Der Aufholprozess Europas bei Quanten-Patentanmeldungen ist im Gange. Deutschland und Frankreich haben ihren Anteil an den weltweiten Anmeldungen in diesem Bereich deutlich gesteigert und verringern so den Abstand zu den USA. Quanten Patentanmeldungen steht dabei im Mittelpunkt.

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Kernpunkte
- Deutschland und Frankreich steigern Anteil an Quanten-Patentanmeldungen
- USA weiterhin führend, aber Anteil sinkt
- Asiatische Länder holen ebenfalls auf
- Quantentechnologie umfasst Quantencomputer, Quantenkommunikation und Quantensensorik
Quanten-Patentanmeldungen: Europa holt auf
Laut einer Auswertung des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) ist der Anteil der veröffentlichten Quanten-Patentanmeldungen aus Deutschland und Frankreich im Jahr 2025 auf 23,9 Prozent aller Anmeldungen in diesem Bereich gestiegen. Im Jahr 2021 lag dieser Anteil noch bei 16,7 Prozent. Wie Stern berichtet, hat sich die Zahl der Anmeldungen aus diesen beiden Ländern von 57 im Jahr 2021 auf 195 im Jahr 2025 mehr als verdreifacht. (Lesen Sie auch: Neobroker Zinsen: Scalable Capital bietet 2,5 %…)
Was umfasst die Quantentechnologie?
Die Quantentechnologie umfasst im Wesentlichen drei Bereiche: Hochleistungs-Quantencomputer, die komplexe Probleme lösen können, abhörsichere Quantenkommunikation, die eine sichere Datenübertragung ermöglicht, und extrem präzise Messverfahren der Quantensensorik, die in der Lage sind, kleinste Veränderungen zu erfassen. Quanten sind die kleinsten Einheiten, die physikalische Wechselwirkungen verursachen und deren besondere Eigenschaften für verschiedene Anwendungsfelder genutzt werden können.
Die USA lagen 2025 mit 20,5 Prozent der veröffentlichten Quanten-Patentanmeldungen zwar weiterhin an der Spitze, doch ihr Anteil ist seit 2021 von 32,2 Prozent gesunken. Neben Deutschland und Frankreich haben auch asiatische Länder ihre Entwicklungstätigkeit in der Quantentechnologie verstärkt. (Lesen Sie auch: Marin Ljubicic Fortuna: Düsseldorfs Geheimplan enthüllt)
Patentanmeldungen werden erst nach einer gewissen Zeit veröffentlicht. Die Zahlen geben daher nicht den allerneuesten Stand der Entwicklung wieder.
Die weltweite Entwicklung der Quanten-Patentanmeldungen
Die Gesamtzahl der veröffentlichten Patentanmeldungen ist seit 2021 von 341 auf 815 gestiegen. Die Top-fünf-Länder im Jahr 2025 waren die USA, Deutschland, Südkorea, Japan und Frankreich. Mehrere Länder forcieren Forschung und Entwicklung in diesem Bereich, was zu einem globalen Wettlauf um die Vorherrschaft in der Quantentechnologie führt. (Lesen Sie auch: Oscar Winners 2026: -Verleihung 2026: „One Battle…)
Wie funktioniert die Quantentechnologie in der Praxis?
Quantencomputer nutzen die Prinzipien der Quantenmechanik, um Berechnungen durchzuführen, die für klassische Computer unmöglich sind. Quantenkommunikation ermöglicht eine sichere Datenübertragung durch die Nutzung von Quantenverschlüsselung. Quantensensoren können kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung messen und werden beispielsweise in der Medizintechnik oder in der Materialforschung eingesetzt. Ein Beispiel für Quantensensorik ist die Entwicklung von hochempfindlichen Magnetfeldsensoren, die in der Lage sind, Gehirnaktivitäten präzise zu messen.
DPMA-Präsidentin Eva Schewior betonte die Chancen für Deutschland: „Mit seinen exzellenten Forschungseinrichtungen, starken Industrieunternehmen und innovativen Start-ups hat Deutschland enormes Potenzial, entscheidende Innovationen in der Quantentechnologie mitzuprägen.“ Das DPMA wertet für seine Analyse Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland sowohl beim Deutschen als auch beim Europäischen Patentamt aus. (Lesen Sie auch: Datenschutzbeauftragter: Das sagt ein Datenschützer zu Social-Media-Alterskontrollen)

Vorteile und Nachteile
Die Quantentechnologie bietet enormes Potenzial für verschiedene Anwendungsbereiche, birgt aber auch Herausforderungen. Zu den Vorteilen gehören die Möglichkeit zur Lösung komplexer Probleme, die sichere Datenübertragung und die präzise Messung kleinster Veränderungen. Zu den Nachteilen zählen die hohen Entwicklungskosten, die Komplexität der Technologie und die Notwendigkeit, Fachkräfte auszubilden.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA oder China hat Europa in der Vergangenheit einen Rückstand in der Quantentechnologie gehabt. Durch die verstärkten Anstrengungen in Deutschland und Frankreich konnte dieser Rückstand jedoch verringert werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklung in den kommenden Jahren gestalten wird und welche Länder die Vorreiterrolle in diesem wichtigen Technologiefeld übernehmen werden.










