Auf der Online-Plattform Polymarket sind Glücksspieler offenbar so weit gegangen, einen Journalisten zu bedrohen, nachdem dieser über einen Raketeneinschlag in Israel berichtet hatte. Die Drohungen stehen im Zusammenhang mit Wetten auf den Verlauf des Irankriegs, die auf der Plattform abgeschlossen wurden. Die Stern berichtet über den Vorfall. Polymarket Drohungen steht dabei im Mittelpunkt.

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Journalist wegen Polymarket-Wette bedroht
Emanuel Fabian, Journalist bei der „Times of Israel“, sah sich nach einem kurzen Eintrag in einem Liveticker massiven Anfeindungen ausgesetzt. Am 10. März hatte er berichtet, dass eine iranische Rakete in der Nähe der israelischen Stadt Bet Schemesch eingeschlagen sei, ohne Verletzte oder Todesopfer zu fordern.
Das ist passiert
- Journalist Emanuel Fabian berichtete über Raketeneinschlag in Israel.
- Glücksspieler forderten Korrektur wegen laufender Wetten auf Polymarket.
- Fabian erhielt Morddrohungen, nachdem er die Meldung nicht änderte.
- Polymarket ist eine Online-Plattform für Wetten auf diverse Ereignisse, darunter Kriege.
Wie funktioniert Polymarket?
Polymarket ist eine Online-Plattform, auf der Nutzer auf ein breites Spektrum von Ereignissen wetten können. Dazu gehören Wetterlagen, Wahlergebnisse und sogar Kriegsereignisse. Glücksspieler setzen dort ihr Geld beispielsweise auf die Tötung des iranischen Ayatollahs Ali Chamenei. (Lesen Sie auch: Tote Häftlinge österreich: Interne Berichte Enthüllen Missstände)
Der Ursprung der Drohungen
Nach Fabians Bericht erhielt er E-Mails, in denen er aufgefordert wurde, den Text zu korrigieren. Es sei keine iranische Rakete gewesen, sondern Teile einer israelischen Abfangrakete. Ein Leser verwies auf Angaben der Stadtverwaltung. Fabian recherchierte und kam zu dem Schluss, dass seine ursprüngliche Darstellung korrekt war.
Es liegen derzeit keine Informationen vor, ob die Polizei Ermittlungen aufgenommen hat.
Eskalation der Situation
Nachdem Fabian den Text nicht änderte, wurden die Nachrichten, die er erhielt, aggressiver. Ihm wurde eine Frist gesetzt, um die News zu korrigieren. „Du hast 90 Minuten, um die Lüge zu korrigieren”, hieß es in einer Nachricht, welche die „Washington Post” überprüfte. Die Drohungen gipfelten in Morddrohungen gegen den Journalisten. (Lesen Sie auch: Eisscholle Rettung: Schneemobilfahrer im Lake Huron Gerettet)
Polymarket in der Kritik
Die Plattform Polymarket steht aufgrund solcher Vorfälle zunehmend in der Kritik. Sie ermöglicht es, auf sensible Ereignisse wie Kriege zu wetten. Dies kann zu unethischem Verhalten führen, wie im Fall der Bedrohungen gegen Emanuel Fabian. Solche Vorfälle werfen Fragen nach der Verantwortung von Online-Wettplattformen auf.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Polymarket?
Polymarket ist eine Online-Plattform, die es Nutzern ermöglicht, auf verschiedene Ereignisse zu wetten, darunter politische Ereignisse, Naturkatastrophen und Kriege. Die Plattform verwendet Kryptowährungen für Wetten und Auszahlungen.

Welche Risiken birgt das Wetten auf Kriegsereignisse?
Das Wetten auf Kriegsereignisse kann zu ethischen Problemen führen, insbesondere wenn dadurch versucht wird, Einfluss auf die Ereignisse zu nehmen oder Journalisten zu manipulieren. Zudem kann es zu einer Verrohung der Debatte führen. (Lesen Sie auch: Nach der Dzeko-Sperre – Jetzt muss es…)
Welche rechtlichen Aspekte sind bei Online-Wetten zu beachten?
Die rechtlichen Aspekte von Online-Wetten variieren je nach Land und Gerichtsbarkeit. In vielen Ländern gibt es strenge Regulierungen und Lizenzanforderungen für Online-Wettplattformen, um Betrug und Geldwäsche zu verhindern.
Wie hoch ist der Schaden, der durch illegale Glücksspiele entsteht?
Illegale Glücksspiele können zu erheblichen finanziellen Schäden führen. Schätzungen zufolge werden jährlich etwa 900.000 Dollar durch illegale Glücksspiele generiert.










