Eine Rettungsaktion für einen gestrandeten Großwal in der Lübecker Bucht gestaltet sich schwierig, da Experten befürchten, dass eine Bergung das Tier zerreißen könnte. Derzeit prüfen Fachleute des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) die Situation vor Ort, um die bestmögliche Vorgehensweise zu bestimmen und das Tier so wenig wie möglich zu stressen.

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Analyse-Ergebnis
- Ein Buckelwal ist in der Lübecker Bucht gestrandet.
- Experten des ITAW begutachten die Lage.
- Eine Bergung an Land wird als zu riskant angesehen.
- Die Art des Wals soll bestimmt werden.
Gestrandeter Großwal: Schwierige Rettungsaktion in der Lübecker Bucht
In der Lübecker Bucht ist ein Wal gestrandet. Das Tier wurde in der Nacht zu Montag vor Niendorf, einem Ortsteil von Timmendorfer Strand, entdeckt. Laut Polizei befindet sich der Wal auf einer Sandbank und ist noch am Leben. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur (DPA) berichtete von Atemgeräuschen und leichtem Brummen. (Lesen Sie auch: Timmendorfer Strand Wal Gestrandet – Rettung in…)
Warum ist eine Bergung so riskant?
Die Experten des ITAW in Büsum planen, den Wal von einem Boot aus zu begutachten. Joseph Schnitzler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am ITAW, erklärte gegenüber der DPA, dass ein Transport an Land aufgrund des hohen Eigengewichts des Tieres keine Option sei. Dies würde unweigerlich zu schweren Verletzungen führen.
Anders als in der Nordsee gibt es in der Ostsee keine Gezeiten, die den Wal zurück ins tiefe Wasser spülen könnten. Dies erschwert die Situation zusätzlich. (Lesen Sie auch: Tierwanderung: Welche Tiere Legen die Grössten Strecken…)
Wie geht es jetzt weiter mit der Rettungsaktion Großwal?
Die ITAW-Experten wollen zunächst die Walart bestimmen. Es wird vermutet, dass es sich um dasselbe Tier handelt, das bereits seit einiger Zeit in der Region gesichtet wurde. Die Polizei hat den Bereich um den Niendorfer Hafen abgesperrt, um das Tier vor unbeteiligten Schaulustigen zu schützen. Wichtig ist, dass der Wal nicht zusätzlich gestresst wird.
Welche Rolle spielen Schaulustige bei solchen Rettungsaktionen?
Die Anwesenheit von Schaulustigen, die das Geschehen von einer Mole aus beobachten und fotografieren, stellt ein zusätzliches Problem dar. Der Polizeisprecher appellierte dringend, Abstand zu halten, um das Tier nicht weiter zu beunruhigen. Auch der Einsatz von Drohnen zur Beobachtung aus der Luft sollte unterlassen werden. (Lesen Sie auch: Ousman Sonko Prozess: Warum Findet Er in…)
Welche Herausforderungen birgt die flache Ostsee?
Die flache Beschaffenheit der Ostsee stellt eine besondere Herausforderung dar. Im Gegensatz zur Nordsee, wo die Gezeiten helfen könnten, das Tier zurück ins offene Meer zu befördern, ist dies hier nicht möglich. „Das ist alles sehr schwierig“, so Schnitzler.

Die Bedeutung des ITAW für die Wildtierforschung
Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) ist eine wichtige Einrichtung für den Schutz und die Erforschung von Wildtieren in Deutschland. Die Experten des ITAW sind spezialisiert auf die Untersuchung von Bedrohungen und den Schutz von Wildtieren in verschiedenen Lebensräumen. Ihre Expertise ist entscheidend für die Bewältigung solcher Notfälle. (Lesen Sie auch: Griechenland Zugunglück Prozess: Justiz)
Wie Stern berichtet, ist die Situation komplex und erfordert ein behutsames Vorgehen, um das Leben des gestrandeten Wals nicht zusätzlich zu gefährden.










