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Abschiebehäftling am BER: Randale stoppt Flug nach Wien

by Maik Möhring
23. April 2026
in Berlin
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Abschiebehäftling BER

Abschiebehäftling BER – Abschiebehäftling am BER: Randale stoppt Flug nach Wien

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Lesezeit: ca. 2 Minuten

Ein Vorfall mit einem Abschiebehäftling am BER sorgte am 23.04.2026 für erhebliche Störungen im Flugbetrieb. In einer Maschine der Austrian Airlines, die nach Wien starten sollte, randalierte ein Mann derart, dass die Bundespolizei eingreifen musste. Bei dem anschließenden Gerangel wurde die Notrutsche des Airbus A320 ausgelöst, was zur Evakuierung aller Passagiere führte.

  • Tumult an Bord: Ein zur Abschiebung vorgesehener Häftling randalierte vor dem Start in einer Passagiermaschine am Hauptstadtflughafen BER.
  • Notrutsche ausgelöst: Während des Eingriffs der Bundespolizei wurde die vordere Notrutsche des Airbus A320 aktiviert.
  • Flug verspätet: Der Flug OS236 nach Wien, geplant für 7:00 Uhr, verzögerte sich um mehrere Stunden. Alle Passagiere mussten das Flugzeug verlassen.
  • Statistik: Im vergangenen Jahr wurden laut Bundesregierung 1.593 Abschiebungen mit Beteiligung der Bundespolizei abgebrochen.
Inhaltsverzeichnis
  1. Tumult an Bord: Polizei greift ein
  2. Folgen für Passagiere und Flugbetrieb am BER
  3. Hunderte abgebrochene Abschiebungen pro Jahr
  4. Häufig gestellte Fragen
  5. Fazit

Tumult an Bord: Polizei greift ein

Am frühen Donnerstagmorgen kam es am Hauptstadtflughafen BER zu einem Eklat. In einem Airbus A320 der Austrian Airlines, dessen Abflug nach Wien für 7:00 Uhr geplant war, begann ein Abschiebehäftling im hinteren Teil der Kabine zu randalieren. Laut einer Sprecherin der Fluggesellschaft machte sich der Passagier lautstark bemerkbar. Daraufhin wurde entschieden, den Mann aus Sicherheitsgründen aus dem Flugzeug zu entfernen. Beamte der Bundespolizei führten den Mann ab.

Während dieses Vorgangs kam es an der vorderen Tür des Flugzeugs zu einem Gerangel, bei dem die Notrutsche ausgelöst wurde. Solche Vorfälle sind selten, haben aber gravierende Folgen für den weiteren Flugbetrieb. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen bei der Durchführung von Abschiebungen, wie sie auch im Fall des abgeschobenen Totrasers Yasin H. deutlich wurden.

Folgen für Passagiere und Flugbetrieb am BER

Die Auslösung der Notrutsche machte einen sofortigen Start unmöglich. Alle Passagiere des Fluges OS236 mussten die Maschine verlassen und ins Terminal des BER zurückkehren. Dort mussten sie mehrere Stunden auf die Fortsetzung ihrer Reise warten. Erst am späten Vormittag konnten die ersten Fluggäste wieder an Bord gehen. Die Ankunft in Wien verzögerte sich laut Berichten um etwa zweieinhalb Stunden.

Ein Flugzeug mit einer ausgelösten Notrutsche kann nicht ohne Weiteres wieder starten. Die Rutsche muss von Technikern sorgfältig verpackt und das System überprüft werden, was ein zeitaufwendiger Prozess ist. Alternativ muss die Maschine ausgetauscht werden. Ähnliche Großeinsätze, wenn auch aus anderen Gründen, legen den öffentlichen Verkehr lahm, wie ein Vorfall mit einem Messer-Mann in einem ICE in Siegburg zeigte.

Hunderte abgebrochene Abschiebungen pro Jahr

Der Vorfall am BER ist kein Einzelfall. Wie die BILD unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung berichtet, wurden allein im vergangenen Jahr 1.593 Abschiebungen abgebrochen, an denen die Bundespolizei beteiligt war. Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Sie reichen von medizinischen Notfällen über fehlende Reisedokumente bis hin zu aktivem oder passivem Widerstand der Abzuschiebenden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 22.787 Menschen aus Deutschland abgeschoben, die Mehrheit davon auf dem Luftweg. Jeder Abbruch verursacht nicht nur organisatorischen Aufwand, sondern auch erhebliche Kosten.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert mit einer ausgelösten Notrutsche?
Eine ausgelöste Notrutsche muss von zertifizierten Technikern überprüft, neu gefaltet und wieder in ihrem Fach im Flugzeugrahmen verstaut werden. Dieser Vorgang ist komplex und zeitaufwendig, weshalb eine Maschine danach oft für mehrere Stunden ausfällt.

Welche Konsequenzen hat Widerstand bei einer Abschiebung?
Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte während einer Abschiebung ist eine Straftat. Dies kann zu einem neuen Strafverfahren in Deutschland führen und die Situation des Betroffenen weiter verkomplizieren.

Wer trägt die Kosten für den Einsatz und die Verspätung?
Die Kosten, die durch den Vorfall entstanden sind – für den Polizeieinsatz, die Reparatur der Notrutsche und die Flugverspätung – werden in der Regel versucht, dem Verursacher in Rechnung zu stellen. Ob diese Kosten beigetrieben werden können, ist jedoch oft fraglich.

Fazit

Die Randale eines Abschiebehäftlings am BER mit der ausgelösten Notrutsche ist ein prägnantes Beispiel für die Schwierigkeiten bei Rückführungen. Der Vorfall reiht sich ein in über 1.500 gescheiterte Abschiebungen im vergangenen Jahr und verdeutlicht die hohen Sicherheitsanforderungen im Luftverkehr. Die Konsequenzen sind erhebliche Verspätungen für hunderte Passagiere und ein komplexer organisatorischer Aufwand für Behörden und Fluggesellschaften.

Maik Möhring
Autor dieses Beitrags

Maik Möhring

Chefredakteur & Gründer

Maik Möhring ist Gründer und Chefredakteur von Rathausnachrichten.de. Mit langjähriger Erfahrung in Lokaljournalismus und digitalen Medien berichtet er über kommunale Politik, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Themen.

LokalpolitikStadtentwicklungSEO & DigitalmedienKommunalverwaltung
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Tags: AbschiebungAustrian AirlinesBERBerlinBundespolizeiFlugverkehrNotrutscheRandaleSicherheitsvorfall
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Über den Autor

Maik Möhring
Maik Möhring Chefredakteur & Gründer

Maik Möhring ist Gründer und Chefredakteur von Rathausnachrichten.de. Mit langjähriger Erfahrung in Lokaljournalismus und digitalen Medien berichtet er über kommunale Politik, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Themen.

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