Grünen Spargel Anbauen ist einfacher als viele denken und ermöglicht eine gesunde, unverfälschte Ernte direkt aus dem eigenen Garten. Wer, wann, wo und warum also grünen Spargel anbauen? Hobbygärtner können zwischen Ende März und Ende April mit der Pflanzung beginnen, idealerweise an einem sonnigen Standort mit durchlässigem Boden. Der Anbau lohnt sich, da grüner Spargel nicht geschält werden muss und eine reiche Ernte über mehrere Jahre verspricht.

+
- Grüner Spargel: Der unkomplizierte Genuss aus dem eigenen Garten
- Was ist der beste Zeitpunkt, um grünen Spargel anzubauen?
- Der ideale Standort für grünen Spargel
- Die richtige Pflege: So gedeiht der grüne Spargel prächtig
- Schädlinge und Krankheiten: Was tun, wenn der Spargel kränkelt?
- Die Ernte: Wann ist der grüne Spargel reif?
- Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fakten
- Grüner Spargel ist leichter anzubauen als weißer Spargel.
- Die Ernte erfolgt oberirdisch, ohne aufwendiges Anhäufeln.
- Ein sonniger Standort und durchlässiger Boden sind ideal.
- Die erste Ernte ist ab dem dritten Standjahr zu erwarten.
Grüner Spargel: Der unkomplizierte Genuss aus dem eigenen Garten
Grüner Spargel erfreut sich wachsender Beliebtheit, nicht nur wegen seines würzigen Geschmacks, sondern auch aufgrund seiner einfachen Zubereitung. Im Gegensatz zu weißem Spargel, der aufwendig geschält werden muss, kann grüner Spargel mit seiner zarten Haut direkt in der Küche verwendet werden. Doch was viele nicht wissen: Grüner Spargel lässt sich auch im eigenen Garten anbauen. Das spart nicht nur Geld, sondern ermöglicht auch den Genuss von frischem, unbehandeltem Gemüse.
Der Anbau von grünem Spargel unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von dem des weißen Spargels. So entfällt beispielsweise das lästige Anhäufeln, da die Stangen oberirdisch wachsen. Auch die Ernte gestaltet sich einfacher, da der Spargel einfach abgeschnitten werden kann, sobald er eine bestimmte Größe erreicht hat. Allerdings erfordert der Anbau von grünem Spargel etwas Geduld. Im ersten Jahr nach der Pflanzung sollte man noch keine Stangen ernten, um die Pflanze nicht zu schwächen. Im zweiten Jahr kann man dann vorsichtig mit der Ernte beginnen, bevor man im dritten Jahr mit einer reichen Ernte belohnt wird.
Um den Boden optimal vorzubereiten, kann man ihn vor der Pflanzung mit Kompost oder Hornspänen anreichern. Dies fördert das Wachstum der Spargelpflanzen und sorgt für eine reiche Ernte.
Was ist der beste Zeitpunkt, um grünen Spargel anzubauen?
Der ideale Zeitpunkt, um mit dem grünen Spargel anbauen zu beginnen, liegt laut Gartenexperten zwischen Ende März und Ende April. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden in der Regel frostfrei und die Temperaturen steigen langsam an. Wer den Anbau noch weiter vorziehen möchte, kann bereits im Februar mit der Aussaat im Gewächshaus oder im Hochbeet beginnen. Hierfür eignen sich spezielle Spargelsorten wie „Primaverde“, „Schneewittchen“ oder „Mary Washington“.
Neben der Aussaat gibt es auch die Möglichkeit, Jungpflanzen oder Rhizome zu verwenden. Rhizome sind die Wurzelstöcke der Spargelpflanze und stellen eine besonders beliebte Methode dar, um grünen Spargel anzubauen. Sie sind in der Regel etwas teurer als Samen, ermöglichen aber einen schnelleren Erntebeginn. Unabhängig von der gewählten Methode ist es wichtig, auf einen geeigneten Standort und eine gute Bodenvorbereitung zu achten. Wie Stern berichtet, ist Geduld gefragt, da die erste Ernte erst im dritten Jahr nach der Pflanzung zu erwarten ist. (Lesen Sie auch: Fußwärmer Elektrisch: Nie Mehr Kalte Füße im…)
Ein weiterer wichtiger Faktor für den erfolgreichen Anbau von grünem Spargel ist die Wahl des richtigen Standorts. Spargelpflanzen bevorzugen einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz im Garten. Der Boden sollte humusreich oder sandig und gut durchlässig sein, da die Wurzeln bis zu einem Meter tief in die Erde wachsen können. Ist der Boden stark verdichtet, empfiehlt es sich, ihn vor der Pflanzung mit einer Grabegabel oder einem Spaten aufzulockern.
Der ideale Standort für grünen Spargel
Wie bereits erwähnt, spielt der Standort eine entscheidende Rolle für den Erfolg beim grünen Spargel anbauen. Spargel liebt die Sonne! Je mehr Sonnenstunden die Pflanzen bekommen, desto besser entwickeln sie sich und desto reicher fällt die Ernte aus. Ein windgeschützter Standort ist ebenfalls wichtig, da starke Winde die zarten Triebe beschädigen können. Ideal ist eine Lage an einer Südwand oder in der Nähe einer Hecke.
Der Boden sollte locker, durchlässig und humusreich sein. Staunässe verträgt Spargel überhaupt nicht, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Schwere, lehmige Böden sollten daher vor der Pflanzung mit Sand und Kompost verbessert werden. Auch eine Drainage kann sinnvoll sein, um überschüssiges Wasser abzuleiten. Der pH-Wert des Bodens sollte idealerweise zwischen 6,5 und 7,0 liegen. Eine Bodenanalyse kann Aufschluss darüber geben, ob der Boden gekalkt werden muss, um den pH-Wert zu erhöhen.
Spargel ist eine mehrjährige Pflanze und kann bei guter Pflege bis zu zehn Jahre lang Erträge liefern. Daher ist es wichtig, den Standort sorgfältig auszuwählen und den Boden optimal vorzubereiten. Einmal gepflanzt, sollte der Spargel möglichst nicht mehr umgesetzt werden, da dies die Pflanzen schwächen kann. Die Gartenfreunde empfehlen, den Boden regelmäßig zu lockern und von Unkraut zu befreien.
Vermeiden Sie es, Spargel an Standorten anzubauen, an denen zuvor bereits Spargel oder andere Gemüsearten aus der Familie der Liliengewächse (z.B. Zwiebeln, Knoblauch) angebaut wurden. Dies kann zu Problemen mit bodenbürtigen Krankheiten und Schädlingen führen.
Die richtige Pflege: So gedeiht der grüne Spargel prächtig
Neben dem richtigen Standort und der Bodenvorbereitung ist auch die richtige Pflege entscheidend für den Erfolg beim grünen Spargel anbauen. Dazu gehört regelmäßiges Gießen, Düngen und Unkraut jäten. Besonders in trockenen Perioden ist es wichtig, den Spargel ausreichend zu wässern. Allerdings sollte Staunässe vermieden werden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Am besten gießt man den Spargel in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, um Verdunstungsverluste zu minimieren. (Lesen Sie auch: Jugendfeuerwehr Wildeshausen: Was plant Sie für 2026?)
Auch eine regelmäßige Düngung ist wichtig, um den Spargel mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb, kann man den Spargel mit Kompost oder Hornspänen düngen. Während der Erntezeit empfiehlt sich eine zusätzliche Düngung mit einem organischen Gemüsedünger. Nach der Ernte, im Spätsommer, kann man den Spargel noch einmal mit einem kaliumbetonten Dünger versorgen, um die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten.
Unkraut sollte regelmäßig gejätet werden, da es dem Spargel Nährstoffe und Wasser entzieht. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt kann helfen, das Unkrautwachstum zu unterdrücken und den Boden feucht zu halten. Im Herbst, nach dem Absterben des Spargellaubs, sollte dieses entfernt werden, um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen. Die Landwirtschaftskammer bietet hierzu detaillierte Informationen und Beratung an.
Schädlinge und Krankheiten: Was tun, wenn der Spargel kränkelt?
Auch beim grünen Spargel anbauen können Schädlinge und Krankheiten auftreten. Zu den häufigsten Schädlingen gehören Spargelkäfer, Spargelfliegen und Blattläuse. Spargelkäfer können die Triebe und Blätter des Spargels kahl fressen. Spargelfliegen legen ihre Eier in die Stangen, wodurch diese ungenießbar werden. Blattläuse saugen an den Blättern und schwächen die Pflanzen.
Gegen Spargelkäfer kann man die Käfer und Larven absammeln oder mit einem biologischen Insektizid bekämpfen. Gegen Spargelfliegen helfen Gelbtafeln, die die Fliegen anlocken und fangen. Blattläuse können mit einem Wasserstrahl abgespritzt oder mit einer Seifenlauge bekämpft werden. Auch Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen können helfen, den Blattlausbefall zu reduzieren.
Zu den häufigsten Krankheiten gehören Spargelrost und Wurzelfäule. Spargelrost äußert sich durch orangefarbene Pusteln auf den Trieben und Blättern. Wurzelfäule wird durch Staunässe verursacht und führt zum Absterben der Wurzeln. Gegen Spargelrost kann man die befallenen Triebe entfernen und ein Fungizid spritzen. Gegen Wurzelfäule hilft es, den Boden besser zu drainieren und Staunässe zu vermeiden.

Die Ernte: Wann ist der grüne Spargel reif?
Die Ernte des grünen Spargels beginnt in der Regel im April oder Mai, sobald die Stangen eine Höhe von etwa 20 bis 25 Zentimetern erreicht haben. Geerntet wird, indem die Stangen knapp über dem Boden abgeschnitten werden. Es ist wichtig, die Stangen nicht herauszuziehen, da dies die Wurzeln beschädigen kann. Die Erntezeit dauert in der Regel bis zum Johannistag (24. Juni), danach sollte den Pflanzen eine Ruhepause gegönnt werden, damit sie sich für das nächste Jahr erholen können. (Lesen Sie auch: Kormoran Angelhaken im Schnabel: War es Wirklich…)
Während der Erntezeit kann man den Spargel mehrmals pro Woche ernten. Je häufiger geerntet wird, desto mehr Stangen bilden sich. Allerdings sollte man darauf achten, die Pflanzen nicht zu überlasten. Im ersten Erntejahr sollte man nur wenige Stangen pro Pflanze ernten, um die Pflanzen nicht zu schwächen. In den Folgejahren kann man dann die Erntemenge steigern.
Nach der Ernte sollte der Spargel möglichst schnell verarbeitet werden, da er sonst an Geschmack und Qualität verliert. Grüner Spargel kann im Kühlschrank bis zu drei Tage aufbewahrt werden, am besten in ein feuchtes Tuch eingeschlagen. Grüner Spargel eignet sich hervorragend zum Kochen, Braten, Grillen oder Dünsten. Er kann als Beilage zu Fleisch oder Fisch serviert oder zu Suppen, Salaten und Aufläufen verarbeitet werden. Laut Verbraucherzentrale ist Spargel reich an Vitaminen und Mineralstoffen und somit eine gesunde und leckere Ergänzung des Speiseplans.
Häufig gestellte Fragen
Welche Vorteile bietet der Anbau von grünem Spargel gegenüber weißem Spargel?
Grüner Spargel ist einfacher anzubauen, da das Anhäufeln entfällt. Zudem muss er nicht geschält werden und hat einen intensiveren Geschmack. Er wächst oberirdisch und ist somit leichter zu ernten als der weiße Spargel.
Wie bereite ich den Boden optimal für den Anbau von grünem Spargel vor?
Der Boden sollte locker, durchlässig und humusreich sein. Schwere Böden sollten mit Sand und Kompost verbessert werden. Ein sonniger und windgeschützter Standort ist ideal für das Wachstum des grünen Spargels. (Lesen Sie auch: Elterntaxi Datenschutz: Vater zeigt Falschparker an –…)
Wann kann ich mit der ersten Ernte von grünem Spargel rechnen?
In der Regel kann man ab dem dritten Standjahr mit einer nennenswerten Ernte rechnen. Im ersten Jahr sollte man die Pflanzen schonen und nicht ernten, um ihr Wachstum nicht zu beeinträchtigen.
Wie schütze ich meinen grünen Spargel vor Schädlingen und Krankheiten?
Regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge wie den Spargelkäfer sind wichtig. Bei Befall können biologische Insektizide eingesetzt werden. Staunässe sollte vermieden werden, um Wurzelfäule vorzubeugen.
Wie lange kann ich grünen Spargel nach der Ernte aufbewahren?
Grüner Spargel kann im Kühlschrank bis zu drei Tage aufbewahrt werden. Am besten wickelt man ihn in ein feuchtes Tuch, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen und seine Frische zu bewahren.
Der Anbau von grünem Spargel im eigenen Garten ist also durchaus machbar und verspricht eine reiche Ernte über viele Jahre. Mit etwas Geduld, der richtigen Vorbereitung und Pflege kann jeder Hobbygärtner in den Genuss von frischem, selbst angebautem Spargel kommen. Wie es weitergeht? Beobachten Sie Ihre Pflanzen, passen Sie die Pflege an die jeweiligen Bedürfnisse an und freuen Sie sich auf die nächste Spargelsaison!











