Update zur Grippewelle – Stand 24.02.2026
Neueste Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) aus der 7. Kalenderwoche bestätigen, dass der Höhepunkt der Grippewelle 2026 überschritten zu sein scheint. Die Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen (ARE) ist auf ca. 8.200 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken, was etwa 6,9 Millionen Erkrankungen entspricht. Obwohl dies einen leichten Rückgang bedeutet, bleibt die Aktivität auf einem für die Jahreszeit hohen Niveau.
Influenza-Viren sind weiterhin der Haupttreiber des Geschehens und wurden in 38 % der untersuchten Proben nachgewiesen, wobei A(H3N2) dominiert. Die Zahl der im Labor bestätigten Grippefälle ist seit Saisonbeginn auf über 220.000 gestiegen, und es wurden über 1.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza gemeldet, wovon 96 % Personen über 60 Jahre betrafen. Trotz des rückläufigen Trends ist Vorsicht geboten, da die Grippewelle andauert.
📖 Lesezeit: 8 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2026, 07:11 Uhr
Die Grippewelle 2026 aktuell zeigt sich in Deutschland mit einer hohen, aber inzwischen leicht rückläufigen Aktivität. Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat die Welle ihren Höhepunkt überschritten, dennoch bleibt die Zahl der Atemwegserkrankungen hoch. Hauptverursacher ist weiterhin das Influenza-Virus A(H3N2). Dieser Artikel fasst alle wichtigen Informationen zu Symptomen, Behandlung und Schutzmaßnahmen zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Aktuelle Lage: Wie stark ist die Grippewelle 2026 aktuell?
- Welche Influenza-Viren zirkulieren aktuell?
- Grippe-Symptome: Wie erkenne ich eine Influenza?
- Wann sollte ich bei Grippe zum Arzt?
- Grippe-Behandlung: Was hilft wirklich?
- Grippeimpfung 2025/26: Wer sollte sich impfen lassen?
- Vorbeugung: So schützen Sie sich vor der Grippe
- Häufige Fragen zur Grippewelle 2026
- Fazit: Grippewelle 2026 ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen
Volle Wartezimmer, ein hoher Krankenstand in Unternehmen und Husten in der Familie: Die Grippewelle 2026 aktuell ist weiterhin spürbar. Doch wie unterscheidet sich die echte Grippe (Influenza) von einer simplen Erkältung? Welche Symptome sind typisch und wann ist ein Arztbesuch ratsam? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die derzeitige Lage und gibt Ihnen praktische Tipps zur Vorbeugung und Behandlung an die Hand.
Aktuelle Lage: Wie stark ist die Grippewelle 2026 aktuell?
Laut dem aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut hat die Grippewelle ihren Höhepunkt überschritten, die Aktivität bleibt jedoch hoch. Folgendes Bild ergibt sich für die 7. Kalenderwoche 2026 (Datenstand 18.02.2026):
| Kennzahl | Wert (KW 7/2026) | Trend |
|---|---|---|
| Akute Atemwegserkrankungen (ARE) | ca. 6,9 Millionen pro Woche | ↓ leicht gesunken |
| ARE-Inzidenz | 8.200 pro 100.000 Einwohner | ↓ rückläufig seit KW 5 |
| Influenza-Anteil (Sentinel) | 38 % der Proben | ↓ rückläufig |
| COVID-19-Anteil (Sentinel) | ca. 1 % der Proben | ↔ niedrig stabil |
| Hospitalisierungen (SARI) mit Influenza | 36 % | ↓ rückläufig |
⚠️ Besonderheit dieser Saison:
Obwohl die Grippewelle 2026 aktuell ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheint, hält sie weiter an. Sie begann bereits in der 48. KW 2025, also deutlich früher als in vielen Vorjahren. Haupttreiber ist die neue Variante A(H3N2) der Subklade K. Die Werte für Arztbesuche und Hospitalisierungen bewegen sich laut RKI aber unter dem Niveau der Vorsaison.

Welche Influenza-Viren zirkulieren aktuell?
Bei den nachgewiesenen Influenzaviren in der Saison 2025/26 zeigt sich eine klare Dominanz eines bestimmten Typs. Die Verteilung stellt sich wie folgt dar:
| Virustyp | Anteil (Sentinel KW 7/2026) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Influenza A(H3N2) | ca. 80% | Neue Subklade K – Haupttreiber der Welle |
| Influenza A(H1N1)pdm09 | ca. 20% | Schweinegrippe-Stamm von 2009 |
| Influenza B | < 1% | Victoria-Linie (Yamagata seit 2020 nicht mehr nachgewiesen) |
Grippe-Symptome: Wie erkenne ich eine Influenza?
Die echte Grippe, also die Influenza, unterscheidet sich maßgeblich von einer normalen Erkältung. Während eine Erkältung sich meist anschleicht, beginnt eine Grippe oft schlagartig. Typische Merkmale sind:
| Merkmal | Echte Grippe (Influenza) | Erkältung (grippaler Infekt) |
|---|---|---|
| Beginn | Plötzlich, schlagartig | Schleichend über Tage |
| Fieber | Hoch (39–41 °C) | Leicht bis mäßig (bis 38,5 °C) |
| Kopfschmerzen | Stark, häufig | Leicht bis mäßig |
| Gliederschmerzen | Stark ausgeprägt | Leicht oder fehlend |
| Müdigkeit | Extreme Erschöpfung | Leichte Abgeschlagenheit |
| Husten | Trocken, schmerzhaft | Produktiv mit Auswurf |
| Schnupfen | Selten, gering | Häufig, ausgeprägt |
| Dauer | 1–2 Wochen (bis 3 Wochen) | 7–10 Tage |
Wann sollte ich bei Grippe zum Arzt?
Bei einem milden Verlauf der Grippe können Sie sich in der Regel zu Hause auskurieren. In bestimmten Fällen ist ein Arztbesuch jedoch dringend empfohlen, um Komplikationen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
🚨 Sofort zum Arzt bei:
- Fieber über 39 °C, das länger als 3 Tage anhält
- Atemnot oder Kurzatmigkeit
- Schmerzen oder Engegefühl in der Brust
- Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen
- Anhaltendes Erbrechen
- Symptome, die sich nach einer Woche nicht bessern
- Symptome, die sich zunächst bessern, dann aber wieder verschlechtern
Außerdem sollten Risikogruppen bei einem Grippeverdacht grundsätzlich ärztlichen Rat einholen. Hierzu zählen insbesondere:
- Säuglinge und Kleinkinder
- Personen ab 60 Jahren
- Schwangere
- Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Herz, Lunge, Diabetes, Immunschwäche)
- Bewohner von Pflegeeinrichtungen

Grippe-Behandlung: Was hilft wirklich?
Da die Grippe von Viren ausgelöst wird, sind Antibiotika wirkungslos. Die Behandlung konzentriert sich daher primär auf die Linderung der Symptome und die Unterstützung des Körpers bei der Genesung.
Allgemeine Maßnahmen
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Bettruhe | Gibt dem Körper Energie zur Virusbekämpfung |
| Viel trinken | Gleicht Flüssigkeitsverlust durch Fieber aus, hält Schleimhäute feucht |
| Leichte Kost | Schont den Körper; Hühnersuppe wirkt entzündungshemmend |
| Regelmäßig lüften | Reduziert die Viruslast in der Raumluft |
Medikamente gegen Grippe-Symptome
- Paracetamol: Wirkt fiebersenkend und schmerzlindernd, ist auch für Schwangere geeignet.
- Ibuprofen: Senkt Fieber, lindert Schmerzen und wirkt entzündungshemmend.
- Nasenspray: Hilft bei verstopfter Nase, sollte aber nicht länger als 7 Tage verwendet werden.
- Hustenlöser/Hustenstiller: Die Auswahl sollte je nach Art des Hustens (produktiv oder trocken) erfolgen.
⚠️ Achtung: Acetylsalicylsäure (ASS/Aspirin) sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht zum Einsatz kommen, da es das seltene, aber gefährliche Reye-Syndrom auslösen kann.
Antivirale Medikamente
Es gibt antivirale Medikamente (sogenannte Neuraminidase-Hemmer wie Oseltamivir), die die Vermehrung der Viren hemmen können. Diese müssen jedoch meist innerhalb der ersten 48 Stunden nach Symptombeginn eingenommen werden und sind verschreibungspflichtig. Sie werden vor allem für Risikopatienten mit schweren Verläufen in Betracht gezogen.
Grippeimpfung 2025/26: Wer sollte sich impfen lassen?
Die Grippeimpfung ist die wirksamste Maßnahme, um sich vor einer Infektion oder einem schweren Verlauf zu schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung jährlich, vorzugsweise im Oktober oder November. Da die Grippewelle 2026 aktuell aber noch andauert, kann eine Impfung auch jetzt noch sinnvoll sein.
Die STIKO empfiehlt die Impfung insbesondere für folgende Personengruppen:
- Alle Personen ab 60 Jahren
- Schwangere ab dem zweiten Trimenon
- Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens
- Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
- Personen mit erhöhtem beruflichem Risiko (z. B. medizinisches Personal)
Vorbeugung: So schützen Sie sich vor der Grippe
Neben der Impfung gibt es weitere einfache, aber effektive Maßnahmen, um das Ansteckungsrisiko während der Grippesaison zu minimieren. Diese Hygieneregeln helfen dabei, die Übertragung von Viren zu reduzieren.
- Händewaschen: Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und gründlich (mindestens 20 Sekunden) mit Seife.
- Abstand halten: Meiden Sie engen Kontakt zu erkrankten Personen.
- Husten- und Nies-Etikette: Husten oder niesen Sie in die Armbeuge, nicht in die Hände.
- Gesicht nicht berühren: Vermeiden Sie es, mit den Händen Augen, Nase oder Mund zu berühren.
- Regelmäßig lüften: Sorgen Sie für einen regelmäßigen Luftaustausch in geschlossenen Räumen.
Häufige Fragen zur Grippewelle 2026
Wie lange dauert die Grippewelle 2026 noch?
Eine Grippewelle dauert in der Regel mehrere Wochen. Obwohl der Höhepunkt laut RKI überschritten scheint, ist weiterhin mit einer erhöhten Influenza-Aktivität zu rechnen. Eine genaue Enddauer lässt sich nicht vorhersagen, meist flaut die Aktivität im Frühjahr (April/Mai) ab.
Schützt die aktuelle Impfung gegen die neue Virusvariante?
Ja, auch wenn der Schutz vor einer Infektion mit der neuen Subklade A(H3N2)-K möglicherweise etwas geringer ausfällt, schützt die aktuelle Grippeimpfung laut RKI weiterhin gut vor schweren Krankheitsverläufen. Daher bleibt die Impfempfehlung bestehen.
Wie lange ist man mit Grippe ansteckend?
Die Ansteckungsfähigkeit beginnt meist schon einen Tag, bevor die ersten Symptome auftreten. Sie ist in den ersten 3-4 Tagen nach Symptombeginn am höchsten und kann insgesamt etwa eine Woche andauern. Bei Kindern oder immungeschwächten Personen kann die Ansteckungsfähigkeit auch länger bestehen.
Fazit: Grippewelle 2026 ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Grippewelle 2026 aktuell zwar ihren Höhepunkt überschritten hat, aber weiterhin aktiv ist. Ein bewusster Umgang mit Hygienemaßnahmen und die Beachtung von Krankheitssymptomen sind daher nach wie vor wichtig. Für Risikogruppen bleibt die Grippeimpfung der beste Schutz vor einem schweren Verlauf. Wenn Sie sich an die allgemeinen Empfehlungen halten und bei schweren Symptomen ärztliche Hilfe suchen, können Sie gut durch die restliche Saison kommen.






