„Ich bin Nobody!“ Wer diesen Satz hört, denkt unweigerlich an einen der kultigsten Westernfilme aller Zeiten. Mein Name Ist Nobody, eine Hommage an das Genre, vereint zwei absolute Legenden vor der Kamera: Henry Fonda, der Inbegriff des Westernhelden, und Terence Hill, der dem Italo-Western eine humorvolle Note verlieh. Ein unvergessliches Duo, das jetzt wieder im Rampenlicht steht.

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| Steckbrief: Henry Fonda | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Henry Jaynes Fonda |
| Geburtsdatum | 16. Mai 1905 |
| Geburtsort | Grand Island, Nebraska, USA |
| Alter | 77 Jahre (bei seinem Tod) |
| Beruf | Schauspieler |
| Bekannt durch | Zwölf Uhr Mittags, Spiel mir das Lied vom Tod, Früchte des Zorns |
| Aktuelle Projekte | (Posthum) Am goldenen See |
| Wohnort | Los Angeles (verstorben) |
| Partner/Beziehung | Shirlee Mae Adams (verheiratet bis zu seinem Tod) |
| Kinder | Jane Fonda, Peter Fonda |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Wie wurde „Mein Name ist Nobody“ zu einem Kultfilm?
Mein Name Ist Nobody, der 1973 in die Kinos kam, ist mehr als nur ein Western. Er ist eine liebevolle Parodie, eine Hommage und zugleich eine Weiterentwicklung des Genres. Der Film spielt mit den Erwartungen des Publikums und präsentiert einen ungewöhnlichen Helden, Nobody, der den legendären Revolverhelden Jack Beauregard (Henry Fonda) zu seinem letzten großen Auftritt verhelfen will. Die humorvollen Dialoge, die actionreichen Szenen und die charismatischen Darsteller trugen dazu bei, dass der Film schnell Kultstatus erreichte.
Kurzprofil
- Henry Fonda: Ikone des Westernfilms
- Terence Hill: Star des Italo-Western
- „Mein Name ist Nobody“: Kult-Western von 1973
- Regie: Tonino Valerii, produziert von Sergio Leone
Henry Fonda: Vom Idealisten zum Western-Bösewicht
Henry Fonda, geboren 1905 in Nebraska, verkörperte lange Zeit den aufrichtigen, idealistischen Helden. Filme wie „Früchte des Zorns“ (1940) und „Zwölf Uhr Mittags“ (1957) prägten sein Image als Mann von Prinzipien. Doch Fonda war mehr als nur der strahlende Held. Er scheute sich nicht, auch dunklere Rollen anzunehmen, und bewies damit seine schauspielerische Vielseitigkeit. Wie Filmstarts.de berichtet, festigte er seinen Status als Westernlegende spätestens durch seine Rolle als eiskalter Bösewicht Frank in Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ (1968).
Diese Wandlung vom strahlenden Helden zum skrupellosen Schurken war ein Wendepunkt in Fondas Karriere. Er zeigte, dass er nicht auf ein bestimmtes Rollenmuster festgelegt war und dass er auch die dunklen Seiten der menschlichen Natur glaubwürdig darstellen konnte. „Ich wollte nie ein Held sein“, sagte Fonda einmal in einem Interview. „Ich wollte einfach nur ein guter Schauspieler sein.“ (Lesen Sie auch: Heute im TV: Der erste Teil eines…)
Terence Hill: Der lächelnde Held des Italo-Western
Terence Hill, geboren als Mario Girotti in Venedig, brachte eine ganz andere Note in den Western. Seine Filme, oft an der Seite von Bud Spencer, waren geprägt von Humor, actionreichen Schlägereien und einer unbeschwerten Atmosphäre. Hill verkörperte den charmanten Draufgänger, der mit einem Augenzwinkern seine Gegner besiegte. Seine Popularität in Europa, insbesondere in Deutschland und Italien, war enorm.
In Mein Name Ist Nobody trifft Hill auf Henry Fonda, und es entsteht eine faszinierende Dynamik. Der junge, unbekümmerte Nobody bewundert den alternden Revolverhelden und will ihm zu einem würdigen Abgang verhelfen. Doch hinter der Fassade des naiven Fans verbirgt sich ein cleverer Plan, der Beauregard zu einer letzten, legendären Heldentat verhelfen soll. Wie die Filmzeitschrift Cinema schreibt, bietet der Film eine „gelungene Mischung aus Action und Humor“.
Die Handschrift von Sergio Leone
Obwohl Tonino Valerii Regie führte, trug Mein Name Ist Nobody unverkennbar die Handschrift von Sergio Leone. Leone war als Produzent beteiligt und prägte den Film mit seinem typischen Stil: epische Bilder, lange Einstellungen und einprägsame Musik von Ennio Morricone. Die Zusammenarbeit dieser beiden Regiegrößen führte zu einem Western, der sowohl die Tradition des Genres ehrt als auch neue Wege beschreitet.
Ennio Morricone, der legendäre Komponist, schuf für „Mein Name ist Nobody“ einen unvergesslichen Soundtrack, der die Atmosphäre des Films perfekt einfängt. (Lesen Sie auch: Mordufer: Neuer ZDF-Krimi vom Bodensee startet heute)
Die Musik spielt eine zentrale Rolle in Leones Filmen, und auch in Mein Name Ist Nobody trägt sie maßgeblich zur Stimmung bei. Morricones Kompositionen sind mal melancholisch, mal aufregend, mal humorvoll und unterstreichen die unterschiedlichen Facetten des Films. Die Filmmusik wurde zu einem ebenso großen Erfolg wie der Film selbst und trug maßgeblich zu dessen Kultstatus bei.
Henry Fonda privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Henry Fonda führte abseits der Leinwand ein vergleichsweise zurückgezogenes Leben. Er war fünfmal verheiratet und hatte drei Kinder, darunter die bekannten Schauspieler Jane Fonda und Peter Fonda. Seine Beziehungen waren nicht immer einfach, aber er war stets bemüht, ein guter Vater zu sein. Fonda war ein Perfektionist, der sich intensiv auf seine Rollen vorbereitete. Er galt als diszipliniert und professionell, aber auch als sensibel und nachdenklich.
Fonda war politisch engagiert und setzte sich für liberale Werte ein. Er unterstützte die Bürgerrechtsbewegung und engagierte sich gegen den Vietnamkrieg. Seine politische Haltung brachte ihm nicht nur Zustimmung ein, sondern auch Kritik. Doch Fonda ließ sich nicht beirren und stand zu seinen Überzeugungen.
Henry Fonda starb am 12. August 1982 im Alter von 77 Jahren an Herzversagen. Sein Tod hinterließ eine große Lücke in der Filmwelt. Er hinterließ ein beeindruckendes Werk, das ihn unsterblich macht. Seine Filme werden auch weiterhin Generationen von Zuschauern begeistern. (Lesen Sie auch: Bodycam Horrorfilm: Deutscher Trailer Schockt mit Brutalität!)
Die Internet Movie Database (IMDb) bietet einen umfassenden Überblick über Henry Fondas Filmografie und Auszeichnungen.
Henry Fonda gewann erst kurz vor seinem Tod seinen einzigen Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Am goldenen See“ (1981).

Wie alt war Henry Fonda, als er „Mein Name ist Nobody“ drehte?
Henry Fonda war 68 Jahre alt, als er die Rolle des Jack Beauregard in „Mein Name ist Nobody“ übernahm. Trotz seines Alters überzeugte er mit seiner Präsenz und seinem schauspielerischen Können. (Lesen Sie auch: „Schäme mich nicht, das zu sagen“: Laut…)
Hat Henry Fonda einen Oscar gewonnen?
Ja, Henry Fonda gewann einen Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Leistung in „Am goldenen See“ (1981). Er erhielt außerdem einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.
Hat Henry Fonda einen Partner oder war er verheiratet?
Henry Fonda war fünfmal verheiratet. Seine letzte Ehe mit Shirlee Mae Adams dauerte von 1965 bis zu seinem Tod im Jahr 1982.
Hat Henry Fonda Kinder?
Ja, Henry Fonda hatte drei Kinder: Jane Fonda, Peter Fonda und Amy Fonda. Jane und Peter Fonda traten ebenfalls in die Fußstapfen ihres Vaters und wurden erfolgreiche Schauspieler.
Wo kann man „Mein Name ist Nobody“ streamen?
Die Verfügbarkeit von „Mein Name ist Nobody“ auf Streaming-Plattformen kann variieren. Es empfiehlt sich, die aktuellen Angebote von Anbietern wie Amazon Prime Video, Netflix oder anderen Streaming-Diensten zu prüfen. Oft ist der Film auch als Leih- oder Kaufoption verfügbar.











