Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird – aber was, wenn die Kälte so tief geht, dass sie verstört? Wer einen außergewöhnlichen Rachefilm Streamen möchte, der mehr als nur simple Genugtuung bietet, sollte sich auf eine Erfahrung einstellen, die unter die Haut geht. Denn manche Filme sind so verstörend, dass sie selbst Horrorstreifen in den Schatten stellen.

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| Titel | The Favourite – Intrigen und Irrsinn |
| Originaltitel | The Favourite |
| Regie | Yorgos Lanthimos |
| Drehbuch | Deborah Davis, Tony McNamara |
| Besetzung | Olivia Colman, Emma Stone, Rachel Weisz |
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Kinostart | 17. Januar 2019 |
| FSK | 12 |
| Produktion | Irland, Großbritannien, USA |
| Verleih | 20th Century Fox |
Unser Eindruck: Ein bitterböses, visuell beeindruckendes und schauspielerisch brillantes Meisterwerk über Macht, Intrigen und die dunklen Seiten der menschlichen Natur.
Der Aufstieg eines Arthouse-Meisters
Yorgos Lanthimos hat sich mit Filmen wie „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ und „Poor Things“ endgültig im Arthouse-Mainstream etabliert. Wie Filmstarts.de berichtet, locken die Werke des griechischen Regisseurs mittlerweile ein breites Publikum an und werden bei den Oscars gefeiert. Doch Lanthimos ist mehr als nur ein Regisseur für die breite Masse. Er ist ein Provokateur, ein Visionär, der Konventionen bricht und Genregrenzen sprengt.
Was macht „The Favourite“ so besonders?
„The Favourite“ ist kein typischer Historienfilm. Er vermeidet die üblichen Klischees und präsentiert stattdessen ein düsteres, humorvolles und zutiefst verstörendes Bild des britischen Königshofs im frühen 18. Jahrhundert. Im Zentrum der Geschichte steht Königin Anne (Olivia Colman), eine labile und von Krankheit geplagte Herrscherin, die von zwei Frauen umgarnt wird: ihrer engen Freundin und Vertrauten Sarah Churchill (Rachel Weisz) und der ehrgeizigen Abigail Masham (Emma Stone). (Lesen Sie auch: Neuer Predator Film: Ist die Sci-Fi-Reihe noch…)
Der Film verzichtet auf heroische Darstellungen und glorifizierende Inszenierungen. Stattdessen zeigt er die Machtspiele, Intrigen und emotionalen Abgründe, die hinter der Fassade von Prunk und Etikette lauern. Die Kameraarbeit von Robbie Ryan ist dabei alles andere als konventionell. Weitwinkelobjektive, Fischaugenperspektiven und ungewöhnliche Bildkompositionen erzeugen eine klaustrophobische und verzerrte Atmosphäre, die das Unbehagen des Zuschauers noch verstärkt.
Kultur-Kompakt
- Yorgos Lanthimos‘ Filme zeichnen sich durch ihren einzigartigen Stil und ihre verstörenden Themen aus.
- „The Favourite“ ist ein bitterböses Historiendrama über Macht, Intrigen und die dunklen Seiten der menschlichen Natur.
- Die schauspielerischen Leistungen von Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz sind herausragend.
- Die Kameraarbeit und das Produktionsdesign tragen maßgeblich zur beklemmenden Atmosphäre des Films bei.
Wie verstörend ist „The Favourite“ wirklich?
Wer einen spannenden Rachefilm Streamen möchte, sollte sich auf einiges gefasst machen. „The Favourite“ ist kein Film für zarte Gemüter. Er ist verstörend, weil er die menschliche Natur in all ihrer Hässlichkeit und Komplexität zeigt. Die Figuren sind egoistisch, manipulativ und bereit, alles zu tun, um ihre Ziele zu erreichen. Die Gewalt ist subtil, aber dennoch allgegenwärtig. Sie äußert sich in verbalen Attacken, psychologischen Spielchen und dem Missbrauch von Macht.
Im Gegensatz zu vielen Horrorfilmen, die auf Schockeffekte und Gore setzen, erzeugt „The Favourite“ sein Unbehagen durch eine beklemmende Atmosphäre und eine verstörende Darstellung menschlicher Beziehungen. Die Figuren sind so vielschichtig und ambivalent, dass man sie gleichzeitig verabscheut und bemitleidet. Man wird Zeuge ihrer Intrigen, ihrer Grausamkeiten und ihrer Verzweiflung.
Yorgos Lanthimos ist bekannt für seine unkonventionelle Herangehensweise an das Filmemachen. Er arbeitet oft mit einem festen Ensemble von Schauspielern zusammen und lässt ihnen viel Freiheit bei der Interpretation ihrer Rollen. (Lesen Sie auch: Bester Roman Verfilmung: Meisterwerk kommt Ins Kino)
Welche filmischen Mittel setzt Lanthimos ein?
Lanthimos‘ Handschrift ist unverkennbar. Seine Filme zeichnen sich durch einen einzigartigen Stil aus, der von minimalistischen Dialogen, absurden Situationen und einer kalten, distanzierten Inszenierung geprägt ist. Die Kameraarbeit ist oft statisch und beobachtend, was die Entfremdung zwischen den Figuren noch verstärkt. Die Musik, oft dissonant und ungewöhnlich, trägt ebenfalls zur beklemmenden Atmosphäre bei.
In „The Favourite“ setzt Lanthimos diese Stilmittel meisterhaft ein. Die Dialoge sind scharfzüngig und voller Subtext, die Situationen oft grotesk und komisch. Die Kameraarbeit ist innovativ und erzeugt eine klaustrophobische Wirkung. Das Produktionsdesign, mit seinen opulenten Kostümen und prunkvollen Schauplätzen, steht in starkem Kontrast zu den dunklen Machenschaften, die sich hinter den Kulissen abspielen. Das Ergebnis ist ein Film, der sowohl visuell beeindruckend als auch intellektuell anregend ist. Laut dem Österreichischen Filminstitut, wurde der Film in Österreich von Kritikern und Publikum gleichermaßen gelobt.
Für wen lohnt sich „The Favourite“?
„The Favourite“ ist ein Film für ein anspruchsvolles Publikum, das sich von konventionellen Sehgewohnheiten verabschieden kann. Wer Filme wie „Barry Lyndon“ von Stanley Kubrick oder „Amadeus“ von Miloš Forman mochte, wird hier auf seine Kosten kommen. Aber auch Fans von Yorgos Lanthimos‘ früheren Werken wie „Dogtooth“ und „The Lobster“ werden von „The Favourite“ begeistert sein.
Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass der Film kein leichtes Vergnügen ist. Er ist verstörend, provokativ und an manchen Stellen auch abstoßend. Wer einen seichten Unterhaltungsfilm sucht, ist hier fehl am Platz. Wer sich aber auf ein anspruchsvolles und einzigartiges Kinoerlebnis einlassen möchte, wird mit „The Favourite“ belohnt. (Lesen Sie auch: Frankenstein Film Kritik: Darum Wurden Szenen Entschärft)
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet „The Favourite“ von anderen Historienfilmen?
„The Favourite“ bricht mit den Konventionen des Genres, indem er auf heroische Darstellungen und glorifizierende Inszenierungen verzichtet. Stattdessen zeigt er die Machtspiele, Intrigen und emotionalen Abgründe, die hinter der Fassade des Königshofs lauern.
Wie beeinflusst die Kameraarbeit die Wirkung des Films?
Die Kameraarbeit von Robbie Ryan ist alles andere als konventionell. Weitwinkelobjektive, Fischaugenperspektiven und ungewöhnliche Bildkompositionen erzeugen eine klaustrophobische und verzerrte Atmosphäre, die das Unbehagen des Zuschauers noch verstärkt. (Lesen Sie auch: Kpop Demon Hunters: Neue Folgen Jetzt bei…)
Welche Rolle spielt die Musik in „The Favourite“?
Die Musik, oft dissonant und ungewöhnlich, trägt ebenfalls zur beklemmenden Atmosphäre des Films bei. Sie unterstreicht die Entfremdung zwischen den Figuren und die düstere Grundstimmung der Geschichte.
Warum wird „The Favourite“ als verstörend empfunden?
„The Favourite“ ist verstörend, weil er die menschliche Natur in all ihrer Hässlichkeit und Komplexität zeigt. Die Figuren sind egoistisch, manipulativ und bereit, alles zu tun, um ihre Ziele zu erreichen. Die Gewalt ist subtil, aber dennoch allgegenwärtig.
Wo kann man diesen außergewöhnlichen Rachefilm streamen?
„The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ ist auf verschiedenen Streaming-Plattformen verfügbar. Die Verfügbarkeit kann jedoch je nach Region variieren. Es empfiehlt sich, die Angebote der gängigen Anbieter wie Amazon Prime Video, Apple TV oder Sky zu prüfen.
Fazit
„The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ ist ein außergewöhnlicher Film, der lange im Gedächtnis bleibt. Er ist ein bitterböses, visuell beeindruckendes und schauspielerisch brillantes Meisterwerk über Macht, Intrigen und die dunklen Seiten der menschlichen Natur. Wer einen anspruchsvollen und verstörenden Film sucht, der mehr als nur oberflächliche Unterhaltung bietet, sollte sich „The Favourite“ nicht entgehen lassen. Ein Rachefilm, der unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt.










