«Am schlimmsten war das Verstecken», sagt Nina Langensand, Künstlerin und Schauspielerin, wenn sie an ihre Kindheit zurückdenkt. Was bedeutet es, wenn kinder suchtkranker eltern aufwachsen? Es bedeutet oft, in einer Welt der Unsicherheit und des Versteckens zu leben, in der die Sucht der Eltern das Familienleben überschattet. Es bedeutet auch, früh Verantwortung zu übernehmen und mit Ängsten und Sorgen konfrontiert zu sein, die Kinder normalerweise nicht haben.

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Wie wirkt sich die Sucht der Eltern auf Kinder aus?
Die Auswirkungen können vielfältig sein. Kinder übernehmen oft Rollen, die nicht altersgemäß sind, wie zum Beispiel die des Beschützers oder Vermittlers. Sie erleben emotionale Vernachlässigung, fühlen sich schuldig oder schämen sich für die Situation zu Hause. Dies kann zu Problemen im späteren Leben führen, wie beispielsweise Schwierigkeiten in Beziehungen oder ein geringes Selbstwertgefühl. Wie SRF berichtet, ist es wichtig, dass diese Kinder Unterstützung und Verständnis erhalten.
Auf einen Blick
- Emotionale Vernachlässigung ist häufig
- Kinder übernehmen oft unangemessene Rollen
- Scham und Schuldgefühle sind verbreitet
- Unterstützung ist entscheidend für die Entwicklung
Die Last des Versteckens
Nina Langensand erinnert sich besonders an das Verstecken. Das Verstecken der Wahrheit vor Freunden, Lehrern und anderen Familienmitgliedern. Die Angst, dass jemand herausfindet, dass zu Hause etwas nicht stimmt, ist allgegenwärtig. Dieses Verstecken erzeugt eine zusätzliche Belastung und kann dazu führen, dass sich Kinder isoliert und allein fühlen. (Lesen Sie auch: Umstrittene Iv Gutachten: Politik fordert Neubeurteilung!)
Welche Unterstützung gibt es für Kinder suchtkranker Eltern?
Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die kinder suchtkranker eltern und ihren Familien helfen können. Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und therapeutische Angebote sind wichtige Ressourcen. Diese Angebote bieten einen sicheren Raum, um über die eigenen Erfahrungen zu sprechen, Unterstützung zu finden und Strategien zu entwickeln, um mit der Situation umzugehen. Die Blaues Kreuz bietet beispielsweise vielfältige Hilfsangebote für Suchtkranke und ihre Angehörigen.
Suchen Sie frühzeitig professionelle Hilfe. Je früher die Sucht erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen für die gesamte Familie.
Wie können Angehörige helfen?
Angehörige, Freunde und Lehrer können eine wichtige Rolle spielen, indem sie aufmerksam sind und Anzeichen erkennen. Ein offenes Ohr, Verständnis und die Bereitschaft, zuzuhören, sind entscheidend. Es ist wichtig, den Kindern zu signalisieren, dass sie nicht allein sind und dass es in Ordnung ist, Hilfe anzunehmen. Informationen und Unterstützung für Angehörige bietet beispielsweise die Stiftung Sucht Schweiz. (Lesen Sie auch: Gondelabsturz Engelberg: Rettungskräfte im Einsatz vor Ort)
Die Resilienz der Kinder
Trotz der schwierigen Umstände entwickeln viele kinder suchtkranker eltern eine bemerkenswerte Resilienz. Sie lernen, früh Verantwortung zu übernehmen, sind oft sehr empathisch und entwickeln ein starkes Durchhaltevermögen. Diese Stärken können ihnen im späteren Leben helfen, Herausforderungen zu meistern und ein erfülltes Leben zu führen. Es ist jedoch wichtig, dass diese Kinder auch die Möglichkeit haben, ihre eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu erfüllen.
Ursprünglich berichtet von: SRF
Häufig gestellte Fragen
Welche langfristigen Auswirkungen kann die Sucht der Eltern auf Kinder haben?
Langfristig können Kinder unter Angststörungen, Depressionen, einem geringen Selbstwertgefühl und Schwierigkeiten in Beziehungen leiden. Es ist daher wichtig, dass sie frühzeitig professionelle Hilfe und Unterstützung erhalten, um diese Auswirkungen zu minimieren. (Lesen Sie auch: Ethnophaulismen Schweiz: Wie Spottnamen Unsere Gesellschaft Spalten)

Wie können Schulen und Lehrer betroffenen Kindern helfen?
Schulen und Lehrer können eine wichtige Rolle spielen, indem sie aufmerksam sind, Anzeichen erkennen und den Kindern ein offenes Ohr bieten. Sie können auch den Kontakt zu Beratungsstellen und anderen Hilfsangeboten herstellen.
Was sollten Eltern tun, wenn sie vermuten, dass ihr Kind betroffen ist?
Eltern sollten das Gespräch mit ihrem Kind suchen, ihm versichern, dass es nicht allein ist und ihm Unterstützung anbieten. Es ist auch ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Situation besser einschätzen und bewältigen zu können.
Gibt es spezielle Therapieangebote für Kinder suchtkranker Eltern?
Ja, es gibt spezielle Therapieangebote, die auf die Bedürfnisse von Kindern suchtkranker Eltern zugeschnitten sind. Diese Therapien helfen den Kindern, ihre Gefühle zu verarbeiten, Strategien zur Bewältigung der Situation zu entwickeln und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. (Lesen Sie auch: Absturz Gondel Engelberg: Rettungskräfte im Einsatz vor…)
Kinder Suchtkranker Eltern tragen eine grosse Last. Es ist wichtig, dass sie nicht alleine gelassen werden. Indem wir als Gesellschaft hinschauen, zuhören und Unterstützung anbieten, können wir dazu beitragen, dass diese Kinder eine gesunde und positive Zukunft haben. Ein erster Schritt kann sein, sich über Hilfsangebote zu informieren und diese bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. Die Caritas bietet ebenfalls Beratung und Unterstützung für Betroffene an.








