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Tarifrunde Länder 2026: TV-L Verhandlungen, Forderungen und aktuelle Warnstreiks

by Rathaus Nachrichten
14. Januar 2026
in Lokales
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Tarifrunde Länder 2026: TV-L Verhandlungen, Forderungen und aktuelle Warnstreiks
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 📖 Lesezeit: 7 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 14.01.2026

Tarifrunde Länder 2026 – Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) gehen in die entscheidende Phase. Am 15. und 16. Januar 2026 findet in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde statt. Die Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als unbezahlbar ab. Bundesweite Warnstreiks erhöhen den Druck.

Tarifrunde Länder 2026: Rund 3,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder blicken gespannt auf die laufenden Tarifverhandlungen. Die erste Verhandlungsrunde Anfang Dezember 2025 endete ergebnislos – die Arbeitgeber legten kein Angebot vor. Nun steigt der Druck: Mit bundesweiten Warnstreiks machen die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und IG BAU deutlich, dass sie eine spürbare Gehaltserhöhung erwarten.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) unter Vorsitz von Hamburgs Finanzsenator Dr. Andreas Dressel bezeichnet die Forderungen als „finanzpolitisch nicht darstellbar“. Doch die Gewerkschaften halten dagegen: Viele Beschäftigte könnten sich ein Leben in den Städten, für die sie arbeiten, kaum noch leisten. Wie bei anderen aktuellen Streiks geht es um Wertschätzung und faire Bezahlung.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wer ist von der Tarifrunde Länder 2026 betroffen?
  2. Das fordern die Gewerkschaften in der TV-L Tarifrunde 2026
  3. Der Zeitplan der TV-L Verhandlungen 2026
  4. Warnstreiks vor der zweiten Verhandlungsrunde
  5. Position der Arbeitgeber: TdL lehnt Forderungen ab
  6. Der Streit um die Hamburg-Zulage
  7. Was bedeutet die Tarifrunde für Beamte?
  8. Vergleich: TVöD vs. TV-L – Unterschiede der Tarifrunden
  9. Wie geht es weiter? Ausblick auf die Verhandlungen
  10. Häufig gestellte Fragen zur Tarifrunde Länder 2026
  11. Fazit: Harte Verhandlungen erwartet

Wer ist von der Tarifrunde Länder 2026 betroffen?

Die TV-L Tarifrunde betrifft Beschäftigte in allen Bundesländern außer Hessen, das einen eigenen Tarifvertrag aushandelt. Die Verhandlungen haben weitreichende Auswirkungen:

Betroffene GruppeAnzahl
Tarifbeschäftigte der Länderca. 1,2 Millionen
Beamtinnen und Beamteca. 1,3 Millionen
Versorgungsempfängerca. 1 Million
Gesamtca. 3,5 Millionen
Wer ist von der Tarifrunde Länder 2026 betroffen?

Zu den direkt betroffenen Bereichen gehören Schulen, Hochschulen, Universitätskliniken, Landesverwaltungen, Polizei, Feuerwehr, Justiz, Justizvollzug, Jobcenter und viele weitere öffentliche Einrichtungen.

💡 Gut zu wissen: Obwohl Beamte nicht direkt vom TV-L betroffen sind, wird das Tarifergebnis in der Regel auf die Beamtenbesoldung übertragen. Ver.di fordert eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung.

Das fordern die Gewerkschaften in der TV-L Tarifrunde 2026

Die Gewerkschaften ver.di, dbb, GEW, GdP und IG BAU haben ihre Forderungen am 17. November 2025 gemeinsam veröffentlicht. Im Fokus steht eine deutliche Einkommensverbesserung, um Kaufkraftverluste durch die Inflation auszugleichen:

ForderungDetails
Gehaltserhöhung7 Prozent, mindestens 300 Euro monatlich
Nachwuchskräfte200 Euro mehr pro Monat
AuszubildendeUnbefristete Übernahme nach Ausbildung
ZeitzuschlägeErhöhung um 20 Prozentpunkte
Studentische BeschäftigteMindeststundenentgelt (17-19 Euro)
Laufzeit12 Monate

Laut ver.di ist der Mindestbetrag von 300 Euro besonders wichtig, um die unteren Entgeltgruppen zu stärken. Eine reine prozentuale Erhöhung würde bei niedrigen Gehältern weniger als 300 Euro ergeben.

Der Zeitplan der TV-L Verhandlungen 2026

Die Tarifverhandlungen finden in drei Runden statt. Die erste Runde blieb ohne Annäherung – die Arbeitgeber kamen ohne Angebot:

TerminOrtStatus
3. Dezember 2025BerlinErgebnislos – kein Angebot
15./16. Januar 2026Potsdam2. Runde – aktuell
11.-13. Februar 2026Potsdam3. Runde – geplant

⚠️ Wichtig: Im TV-L-Bereich gibt es keine Schlichtungsvereinbarung. Scheitern die Verhandlungen im Februar, droht ein unbefristeter Arbeitskampf.

Warnstreiks vor der zweiten Verhandlungsrunde

Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, rufen die Gewerkschaften bundesweit zu Warnstreiks auf. Am 14. Januar 2026 – einen Tag vor der zweiten Verhandlungsrunde – legten Beschäftigte in sieben Bundesländern die Arbeit nieder:

  • Hamburg: Bezirksämter, Schulen, Feuerwehr, Jobcenter
  • Berlin: Schulen, Hochschulen, Polizei, Feuerwehr, Kitas
  • Nordrhein-Westfalen: Universitäten, Hochschulen, Landesverwaltung
  • Niedersachsen: Landesbehörden, Hochschulen
  • Schleswig-Holstein: Öffentliche Verwaltung
  • Rheinland-Pfalz: Universitäten, Studierendenwerke
  • Bremen: Landesverwaltung

Laut DGB sind auch Unikliniken, Justizvollzugsanstalten und Kultureinrichtungen betroffen. Die Notfallversorgung ist jedoch abgesichert.

Warnstreiks vor der zweiten Verhandlungsrunde

Position der Arbeitgeber: TdL lehnt Forderungen ab

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) unter Vorsitz von Dr. Andreas Dressel (Hamburg) bezeichnet die Gewerkschaftsforderungen als „astronomisch“ und finanzpolitisch nicht darstellbar. Die Argumente der Arbeitgeberseite:

  • Das Forderungsvolumen von 12,6 Milliarden Euro übersteigt die erwarteten Steuermehreinnahmen von 8,3 Milliarden Euro
  • Die Länder müssen handlungsfähig bleiben
  • Steigende Anforderungen an die Beamtenbesoldung belasten die Haushalte zusätzlich

Ver.di-Chef Frank Werneke kritisiert diese Haltung scharf: Die Länder hätten in diesem Jahr Einnahmesteigerungen von fünf Prozent verzeichnet. Es sei „nicht nachvollziehbar“, dass kein Spielraum für Gehaltserhöhungen bestehe.

Der Streit um die Hamburg-Zulage

Für zusätzlichen Zündstoff sorgt der Konflikt um die sogenannte Hamburg-Zulage. 2023 hatten sich Gewerkschaften und TdL darauf geeinigt, ab 2025 über eine Zulage für bürgernahe Dienste in Hamburg und Bremen zu verhandeln. Ende Oktober 2025 wurde ein Kompromiss erzielt, dem die ver.di-Tarifkommission zustimmte.

Doch die TdL lehnte den Kompromiss überraschend ab. Statt 10.000 Beschäftigten sollten nur noch 4.000 profitieren. Ver.di bezeichnet das als „skandalösen Vorgang“, der das Vertrauen in die Sozialpartnerschaft zerstöre.

Was bedeutet die Tarifrunde für Beamte?

Beamtinnen und Beamte sind formal nicht Teil der Tarifverhandlungen – sie dürfen auch nicht streiken. Dennoch hat das Ergebnis erhebliche Auswirkungen auf sie:

AspektBedeutung für Beamte
BesoldungsanpassungTarifergebnis wird in der Regel übertragen
ZeitpunktLandesgesetz nach Tarifabschluss erforderlich
VersorgungsempfängerProfitieren ebenfalls von Besoldungserhöhung

Die Gewerkschaften fordern eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich. In der Praxis dauert es jedoch oft Monate, bis die Landesgesetzgeber die entsprechenden Besoldungsgesetze anpassen.

Vergleich: TVöD vs. TV-L – Unterschiede der Tarifrunden

Die TV-L Tarifrunde ist nicht mit der TVöD-Tarifrunde für Bund und Kommunen zu verwechseln. Im April 2025 wurde für den TVöD bereits ein Abschluss erzielt:

MerkmalTVöD (Bund/Kommunen)TV-L (Länder)
Beschäftigteca. 2,5 Millionenca. 1,2 Millionen
Abschluss 2025+3% (April 2025), +2,8% (Mai 2026)Verhandlungen laufen
SchlichtungJa, SchlichtungsvereinbarungNein – unbefristeter Streik möglich
ArbeitgeberBund, Kommunen (VKA)TdL (15 Länder ohne Hessen)

Wie geht es weiter? Ausblick auf die Verhandlungen

Die zweite Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam gilt als entscheidend. Die Gewerkschaften erwarten, dass die Arbeitgeber erstmals ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Sollte dies nicht geschehen, dürften die Warnstreiks weiter ausgeweitet werden.

Die dritte und möglicherweise abschließende Runde ist für den 11. bis 13. Februar 2026 terminiert. Ohne Einigung droht anschließend ein unbefristeter Arbeitskampf – mit erheblichen Auswirkungen auf Schulen, Universitäten, Krankenhäuser und öffentliche Verwaltungen.

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Häufig gestellte Fragen zur Tarifrunde Länder 2026

Was ist der TV-L?

Der TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder) regelt die Arbeitsbedingungen und Gehälter der Tarifbeschäftigten bei den Bundesländern. Er gilt für alle Länder außer Hessen, das einen eigenen Tarifvertrag hat.

Wie viel mehr Gehalt fordern die Gewerkschaften?

Die Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Für Nachwuchskräfte werden 200 Euro mehr gefordert. Die Zeitzuschläge sollen um 20 Prozentpunkte steigen.

Wann finden die Tarifverhandlungen statt?

Die Verhandlungen finden in drei Runden statt: Die erste Runde war am 3. Dezember 2025 (ergebnislos), die zweite am 15./16. Januar 2026 in Potsdam, die dritte vom 11.-13. Februar 2026 ebenfalls in Potsdam.

Sind Beamte von der Tarifrunde betroffen?

Beamte sind nicht direkt Teil der Tarifverhandlungen. Das Ergebnis wird jedoch in der Regel auf die Beamtenbesoldung übertragen. Die Gewerkschaften fordern eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung. Etwa 1,3 Millionen Beamte und 1 Million Versorgungsempfänger sind indirekt betroffen.

Was passiert, wenn keine Einigung erzielt wird?

Im TV-L-Bereich gibt es keine Schlichtungsvereinbarung. Scheitern die Verhandlungen, droht ein unbefristeter Arbeitskampf mit Streiks in Schulen, Hochschulen, Krankenhäusern und Verwaltungen.

Welche Bereiche sind von den Warnstreiks betroffen?

Von den aktuellen Warnstreiks betroffen sind unter anderem Schulen, Hochschulen, Universitätskliniken, Bezirksämter, Polizeidienststellen, Feuerwehren, Jobcenter, Landesbehörden und Kultureinrichtungen. Die Notfallversorgung ist gesichert.

Fazit: Harte Verhandlungen erwartet

Die Tarifrunde Länder 2026 steht vor schwierigen Wochen. Die Fronten zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder sind verhärtet. Während ver.di, GEW, GdP und IG BAU auf 7 Prozent mehr Gehalt pochen, lehnt die TdL die Forderungen als unbezahlbar ab. Die bundesweiten Warnstreiks zeigen: Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind bereit, für bessere Bezahlung zu kämpfen. Am 15. und 16. Januar 2026 wird sich in Potsdam zeigen, ob die Arbeitgeber ein Angebot vorlegen – oder ob der Konflikt eskaliert.

Über den Autor

Redaktion Rathausnachrichten | Tarifpolitik & Öffentlicher Dienst

Unsere Redaktion berichtet über Tarifverhandlungen, Gehaltsentwicklungen und Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst. Wir begleiten die Tarifrunde der Länder aktuell und informieren über alle wichtigen Entwicklungen.


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📊 Tarifrunde Länder 2026: 7% mehr Gehalt fordern die Gewerkschaften – die TdL lehnt ab. Morgen startet die 2. Verhandlungsrunde in Potsdam. 3,5 Mio. Beschäftigte sind betroffen. #TVL #Tarifrunde #ÖffentlicherDienst

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Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder gehen in die heiße Phase. Ver.di fordert 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro. Die Arbeitgeber blocken bisher ab. Am 15./16. Januar wird in Potsdam weiter verhandelt. Alle Infos zur Tarifrunde 👉

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Tarifrunde TV-L 2026: Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder gehen in die zweite Runde. Bundesweite Warnstreiks begleiten die Gespräche. Ohne Einigung droht im Februar ein unbefristeter Arbeitskampf. #Tarifpolitik #ÖffentlicherDienst #HR

Tags: Andreas DresselFrank WernekeGehaltserhöhung öffentlicher DienstTarifrunde LänderTarifverhandlungen öffentlicher DienstTdL VerhandlungenTV-L 2026TV-L Entgelttabellever.di TarifrundeWarnstreik Länder
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