📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 08.01.2026
Was ist strenger Frost? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von strengem Frost, wenn die Temperaturen unter -10°C fallen. Am 8. Januar 2026 warnt der DWD vor Temperaturen bis -15°C in weiten Teilen Deutschlands. Besonders betroffen sind Bayern, Sachsen, Thüringen und das Alpenvorland.
Strenger Frost hält Deutschland am 8. Januar 2026 fest im Griff. Der Deutsche Wetterdienst hat für große Teile des Bundesgebiets amtliche Warnungen herausgegeben – in einigen Regionen drohen sogar Temperaturen von bis zu minus 17 Grad Celsius. Wer jetzt nicht aufpasst, riskiert Erfrierungen, eingefrorene Wasserleitungen und erhebliche Frostschäden. Dieser Artikel erklärt, welche Gebiete besonders betroffen sind und wie Sie sich und Ihr Zuhause schützen können.
Strenger Frost aktuell: Welche Regionen sind betroffen?
Der DWD hat am Mittwoch, 8. Januar 2026, für weite Teile Deutschlands Warnungen vor strengem Frost herausgegeben. Besonders die östlichen und südlichen Bundesländer sind betroffen.
| Region | Erwartete Temperaturen | Warnstufe |
|---|---|---|
| Bayern (Alpenvorland) | bis -17°C | Stufe 2 (orange) |
| Sachsen / Erzgebirge | bis -15°C | Stufe 2 (orange) |
| Thüringen | bis -12°C | Stufe 2 (orange) |
| Brandenburg / Berlin | bis -10°C | Stufe 1 (gelb) |
| Niedersachsen / NRW | bis -7°C | Stufe 1 (gelb) |
In Tal- und Muldenlagen können die Temperaturen laut Deutschem Wetterdienst sogar noch tiefer sinken. Bei klarem Himmel über Schneedecke ist mit den kältesten Werten zu rechnen.
Was bedeutet strenger Frost für den Alltag?
Der DWD unterscheidet zwischen verschiedenen Frostkategorien. Bei strengem Frost unter minus 10 Grad Celsius entstehen besondere Gefahren, die jeden betreffen können.
Gefahren durch strengen Frost:
- Erhebliche Frostschäden an Gebäuden und Fahrzeugen
- Unterkühlung bei längerem Aufenthalt im Freien
- Einfrierende Wasserleitungen und Rohrbrüche
- Extreme Glätte auf Straßen und Gehwegen
- Frostschäden an Pflanzen und Gärten
Besonders gefährdet sind Obdachlose, ältere Menschen und Personen, die im Freien arbeiten müssen. In München hat die Stadt bereits zusätzliche Notunterkünfte geöffnet.
Wie schütze ich mich vor strengem Frost?
Um Erfrierungen und Unterkühlungen zu vermeiden, empfiehlt der DWD folgende Maßnahmen. Die richtige Vorbereitung kann im Ernstfall Leben retten.
Kleidung: Tragen Sie mehrere Schichten nach dem Zwiebelprinzip. Eine feuchtigkeitsableitende Basisschicht, eine isolierende Mittelschicht und eine wind- und wasserabweisende Außenschicht bieten den besten Schutz. Vergessen Sie nicht Mütze, Handschuhe und warme Socken – über Kopf und Extremitäten verliert der Körper besonders viel Wärme.
Aufenthalt im Freien begrenzen: Der DWD empfiehlt ausdrücklich, längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Wer draußen arbeiten muss, sollte regelmäßige Aufwärmpausen einlegen und auf erste Anzeichen von Erfrierungen achten.
Autofahrer aufgepasst: Starten Sie Ihr Fahrzeug erst nach ausreichender Erwärmung des Motors. Führen Sie warme Decken, Handschuhe und einen vollen Tank mit – bei einer Panne kann die Heizung lebensrettend sein. Die aktuelle Glättewarnung erschwert zusätzlich das Fahren auf vielen Straßen.

Wasserleitungen und Haus vor Frost schützen
Eingefrorene Wasserleitungen verursachen laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft jährlich 30.000 bis 40.000 Schäden in Deutschland. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko minimieren.
Checkliste Frostschutz für Ihr Zuhause:
- Außenwasserhähne absperren und entleeren
- Heizung auch in wenig genutzten Räumen nicht abstellen
- Fenster und Türen auf Undichtigkeiten prüfen
- Wasserzähler und freiliegende Rohre isolieren
- Bei Abwesenheit: Heizung kontrollieren lassen
Wer während der Frostperiode im Urlaub ist, sollte Nachbarn oder Freunde bitten, die Heizung täglich zu kontrollieren. Bei einem gut gedämmten Gebäude empfehlen Experten bei strengem Frost eine tägliche Kontrolle.
Pflanzen vor strengem Frost schützen
Auch im Garten und auf dem Balkon richtet strenger Frost erhebliche Schäden an. Kübelpflanzen sind besonders gefährdet, da ihre Wurzeln der Kälte stärker ausgesetzt sind als bei Pflanzen im Freiland.
Schutzmaßnahmen für Garten und Balkon:
Kübelpflanzen sollten Sie mit Vlies, Jute oder Luftpolsterfolie umwickeln und auf isolierende Unterlagen wie Styropor stellen. Vermeiden Sie direkten Bodenkontakt. Beete können Sie mit Laub, Stroh oder Reisig abdecken – das schützt sowohl Pflanzen als auch Bodenorganismen.
Bei mediterranen Pflanzen wie Oliven oder Zitruspflanzen empfiehlt sich zusätzlich ein geschützter Standort an der Hauswand oder ein Umzug ins frostfreie Winterquartier.
Wie lange hält der strenge Frost an?
Nach der aktuellen Prognose des DWD bleibt es bis zum Wochenende winterlich kalt. Ab Donnerstag strömt zwar mildere Atlantikluft in den Süden und Westen Deutschlands, im Norden und Osten bleibt der strenge Frost jedoch bestehen.
Für Freitag und Samstag sind weitere Schneefälle angekündigt, die vor allem in den Staulagen der Mittelgebirge kräftiger ausfallen können. Die Temperaturen bleiben nachts verbreitet im Minusbereich, in exponierten Lagen weiterhin unter minus 10 Grad.
Wettertrend: Ab Mitte Januar erwarten die Meteorologen eine leichte Milderung. Bis dahin sollten Sie sich auf weitere kalte Nächte einstellen und die Frostschutzmaßnahmen beibehalten.
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet aktuelle Warnungen auf der offiziellen Warnseite des DWD.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Strenger Frost erfordert Vorsicht
Die aktuelle Wetterlage mit strengem Frost in weiten Teilen Deutschlands erfordert besondere Aufmerksamkeit. Mit Temperaturen bis minus 17 Grad Celsius im Alpenvorland und anhaltender Kälte bis zum Wochenende sollten Sie die Empfehlungen des DWD ernst nehmen. Schützen Sie sich selbst, Ihr Zuhause und Ihre Pflanzen vor den Folgen der extremen Kälte. Aktuelle Warnungen finden Sie jederzeit auf der Website des Deutschen Wetterdienstes.
Über den Autor
Die Redaktion von Rathausnachrichten berichtet über aktuelle Wetterereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag. Unsere Artikel werden sorgfältig recherchiert und regelmäßig aktualisiert.






