Nach dem Stern über einen Meningitis-Ausbruch in Kent berichtet, gibt es nun auch einen bestätigten Fall in Frankreich. Der Mann war zuvor in Kent gewesen und wird nun in einem französischen Krankenhaus behandelt. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden Kontaktpersonen vorsorglich mit Antibiotika versorgt.

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| Event | Meningitis-Ausbruch |
| Ort | Kent, England und Frankreich |
| Datum | März 2024 |
| Schlüsselmomente | Todesfälle in Kent, Fall in Frankreich |
Meningitis-Ausbruch in Kent: Was ist passiert?
In der südenglischen Grafschaft Kent hat es eine Häufung von Meningokokken-B-Infektionen gegeben. Bis Mitte März wurden sechs bestätigte Fälle gemeldet, hinzu kommen Verdachtsfälle. Zwei junge Menschen, darunter eine 18-jährige Schülerin und ein Student der University of Kent, sind in Canterbury an den Folgen der Krankheit gestorben. Die britische Gesundheitsbehörde UKHSA hat ein gezieltes Impfprogramm gestartet, um weitere Infektionen zu verhindern. (Lesen Sie auch: Gefährliche Bakterien: Meningitis-Ausbruch in Kent – Hunderte…)
Auf einen Blick
- Meningitis-Ausbruch in Kent, England
- Zwei Todesfälle in Canterbury
- Ein bestätigter Fall in Frankreich
- Impfprogramm für Risikogruppen läuft
Wie erfolgt die Übertragung von Meningokokken B?
Meningokokken B sind Bakterien, die Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis) auslösen können. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen oder Küssen. Die ersten Symptome ähneln oft einer Grippe: Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit. In schweren Fällen kann es zu septischem Schock, Organversagen und Hirnschäden kommen. Bei Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung sollte sofort eine Antibiotikatherapie begonnen werden, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt.
Frankreich meldet ersten Fall im Zusammenhang mit dem Meningitis Ausbruch
Ein Mann, der zuvor in Kent war, wurde in Frankreich mit Meningitis ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand ist stabil. Um das Risiko einer weiteren Ausbreitung zu minimieren, wurden Personen in seinem Umfeld vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Bisher wurden in Frankreich keine weiteren Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch in Großbritannien gemeldet. (Lesen Sie auch: Andreas Brehme: WM-Film lässt Erinnerungen an Fußballhelden)
Impfprogramm in Kent soll Ausbreitung verhindern
Die britische Gesundheitsbehörde hat ein Impfprogramm gestartet, um Tausende von Menschen in Kent vorsorglich zu behandeln. Studierende der Universität und Personen, die Anfang März einen bestimmten Nachtclub in Canterbury besucht haben, werden dringend gebeten, sich impfen zu lassen. Ziel ist es, die Ausbreitung der Meningokokken-B-Infektionen einzudämmen.
Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte in Deutschland in den Jahren 2023 bis 2025 jeweils über 100 Meningokokken-B-Fälle. Im Jahr 2025 waren es 123 Erkrankungen. (Lesen Sie auch: Bundesgericht Schwimmunterricht: Keine Ausnahme für Katholischen Schüler)

Die Situation in Kent und der Fall in Frankreich zeigen, wie schnell sich Infektionskrankheiten ausbreiten können. Es ist wichtig, auf Symptome zu achten und bei Verdacht umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Impfprogramme sind ein wichtiger Schritt, um die Ausbreitung der Meningokokken-B-Infektionen einzudämmen. Die UKHSA informiert laufend über die aktuelle Lage.









