Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus plant für 2026 die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen und will damit einen neuen Rekord aufstellen. Diese Nachricht wurde am 19. Februar 2026 bekannt. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney liefert nicht die bestellte Anzahl von Triebwerken, was die Produktionspläne des Konzerns beeinträchtigt. Diese Entwicklung wirft auch einen Blick auf die Airbus Aktie.

Hintergrund zur Airbus Aktie und den Produktionszielen
Airbus, ein europäisches Unternehmen mit Hauptsitz in Toulouse, Frankreich, ist einer der führenden Flugzeughersteller weltweit. Die Airbus Aktie ist im DAX notiert und somit ein wichtiger Indikator für die deutsche Wirtschaft. Das Unternehmen profitiert von einer hohen Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen, insbesondere nach der A320neo-Familie. Um diese Nachfrage zu bedienen, hat sich Airbus ambitionierte Produktionsziele gesetzt.
Die Corona-Krise hatte die Luftfahrtbranche und damit auch Airbus schwer getroffen. Im Jahr 2019 lieferte Airbus noch 863 Jets aus, danach brachen die Zahlen ein. Nun will der Konzern wieder an alte Erfolge anknüpfen und die Auslieferungen sogar noch übertreffen. Der Produktionsausbau gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet, was sich potenziell auf die Airbus Aktie auswirken könnte. (Lesen Sie auch: Finma Radicant: Untersuchung nach dem Banken-Debakel)
Aktuelle Entwicklung: Lieferprobleme bei Triebwerken
Wie aus einem Bericht des Spiegel hervorgeht, sieht Airbus-Chef Guillaume Faury die Produktionsziele durch Lieferverzögerungen bei Triebwerken gefährdet. Pratt & Whitney, ein Tochterunternehmen des US-Konzerns RTX, liefert nicht die bestellte Anzahl von Triebwerken für die A320neo-Familie. Dies wirkt sich negativ auf die Prognose für das laufende Jahr und den geplanten Produktionsanstieg aus. Faury sprach von einem »signifikanten Rückstand« des wichtigen Zulieferers.
Konkret bedeutet dies, dass die Produktion der A320neo-Familie bis Ende 2027 voraussichtlich nur auf 70 bis 75 Maschinen pro Monat steigen wird. Ursprünglich hatte Faury das obere Ende dieser Spanne angepeilt und dieses Ziel bereits mehrfach nach hinten verschoben. Eine stabile Produktionsrate von 75 Maschinen erwartet er erst nach 2027. Auch den Zeitplan für das kleinere Modell A220 musste der Manager anpassen.
Die Probleme mit Pratt & Whitney sind nicht neu. Bereits in der Vergangenheit gab es Berichte über Schwierigkeiten bei der Triebwerksversorgung. Die aktuellen Verzögerungen scheinen jedoch gravierender zu sein und könnten die Erholung von Airbus nach der Corona-Krise bremsen. Die daraus resultierende Unsicherheit könnte sich negativ auf die Airbus Aktie auswirken. (Lesen Sie auch: 8 Wohnideen für den Eingangsbereich, die begeistern)
Airbus übertrifft Ergebnisziel, steht aber vor Herausforderungen
Trotz der Lieferprobleme bei Triebwerken hat Airbus im vergangenen Jahr ein solides Ergebnis erzielt. Wie das Handelsblatt berichtet, steigerte der Konzern den Umsatz um sechs Prozent auf 73,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stieg um ein Drittel auf 7,13 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern belief sich auf 5,2 Milliarden Euro, ein Plus von fast einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr.
Airbus-Chef Guillaume Faury zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen und betonte die starke Nachfrage im Zivil- und Verteidigungsbereich. Für das laufende Jahr plant er eine weitere Steigerung des bereinigten Ebit auf 7,5 Milliarden Euro. Zudem soll die Dividende um 20 Cent auf 3,20 Euro je Aktie erhöht werden. Ob diese Ziele erreicht werden können, hängt jedoch maßgeblich von der Lösung der Probleme mit den Zulieferern ab.
Ausblick auf die Airbus Aktie
Die Airbus Aktie reagierte in der Vergangenheit sensibel auf Nachrichten über Produktionsverzögerungen und Lieferprobleme. Die aktuellen Schwierigkeiten mit Pratt & Whitney könnten daher erneut zu Kursverlusten führen. Analysten beobachten die Situation genau und passen ihre Bewertungen entsprechend an. (Lesen Sie auch: Immobilienpreise Einkommen: Traumhaus Bald Unbezahlbar?)
Langfristig gesehen bleibt Airbus jedoch ein aussichtsreiches Unternehmen. Die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen ist weiterhin hoch, und Airbus verfügt über eine starke Marktposition. Zudem investiert der Konzern in neue Technologien wie alternative Antriebe und autonomes Fliegen. Diese Investitionen könnten sich in Zukunft positiv auf die Airbus Aktie auswirken.

Investoren sollten jedoch die Risiken im Auge behalten. Neben den Lieferproblemen bei Triebwerken gibt es auch andere Herausforderungen, wie beispielsweise steigende Rohstoffpreise und politische Unsicherheiten. Eine umfassende Analyse der Chancen und Risiken ist daher unerlässlich, bevor eine Anlageentscheidung getroffen wird.
Weitere Informationen zum Unternehmen finden sich auf der offiziellen Airbus-Webseite. (Lesen Sie auch: 8 Wohnideen für den Hauswirtschaftsraum)
Was bedeutet das für die Airbus Aktie?
Die angekündigten Produktionsziele und die gleichzeitigen Herausforderungen durch Lieferengpässe bei Triebwerken zeichnen ein gemischtes Bild für die Airbus Aktie. Einerseits signalisiert der geplante Auslieferungsrekord von 870 Flugzeugen im Jahr 2026 eine starke Nachfrage und operative Stärke des Unternehmens. Andererseits könnten die Verzögerungen bei der Triebwerkslieferung durch Pratt & Whitney die Produktionspläne beeinträchtigen und somit die Profitabilität des Unternehmens schmälern. Anleger werden die Entwicklung der Produktionszahlen und die Fähigkeit von Airbus, die Lieferkettenprobleme zu bewältigen, genau beobachten müssen. Diese Faktoren werden voraussichtlich einen Einfluss auf die Kursentwicklung der Airbus Aktie haben.
Häufig gestellte Fragen zu airbus aktie
Häufig gestellte Fragen zu airbus aktie
Welche Auswirkungen haben die Lieferverzögerungen auf die Airbus Aktie?
Die Lieferverzögerungen bei Triebwerken könnten sich negativ auf die Airbus Aktie auswirken, da sie die Produktionspläne des Unternehmens beeinträchtigen und zu geringeren Auslieferungszahlen führen könnten. Dies könnte Investoren verunsichern und den Aktienkurs belasten.
Wie hoch ist das Produktionsziel von Airbus für das Jahr 2026?
Airbus plant, im Jahr 2026 insgesamt 870 Verkehrsflugzeuge auszuliefern. Dies wäre ein neuer Rekord für das Unternehmen und würde die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2019 übertreffen. Das Unternehmen setzt damit ein starkes Zeichen für die Zukunft.
Welche Rolle spielt Pratt & Whitney für die Produktion von Airbus?
Pratt & Whitney ist ein wichtiger Zulieferer von Triebwerken für Airbus, insbesondere für die A320neo-Familie. Die Lieferverzögerungen des US-amerikanischen Unternehmens haben daher einen erheblichen Einfluss auf die Produktionspläne von Airbus und könnten die Auslieferungsziele gefährden.
Wie hat sich die Airbus Aktie in den letzten Jahren entwickelt?
Die Airbus Aktie hat in den letzten Jahren eine wechselhafte Entwicklung durchlaufen, beeinflusst durch die Corona-Krise und die Erholung der Luftfahrtbranche. Die aktuellen Herausforderungen bei der Triebwerksversorgung könnten die weitere Entwicklung der Aktie beeinflussen.
Welche langfristigen Perspektiven hat die Airbus Aktie?
Langfristig gesehen hat die Airbus Aktie gute Perspektiven, da die Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen weiterhin hoch ist und Airbus eine starke Marktposition hat. Zudem investiert der Konzern in zukunftsweisende Technologien, die sich positiv auf die Aktie auswirken könnten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.







