📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 08.01.2026
⚠️ DWD-Unwetterwarnung Stufe 3: Sturmtief „Elli“ erreicht Deutschland in der Nacht zum Freitag, 9. Januar 2026. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneesturm, Schneeverwehungen, Blitzeis und Sturmböen bis 100 km/h. Es droht „Gefahr für Leib und Leben“.
Unwetterwarnung Schneesturm Elli – am 8. Januar 2026 hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Warnstufe erhöht. Das Sturmtief bringt in der Nacht zum Freitag eine gefährliche Mischung aus Schneesturm, gefrierendem Regen und orkanartigen Böen. Dieser Artikel erklärt, welche Regionen betroffen sind, was Sie jetzt tun sollten und welche Auswirkungen auf Verkehr und Alltag drohen.
Inhaltsverzeichnis
- DWD ruft zweithöchste Warnstufe aus
- Was bringt Sturmtief Elli?
- Welche Regionen sind am stärksten betroffen?
- Auswirkungen auf Verkehr und Alltag
- Was sollten Sie jetzt tun?
- Wie entwickelt sich das Wetter nach dem Sturm?
- Historischer Vergleich: So selten ist Sturmtief Elli
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit: Unwetterwarnung Schneesturm Elli ernst nehmen
DWD ruft zweithöchste Warnstufe aus
Der Deutsche Wetterdienst hat am Donnerstag seine Warnungen verschärft. Für weite Teile Nord- und Ostdeutschlands gilt jetzt Warnstufe 3 von 4 (Unwetterwarnung). In einigen Regionen wurde sogar Warnstufe Rot ausgerufen.
DWD-Meteorologe Adrian Leyser warnt: „Sturmtief ‚Elli‘ übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi.“ Die Kombination aus Schnee, Eis, Wind und gefrierendem Regen könne schnell zu chaotischen Situationen führen.
| Warnstufe | Bedeutung | Betroffene Regionen |
|---|---|---|
| Stufe 4 (Violett) | Extremes Unwetter | Punktuell möglich |
| Stufe 3 (Rot) | Gefahr für Leib und Leben | Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen |
| Stufe 2 (Orange) | Markantes Wetter | Berlin, Brandenburg, Sachsen |
| Stufe 1 (Gelb) | Wetterwarnung | Bundesweit |

Was bringt Sturmtief Elli?
Sturmtief „Elli“ bildet sich als sogenannter Bombenzyklon über dem Atlantik – ein Tief, dessen Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt. Das Tief zieht ab der Nacht zum Freitag über Deutschland hinweg und bringt je nach Region unterschiedliche Gefahren.
Norden und Osten: Schneesturm und Verwehungen
- Neuschnee: 10-20 cm, im Harz bis 38 cm, zwischen Hamburg und Berlin bis 30 cm
- Schneeverwehungen: Durch starken Ostwind bis 50 cm hohe Verwehungen möglich
- Wind: Sturmböen 60-90 km/h, an der Küste bis 100 km/h
- Temperaturen: -7 bis 0°C, nachts bis -14°C
- Sichtweite: Stark eingeschränkt durch Schneetreiben
Süden und Westen: Glatteis und Orkanböen
- Niederschlag: Erst Schnee, dann Regen – Blitzeisgefahr!
- Wind: Sturmböen 70-90 km/h, auf Bergen Orkanböen bis 140 km/h
- Temperaturen: Vorübergehend mild bis +8°C, dann wieder Frost
- Glatteisgefahr: Besonders in Bayern, Thüringen und Sachsen
Meteorologen-Warnung: ZDF-Wetterexperte Özden Terli: „Wer am Freitag nicht unbedingt reisen muss, sollte darauf verzichten. Straßen könnten plötzlich blockiert sein, obwohl sie zuvor frei wirkten.“
Welche Regionen sind am stärksten betroffen?
Der DWD hat für folgende Regionen Unwetterwarnungen ausgesprochen:
| Region | Hauptgefahr | Neuschnee | Warnstufe |
|---|---|---|---|
| Schleswig-Holstein | Schneeverwehungen, Sturm | 10-20 cm | Stufe 3 (Rot) |
| Hamburg | Schneeverwehungen | 15 cm | Stufe 3 (Rot) |
| Niedersachsen | Starker Schneefall | 10-20 cm | Stufe 3 (Rot) |
| Mecklenburg-Vorpommern | Schneesturm | 15-25 cm | Stufe 3 (Rot) |
| Berlin/Brandenburg | Schnee, Verwehungen | 10-20 cm | Stufe 2-3 |
| Sachsen/Thüringen | Glatteis, Schnee | 5-15 cm | Stufe 2 |
| Harz | Extremer Schneefall | bis 38 cm | Stufe 3 |
| Bayern (Südost) | Blitzeis | 5-10 cm | Stufe 2 |
| NRW/Rheinland-Pfalz | Orkanböen | 5 cm | Stufe 2 |

Auswirkungen auf Verkehr und Alltag
Deutsche Bahn: Fernverkehr eingeschränkt
Die Deutsche Bahn hat ab Donnerstagnachmittag (15 Uhr) bis voraussichtlich Samstagnacht den Fernverkehr eingeschränkt. Betroffene Strecken:
- Kopenhagen – Hamburg
- Westerland/Kiel – Hamburg
- Binz/Stralsund/Rostock – Berlin
- Norddeich/Emden – Hannover/Ruhrgebiet
Auf den Schnellfahrstrecken Berlin–Wolfsburg, Hannover–Würzburg und Köln–Rhein/Main gilt Tempo 200 km/h. Die Zugbindung ist aufgehoben – Tickets vom 8.-10. Januar können flexibel genutzt werden.
Schulausfälle bundesweit
In mehreren Bundesländern bleiben am Freitag die Schulen geschlossen:
- Niedersachsen: Alle Schulen geschlossen – vollständige Übersicht Niedersachsen
- Hamburg: Alle Schulen geschlossen
- Bremen: Alle Schulen geschlossen
- Schleswig-Holstein: Viele Landkreise betroffen
- Sachsen: Schulen entscheiden eigenständig
Weitere Auswirkungen
- Flughäfen: BER warnt vor erheblichen Verspätungen und Flugstreichungen
- Fähren: Kein Verkehr zu den Ostfriesischen Inseln (Langeoog, Wangerooge, Spiekeroog, Juist, Norderney)
- VW Emden: Produktion ruht am Freitag
- Müllabfuhr: Einschränkungen in Niedersachsen und Hamburg
- Winterdienst Hildesheim: Eingeschränkt wegen Streusalz-Lieferengpässen
Was sollten Sie jetzt tun?
Der DWD und Meteorologen geben klare Handlungsempfehlungen:
✅ Checkliste für Donnerstagabend:
- Lebensmittel für das Wochenende einkaufen
- Auto volltanken, Frostschutzmittel prüfen
- Handy und Powerbank aufladen
- Taschenlampe und Kerzen bereithalten
- Reisen verschieben, wenn möglich
- Freitagmorgen: Aktuelle Warnungen prüfen
Nicht nach draußen: Der DWD warnt vor dem Betreten von Wäldern und Parks wegen Schneebruchgefahr. Eisflächen nicht betreten.
Wie entwickelt sich das Wetter nach dem Sturm?
Am Samstag verlagert sich das Sturmtief südostwärts und schwächt sich ab. Auf der Rückseite strömt jedoch erneut eisige Polarluft nach Deutschland:
- Samstag: Weiterer Schnee in der Mitte, Dauerfrost im Norden
- Sonntag: Wetterberuhigung, aber strenger Frost bis -14°C
- Nacht zum Montag: Regional bis -19°C möglich
- Montag: Möglicherweise nächstes Tief mit Schnee/Eisregen
NDR-Meteorologe Frank Böttcher hält in klaren Nächten sogar Temperaturen bis -20°C für möglich. Ein Szenario wie bei der legendären Schneekatastrophe 1978/79 erwartet er jedoch nicht.
Historischer Vergleich: So selten ist Sturmtief Elli
Einen vergleichbaren Schneesturm gab es in Deutschland zuletzt 2010. Klimatologe Andreas Walter vom DWD erklärt: Die Zahl der Tage mit Schneedecke hat bundesweit um rund 35 Tage abgenommen im Vergleich zur Periode 1961-1990.
YouTube-Meteorologe Kai Zorn beobachtet: „Das sind Karten, wie wir sie seit vielen Jahren nicht gesehen haben.“ Trotz Klimawandel seien extreme Einzelereignisse wie Sturmtief Elli weiterhin möglich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Unwetterwarnung Schneesturm Elli ernst nehmen
Die Unwetterwarnung des DWD vor Schneesturm Elli ist ernst zu nehmen. Am Freitag, 9. Januar 2026, drohen in weiten Teilen Deutschlands gefährliche Wetterbedingungen: Schneeverwehungen im Norden, Blitzeis im Süden, Orkanböen auf den Bergen. Schulen in mehreren Bundesländern bleiben geschlossen, die Bahn schränkt den Fernverkehr ein. Wer nicht unbedingt reisen muss, sollte zu Hause bleiben. Prüfen Sie regelmäßig die aktuellen DWD-Warnungen und informieren Sie sich über die Lage in Ihrer Region.
Über den Autor
Die Redaktion von Rathausnachrichten berichtet über aktuelle Wetter- und Unwetterereignisse. Unsere Artikel werden sorgfältig recherchiert und bei neuen Entwicklungen aktualisiert.






