Ostsee Schutzgebiete in Schleswig-Holstein: Was bedeutet das für Urlauber?
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat neue Schutzgebiete in der Ostsee ausgewiesen. Betroffen sind die Hohwachter Bucht, die Geltinger Bucht bis zur Schleimündung und die Gebiete westlich von Fehmarn. Ziel ist es, Pflanzen, Tiere und Lebensräume zu schützen und menschliche Einflüsse zu minimieren. Dies betrifft insbesondere Fischerei, Jagd und den Abbau von Rohstoffen.

+
- Ostsee Schutzgebiete in Schleswig-Holstein: Was bedeutet das für Urlauber?
- Wo liegen die neuen Schutzgebiete der Ostsee?
- Was ist der Zweck der Ostsee Schutzgebiete Schleswig-Holstein?
- Was bedeutet das für Bürger?
- Welche Einschränkungen gibt es für Wassersportler?
- Wie geht es weiter?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Drei neue Schutzgebiete in der Ostsee ausgewiesen.
- Betroffen sind Hohwachter Bucht, Geltinger Bucht bis Schleimündung und Gebiete westlich von Fehmarn.
- Ziel: Schutz von Pflanzen, Tieren und Lebensräumen.
- Einschränkungen für Fischerei, Jagd, Rohstoffabbau und Bauvorhaben.
Wo liegen die neuen Schutzgebiete der Ostsee?
Die neuen Schutzgebiete in der Ostsee tragen die Namen „Ostseefläche Geltinger Bucht bis Schleimündung“, „Ostseefläche südliche Hohwachter Bucht“ und „Ostseefläche westlich Fehmarn“. Die Bezeichnungen geben direkt Aufschluss über ihre geografische Lage.
Was ist der Zweck der Ostsee Schutzgebiete Schleswig-Holstein?
Laut Umweltminister Tobias Goldschmidt sollen die neuen Meeresschutzgebiete Fischen, Schweinswalen, Seegraswiesen und Seevögeln als Ruheoasen dienen. Pflanzen und Tiere sollen sich in diesen Gebieten ungestört entwickeln können. Die Landesregierung Schleswig-Holstein will damit so viel Fläche der Ostsee schützen wie nie zuvor und international Maßstäbe setzen. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee Gestrandet: Kann Er Gerettet Werden)
Was bedeutet das für Bürger?
Für Badegäste und Angler bleiben Schwimmen, Baden, Tauchen und der Fischfang zu Fuß vom Ufer oder im Wasser mit der Handangel erlaubt. Das Angeln von Booten oder Schiffen aus ist in den Schutzzonen jedoch verboten. Segler und Motorbootfahrer dürfen in den Seegraswiesen nicht mehr ankern. Das Bootfahren bleibt erlaubt, allerdings ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung zur Reduzierung von Unterwasserlärm geplant.
Die neuen Schutzgebiete sind Teil des „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“. Dieser sieht vor, dass in Rastvogelschwerpunkten zwischen November und März das Segeln, Kiten, Surfen und Foilen eingeschränkt werden soll.
Welche Einschränkungen gibt es für Wassersportler?
Wie Stern berichtet, dürfen Segler und Motorbootfahrer in den Seegraswiesen der neuen Schutzgebiete nicht mehr ankern. Das Befahren der Gebiete mit Booten bleibt grundsätzlich erlaubt, allerdings ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung geplant, um den Unterwasserlärm zu reduzieren. Die genaue Höhe des Tempolimits und der Zeitpunkt des Inkrafttretens sind noch unklar. (Lesen Sie auch: Wandernde Tierarten Schutz: Un-Konferenz fordert Maßnahmen)
Wie geht es weiter?
Die Landesregierung Schleswig-Holstein plant weitere Maßnahmen im Rahmen des „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“. Dazu gehört die Ausweitung der Schutzmaßnahmen auf Rastvogelschwerpunkte, in denen bestimmte Wassersportarten während der Rastzeiten der Vögel eingeschränkt werden sollen. Die konkrete Umsetzung dieser Pläne wird in den kommenden Monaten erwartet. Informationen zum Thema Meeresschutz in Schleswig-Holstein bietet auch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur.
Der NABU setzt sich ebenfalls für den Schutz der Ostsee ein und fordert eine konsequente Umsetzung der Schutzmaßnahmen, um die Artenvielfalt und die Lebensräume in der Ostsee zu erhalten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“?
Der „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“ ist ein Maßnahmenpaket der Landesregierung Schleswig-Holstein, das darauf abzielt, den Zustand der Ostsee zu verbessern und die Artenvielfalt zu schützen. Er umfasst verschiedene Maßnahmen, darunter die Ausweisung von Schutzgebieten und die Reduzierung von Schadstoffeinträgen. (Lesen Sie auch: Erdbeben erschüttert Tonga: Was ist passiert im…)

Welche Rolle spielt die Fischerei in den neuen Schutzgebieten?
Die Fischerei ist in den neuen Schutzgebieten eingeschränkt. Ziel ist es, die Fischbestände zu schonen und die Lebensräume der Fische zu schützen. Das Angeln von Booten oder Schiffen aus ist in den Schutzzonen verboten, während der Fischfang zu Fuß vom Ufer oder im Wasser mit der Handangel weiterhin erlaubt ist.
Wie werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen für Boote kontrolliert?
Die Kontrollen der Geschwindigkeitsbegrenzungen für Boote in den Schutzgebieten werden von der Wasserschutzpolizei durchgeführt. Diese überwacht die Einhaltung der Regeln und kann bei Verstößen Bußgelder verhängen.
Welche Auswirkungen haben die Schutzgebiete auf den Tourismus?
Die Schutzgebiete sollen den Tourismus in Schleswig-Holstein langfristig sichern, indem sie die Attraktivität der Ostseeküste erhalten. Durch den Schutz der Natur und der Artenvielfalt sollen die Gebiete auch weiterhin für Erholungssuchende attraktiv bleiben. (Lesen Sie auch: Wöginger Prozess: Strafrechtler kritisiert Tickerverbot Scharf)











