung aller öffentlichen Regional- und Nahverkehrsmittel bundesweit.
Wer seinen Führerschein zwischen 1999 und 2001 erhalten hat, muss ihn bis zum 19. Januar 2026 gegen den neuen EU-Scheckkartenführerschein umtauschen. Der Umtausch kostet etwa 25 Euro und kann bei der örtlichen Fahrerlaubnisbehörde beantragt werden. Wer die Frist versäumt, riskiert ein Verwarnungsgeld von zehn Euro.
💡 Tipp: Plane den Führerscheinumtausch rechtzeitig!
👉 In manchen Regionen beträgt die Wartezeit für einen Termin mehrere Wochen. Wer auf das Auto angewiesen ist, sollte den Antrag nicht aufschieben.
Rente und Soziales: Das ändert sich 2026
Die Aktivrente wird zum 1. Januar 2026 eingeführt: Arbeitnehmer, die das Rentenalter erreicht haben und weiterarbeiten, können bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen. Die Regelung gilt für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse – Selbstständige und Minijobber sind ausgenommen.
Die Rentenerhöhung wird für Juli 2026 prognostiziert: Laut Rentenversicherungsbericht sollen die Renten um etwa 3,7 Prozent steigen. Die genaue Höhe legt das Kabinett im Frühjahr fest.
Für Menschen mit Schwerbehinderung gibt es eine Änderung: Die Altersrente kann ab 2026 frühestens mit 62 Jahren bezogen werden (bisher 60 Jahre). Für den Jahrgang 1964 bedeutet das: Eine abschlagsfreie Rente gibt es erst ab 65 Jahren.
Das Bürgergeld wird reformiert und heißt ab Jahresmitte wieder „Grundsicherung für Arbeitsuchende“. Die Regelsätze bleiben 2026 unverändert bei 563 Euro für Alleinstehende. Verschärft werden die Sanktionen: Wer eine zumutbare Arbeit ablehnt, kann künftig sofort 30 Prozent des Geldes verlieren.
Familie und Kinder: Mehr Geld 2026
Familien profitieren 2026 von mehreren Verbesserungen:
| Familienleistung | Betrag 2026 |
|---|---|
| Kindergeld | 259 € pro Kind/Monat (+4 €) |
| Kinderfreibetrag | 6.828 € (bei Zusammenveranlagung) |
| Kinderkrankentage | 15 Tage pro Elternteil/Kind |
| Alleinerziehende Kinderkrankentage | 30 Tage pro Kind |
| Kinderbetreuungskosten | Bis 4.800 € absetzbar |
Der Mindestunterhalt für Kinder wird ebenfalls angepasst. Die Düsseldorfer Tabelle wird entsprechend aktualisiert.
Energie und Umwelt: CO2-Preis und Stromkosten
Die Gasspeicherumlage wird zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Dadurch sinkt der Gaspreis für Verbraucher, was auch die Stromproduktion durch Gaskraftwerke günstiger machen könnte.
Der Bund bezuschusst 2026 die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro. Die niedrigeren Netzentgelte sollen Verbraucher und Unternehmen ab Januar entlasten.
Der CO2-Preis bleibt 2026 vorerst stabil bei 55 Euro pro Tonne. Die Bundesregierung hat beschlossen, die ursprünglich geplante Erhöhung auf 65 Euro auszusetzen. Das bedeutet: An der Tankstelle bleiben die Mehrkosten durch die Klimaabgabe überschaubar.
Für Elektroautos wird die Kfz-Steuerbefreiung verlängert. Wer ein E-Auto bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zulässt, bleibt bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Die Begünstigung endet spätestens am 31. Dezember 2035. Diese nachhaltigen Entwicklungen werden auch in anderen Bereichen vorangetrieben.
Verbraucherschutz: Neue Rechte 2026
Der Widerruf von Online-Bestellungen wird deutlich einfacher: Per Klick auf einen Button sollen Verbraucher künftig ihre Bestellungen widerrufen können – genauso einfach wie der Kaufabschluss selbst.
Ab dem 2. August 2026 müssen KI-generierte Inhalte innerhalb der EU gekennzeichnet werden. Betreiber von künstlicher Intelligenz sind dann verpflichtet, Texte und Bilder entsprechend zu markieren.
Das Recht auf Reparatur wird umgesetzt: Bis Juli 2026 muss die EU-Vorgabe in deutsches Recht überführt werden. Hersteller müssen dann bestimmte Produkte reparierbar gestalten und Ersatzteile vorhalten.
Die Entgelttransparenz wird gestärkt: Bis zum 7. Juni 2026 muss Deutschland die EU-Richtlinie umsetzen. Arbeitgeber müssen dann bereits im Bewerbungsprozess das Einstiegsgehalt oder eine Gehaltsspanne angeben.
💡 Tipp: Prüfe deine Steuererklärung!
👉 Mit der höheren Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer lohnt sich die Steuererklärung 2026 besonders für Arbeitnehmer mit kurzen Arbeitswegen.
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Häufig gestellte Fragen: Was ändert sich 2026?
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das entspricht einer Erhöhung um 8,42 Prozent gegenüber 2025. Für 2027 ist bereits eine weitere Anhebung auf 14,60 Euro beschlossen.
Wie viel kostet das Deutschlandticket 2026?
Das Deutschlandticket kostet ab Januar 2026 monatlich 63 Euro statt bisher 58 Euro. Die Preiserhöhung um fünf Euro begründen Bund und Länder mit gestiegenen Betriebskosten im Nahverkehr. Das Ticket bleibt monatlich kündbar.
Wer muss seinen Führerschein bis 2026 umtauschen?
Führerscheininhaber mit Ausstellungsdatum zwischen 1999 und 2001 müssen bis zum 19. Januar 2026 ihren Führerschein gegen den neuen EU-Scheckkartenführerschein umtauschen. Der Umtausch kostet etwa 25 Euro. Wer die Frist versäumt, riskiert ein Verwarnungsgeld.
Wie hoch ist der Grundfreibetrag 2026?
Der steuerliche Grundfreibetrag steigt 2026 von 12.096 Euro auf 12.348 Euro pro Person. Für zusammen veranlagte Ehepaare oder Lebenspartner beträgt er 24.696 Euro. Einkommen bis zu dieser Höhe bleibt steuerfrei.
Wie hoch ist das Kindergeld 2026?
Das Kindergeld steigt ab Januar 2026 auf 259 Euro pro Kind und Monat – das sind vier Euro mehr als bisher. Pro Jahr und Kind ergibt das 3.108 Euro. Das Finanzamt wendet automatisch die günstigere Variante an: entweder Kindergeld oder Kinderfreibetrag.
Fazit: Was ändert sich 2026 – Die wichtigsten Neuerungen
Was ändert sich 2026 zusammengefasst: Arbeitnehmer profitieren vom höheren Mindestlohn (13,90 Euro) und steigenden Steuerfreibeträgen. Die vereinfachte Pendlerpauschale von 38 Cent ab dem ersten Kilometer entlastet besonders Berufspendler. Familien erhalten mehr Kindergeld (259 Euro) und können höhere Betreuungskosten absetzen.
Auf der Kostenseite steht das teurere Deutschlandticket (63 Euro) und möglicherweise steigende Kfz-Versicherungsprämien. Der Führerscheinumtausch für Jahrgänge 1999-2001 sollte nicht vergessen werden. Die Aktivrente macht das Weiterarbeiten im Rentenalter attraktiver.
Über den Autor
Redaktion Rathausnachrichten | Verbraucher & Recht
Die Redaktion von Rathausnachrichten informiert täglich über aktuelle Gesetzesänderungen und Verbraucherthemen. Unsere Artikel basieren auf offiziellen Quellen wie Bundesregierung, Bundesrat und Ministerien.
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Datum: 23.12.2025
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Artikeltyp: Ratgeber
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✅ Mindestlohn: 13,90€
✅ Grundfreibetrag: 12.348€
✅ Deutschlandticket: 63€
✅ Kindergeld: 259€
Alle Neuerungen im Überblick 👇
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Was ändert sich 2026 für Arbeitnehmer und Familien?
📈 Mindestlohn steigt auf 13,90€/Stunde
💰 Grundfreibetrag erhöht auf 12.348€
🚗 Pendlerpauschale: 38 Cent ab km 1
👨👩👧 Kindergeld: 259€ pro Kind
Der komplette Überblick über alle Neuerungen zum Jahreswechsel:
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