Für „jerks.“ stand Christian Collien Fernandes und Opfern: Tausende protestieren in Berlin“>Ulmen mit vielen Stars vor der Kamera. Diese Darsteller haben sich zu den Vorwürfen gegen ihn bereits geäußert.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Christian Ulmen, 50, haben sich bereits einige „jerks.“-Kollegen in den sozialen Medien zu Wort gemeldet. Zuletzt Fahri Yardim, 45, der bei Instagram Stellung bezog. Von 2017 bis 2023 spielte er in der Serie neben Ulmen die Hauptrolle. Auch Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes, 44, spielte in dem Comedy-Format mit. Die Schauspielerin hatte vor wenigen Tagen in einem Bericht des „Spiegel“ schwere Vorwürfe gegen Ulmen erhoben.
Yardim erklärte unter anderem, dass sein Statement „verspätet“ und „unvollständig“ sei. Er sei „genauso geschockt“ wie viele andere. „Ich bewundere Colliens Mut. Ich bin dankbar für den Zuspruch, den sie erhält. Ich fühle mit ihr. Und ich bin dankbar dafür, wie sie ihre persönliche Geschichte in eine Kraft übersetzt, die echte strukturelle Veränderung möglich macht. Dafür hat sie meine volle Solidarität.“
Fahri Yardim konnte „keine schnelle, eindeutige Position“ einnehmen
Er habe Zeit gebraucht, da er auf zwei Ebenen, der öffentlichen und der persönlichen, berührt sei, gab der Schauspieler, der zunächst nicht auf die Vorwürfe reagiert hatte, in seinem Beitrag vom vergangenen Sonntag an. Er habe keine schnelle, eindeutige Position einnehmen können, „ohne dass etwas Wesentliches verloren gegangen wäre“. Er wolle sich der Selbstkritik stellen, die eigene Perspektive als nicht abgeschlossen begreifen und die blinden Flecken mitdenken. Am Ende fügte der Schauspieler an, dass dies keine abschließende Antwort sei. Er sehe nun klarer, dass sein Zögern selbst bereits eine Position sei und er versuche, sich diesen Folgen zu stellen.
Emotiionale Worte von Pheline Roggan und Emily Cox
Zuvor hatte sich bereits „jerks.“-Co-Star Pheline Roggan, 44, zu Wort gemeldet. Die Schauspielerin, die in der Serie die Partnerin von Ulmens bestem Freund Fahri Yardim verkörperte, nutzte Instagram für eine deutliche Botschaft. In der Kommentarspalte des Instagram-Beitrags von Fernandes, in dem sie die Vorwürfe gegen ihren Ex-Ehemann schilderte, schrieb Roggan: „Liebe Collien, es tut mir so wahnsinnig leid, was dir angetan wurde! Und ich bewundere dich dafür, dass du den Mut und die Kraft hast, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, damit die Scham endlich die Seiten wechselt.“
„jerks.“-Darstellerin Emily Cox, 41, die Ulmens spätere Partnerin in der Serie darstellte, schrieb in einem eigenen Instagram-Beitrag: „Liebe Collien, ich bewundere deinen Mut, deine Klarheit, deine Kraft – ich bewundere dich.“
Hendrik von Bültzingslöwen, 41, der in der Serie ebenfalls in einigen Episoden mitspielte, teilte vor wenigen Tagen ein Instagram-Video, in dem er betonte: Nachdem er gestern das Statement von Collien Fernandes gelesen habe über die sexualisierte Gewalt, die ihr angetan wurde, sei er „immer noch erschüttert. Ich kann es im wahrsten Sinne des Wortes nicht fassen, wie man einem Menschen so etwas antun kann. Ich möchte an dieser Stelle Collien meine vollste Solidarität aussprechen. Ich wünsche ihr ganz viel Kraft, das irgendwie zu überstehen.“
Promigäste melden sich zu Wort
Die Serie hatte mit den Jahren zahlreiche Gaststars. Auch einige dieser Promis äußerten sich in den sozialen Medien. Emilia Schüle, 33, schrieb unter Collien Fernandes‘ Beitrag:“ Ich weine vor Wut und mein Herz bricht, dass du das erleben musstest. Wir sind bei dir.“ Gastdarstellerin Inez Bjørg David, 44, erklärte laut Medienberichten in einer Instagram-Story, dass sie ihren Auftritt in der Serie aus ihrer Vita löschen lässt und sie „voller Wut“ sei.
Regisseur Simon Verhoeven, 53, der ebenfalls einen Gastauftritt hatte und mit Ulmen auch für Filme zusammengearbeitet hatte, meldete sich in einem Instagram-Video und erklärte unter anderem: „Ich war völlig schockiert, als ich das gehört habe. Verwirrt, fassungslos, auch angewidert. Und ich kann Collien nur den allergrößten Respekt zollen für diesen Schritt. Ich hoffe, dass der Schritt auch anderen Frauen den Weg ebnet, die ähnliche Gewalt erlitten haben.“
Schauspieler und Mitgründer der Produktionsfirma Kleine Brüder, Bruno Alexander, 26, hatte ebenso einen Gastauftritt und arbeitete für die Serien „Die Discounter“ und „Intimate“ mit Ulmen zusammen. Die Firma veröffentlichte einen Post, in dem sich die Inhaber „unfassbar schockiert“ zeigten. „Wir, die kleinen Brüder und Schwestern stehen geschlossen hinter Collien, und sie hat unsere volle Solidarität und unseren Respekt.“ 2024 habe das Team die Firmenanteile, die Ulmen an „Kleine Brüder“ hatte, zurückgekauft: „Weder geschäftlich noch privat stehen wir in Verbindung mit ihm.“
Der Streaminganbieter Joyn hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe „jerks.“ aus dem Programm genommen. „Aufgrund der aktuellen Situation hat Joyn die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnete Serie ‚Jerks‘, in der Collien Fernandes und Christian Ulmen ein geschiedenes Ehepaar spielen, offline genommen“, erklärte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer auf Nachfrage von spot on news. „Unabhängig davon gilt eine wichtige Säule des Rechtsstaatsprinzips: die Unschuldsvermutung.“
Quelle: Gala






