📖 Lesezeit: 6 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 12.01.2026
Glatteis-Welle Januar 2026: Nach Sturmtief „Elli“ bringt Tief „Gunda“ gefährliches Glatteis nach Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Teile des Landes Unwetterwarnung Stufe 3 (Rot) herausgegeben. Schulen in NRW, Niedersachsen, Bremen und weiteren Bundesländern bleiben geschlossen. Bundesverkehrsminister Schnieder warnt: „Die Gefahr ist noch nicht vorbei.“
Deutschland erlebt eine historische Glatteis-Welle: Nach dem Schneechaos durch Sturmtief „Elli“ am Wochenende sorgt nun Tief „Gunda“ für gefrierenden Regen und spiegelglatte Straßen. Die Kombination aus Tauwetter und gefrorenen Böden führt zu extremer Glätte – besonders gefährlich im Berufsverkehr.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für die gesamte Westhälfte Deutschlands eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 (Rot) herausgegeben. Im Osten gilt Warnstufe 2. Die Behörden appellieren: Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause!
Aktuelle Wetterlage: So entsteht das Glatteis
Die gefährliche Glatteis-Situation entsteht durch ein meteorologisches Zusammenspiel: Eine Warmfront erreicht Deutschland von Westen, während die Böden durch den vorherigen Frost noch tiefgefroren sind. Der Niederschlag beginnt zunächst als Schnee, geht dann in Regen über – und dieser gefriert beim Aufprall auf den kalten Boden sofort zu einer Eisschicht.
Besonders kritisch: Das sogenannte „Blitzeis“ kann innerhalb von Minuten Straßen, Gehwege und Treppen in Rutschbahnen verwandeln. Die Winterdienste sind im Dauereinsatz, können aber gegen gefrierenden Regen kaum ankommen.

| Region | Warnstufe | Zeitraum |
|---|---|---|
| NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland | ⚠️ Stufe 3 (Rot) | Mo 0–10 Uhr |
| Hessen, Baden-Württemberg West | ⚠️ Stufe 3 (Rot) | Mo 0–10 Uhr |
| Niedersachsen, Bremen | ⚠️ Stufe 3 (Rot) | Mo 0–10 Uhr |
| Ostwestfalen | ⚠️ Stufe 3 (Rot) | Mo 0–13 Uhr |
| Bayern (Unterfranken) | ⚠️ Stufe 3 (Rot) | Mo bis Di |
| Ostdeutschland | ⚠️ Stufe 2 (Orange) | Mo–Di |
Schulausfall in mehreren Bundesländern
Wegen der extremen Glatteisgefahr haben mehrere Bundesländer flächendeckend den Präsenzunterricht abgesagt. Eine vollständige Übersicht zum Schulausfall finden Eltern in unserem separaten Artikel.
Diese Bundesländer sind betroffen:
- Nordrhein-Westfalen: Landesweiter Distanzunterricht, Notbetreuung verfügbar
- Niedersachsen: Nahezu alle Landkreise betroffen (Ausnahme: Ostfriesische Inseln)
- Bremen: Kein Präsenzunterricht
- Saarland: Schulen geschlossen
- Bayern: Aschaffenburg, Miltenberg und weitere Landkreise
- Hessen: Wetteraukreis, Rheingau-Taunus-Kreis und weitere
NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) betont: „Es ist kein schulfrei – die Schülerinnen und Schüler müssen schon arbeiten.“ Der Distanzunterricht ist verpflichtend.
Verkehrschaos auf Straßen und Schienen
Die Glatteis-Welle hat massive Auswirkungen auf den Verkehr. Auf zahlreichen Autobahnen in NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen geht es nur im Schritttempo voran. Die Polizei meldet dutzende Unfälle – bisher glücklicherweise meist Blechschäden.
Verkehrslage aktuell:
- Autobahnen im Sauerland und Bergischen Land: Stockender Verkehr
- A1, A2, A3: Massive Behinderungen
- Bahnverkehr: Nach Sturmtief „Elli“ langsam wieder angelaufen, aber weiter Einschränkungen
- ÖPNV: Regional eingeschränkt, Busse fahren teilweise nicht
- Flugverkehr: Weitgehend normalisiert
Laut ADAC sollten Autofahrer nicht notwendige Fahrten vermeiden. Wer fahren muss: Geschwindigkeit drastisch reduzieren, Abstand vergrößern und ruckartige Lenkbewegungen vermeiden.
Bundesverkehrsminister warnt: „Gefahr noch nicht vorbei“
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnt zur Vorsicht. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung sagte er: „Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei. Auch in den kommenden Tagen kann es weiter zu gefährlicher Glätte kommen.“
Der Minister verweist auf den Wetterumschwung: Tauwetter und Regen treffen auf gefrorene Böden – eine Kombination, die noch bis Mitte der Woche für Glatteis sorgen kann.
Wetterprognose: So geht es weiter
Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes entspannt sich die Lage im Westen ab Montagmittag durch steigende Temperaturen. Im Osten bleibt es jedoch kritisch:
| Tag | Prognose |
|---|---|
| Montag, 12.01. | Glatteis im Westen (bis Mittag), dann Verlagerung nach Osten |
| Dienstag, 13.01. | Glatteis von Vorpommern bis Erzgebirge, teils Unwetter |
| Mittwoch, 14.01. | Im Nordosten anfangs noch Glatteis möglich |
| Ab Donnerstag | Keine markanten Wettergefahren erwartet |
Die Temperaturen zeigen große Unterschiede: Während am Rhein bereits 6 bis 9 Grad erreicht werden, herrscht im Osten Dauerfrost mit Werten zwischen minus 3 und 0 Grad. Im Erzgebirge wurden in der Nacht örtlich bis zu minus 20 Grad gemessen.

⚠️ Verhaltenstipps bei Glatteis
- Nicht notwendige Fahrten und Wege vermeiden
- Geschwindigkeit drastisch reduzieren
- Großen Sicherheitsabstand halten
- Keine ruckartigen Lenk- oder Bremsmanöver
- Fußgänger: Kleine Schritte, Hände aus den Taschen
- Ältere Menschen: Besonders vorsichtig sein oder zu Hause bleiben
- Warn-Apps nutzen: NINA, KATWARN oder DWD WarnWetter
Häufige Fragen zur Glatteis-Welle (FAQ)
Fazit: Vorsicht bleibt geboten
Die Glatteis-Welle im Januar 2026 zeigt, wie schnell Winterwetter zur Gefahr werden kann. Die Kombination aus Sturmtief „Elli“ und dem nachfolgenden Tauwetter durch Tief „Gunda“ hat weite Teile Deutschlands in eine gefährliche Eislandschaft verwandelt.
Die wichtigste Empfehlung der Behörden: Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause, verschieben Sie nicht notwendige Termine und informieren Sie sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage. Die Warn-Apps NINA, KATWARN und DWD WarnWetter halten Sie auf dem Laufenden.
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert, sobald neue Informationen zur Wetterlage vorliegen.
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Redaktion Rathausnachrichten
Unsere Redaktion berichtet aktuell über Wetterwarnungen und deren Auswirkungen auf den Alltag. Bei extremen Wetterlagen informieren wir zeitnah über Schulausfälle, Verkehrsbehinderungen und Sicherheitshinweise.
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🌨️ Glatteis-Welle Januar 2026 – Was Sie jetzt wissen müssen
⚠️ Unwetterwarnung Stufe 3 (Rot) für Westdeutschland
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📅 Entspannung ab Donnerstag erwartet
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