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Akute Herzinsuffizienz: Warum so viele Patienten Erneut in Klinik?

by Rathaus Nachrichten
28. Februar 2026
in Panorama
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akute herzinsuffizienz
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⏱️ Lesezeit: 8 Min.
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📅 Aktualisiert: 28. Februar 2026
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✅ Geprüft

Akute Herzinsuffizienz, ein plötzlicher und lebensbedrohlicher Zustand, führt häufig zu wiederholten Krankenhausaufenthalten. Besonders gefährdet sind Patienten, die mit einer akuten Herzschwäche eingeliefert werden und gleichzeitig eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens aufweisen. Eine internationale Studie zeigt, dass fast die Hälfte dieser Patienten innerhalb eines Jahres erneut stationär behandelt werden muss. Warum ist das so, wer ist besonders betroffen und was sind die Symptome?

Symbolbild zum Thema Akute Herzinsuffizienz
Symbolbild: Akute Herzinsuffizienz (Bild: Picsum)
📑 Inhaltsverzeichnis
+
  • Akute Herzinsuffizienz: Ein Teufelskreis aus Krankenhausaufenthalten
  • Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer akuten Herzinsuffizienz?
  • Wie wird eine akute Herzinsuffizienz behandelt?
  • Was können Patienten tun, um erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden?
  • Wie geht es weiter mit der Forschung zur akuten Herzinsuffizienz?
  • Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fakten

  • Patienten mit akuter Herzinsuffizienz und eingeschränkter Pumpfunktion haben ein besonders hohes Risiko für wiederholte Krankenhausaufenthalte.
  • Eine Studie zeigt, dass 44 Prozent dieser Patienten innerhalb eines Jahres nach der ersten Einlieferung erneut stationär behandelt werden müssen.
  • Die Sterblichkeitsrate innerhalb eines Jahres nach einer akuten Herzinsuffizienz ist mehr als dreimal so hoch wie bei ambulant versorgten Patienten.
  • Typische Symptome einer akuten Herzinsuffizienz sind Wasseransammlungen, Atemnot und Druckgefühl in der Brust.

Akute Herzinsuffizienz: Ein Teufelskreis aus Krankenhausaufenthalten

Herzinsuffizienz, oft auch als Herzschwäche bezeichnet, ist eine ernstzunehmende Erkrankung, von der in Deutschland rund 4 Millionen Menschen betroffen sind, wie die Deutsche Herzstiftung angibt. Es gibt verschiedene Formen und Ausprägungen, die sich in ihrem Verlauf und ihren Symptomen unterscheiden. Während sich die chronische Herzinsuffizienz meist langsam entwickelt, kann die akute Herzinsuffizienz plötzlich und unerwartet auftreten und stellt dann einen lebensbedrohlichen Notfall dar. Wie Stern berichtet, landen Betroffene nicht selten mehrfach im Krankenhaus.

Eine internationale Studie, koordiniert vom schwedischen Karolinska Institut und veröffentlicht im „European Heart Journal“, hat nun die Häufigkeit von wiederholten Krankenhausaufenthalten bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz genauer untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Patienten mit einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens nach einer akuten Episode ein hohes Risiko haben, innerhalb kurzer Zeit erneut stationär behandelt werden zu müssen.

Die Studie wertete Daten von über 10.000 Patienten aus 41 Ländern aus den Jahren 2018 bis 2020 aus. Dabei wurden Patienten mit akuter Herzinsuffizienz, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden, mit Patienten mit chronischer Herzschwäche verglichen, die einen planmäßigen ambulanten Termin hatten.

Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: 5,1 Prozent der mit akuter Herzinsuffizienz eingelieferten Patienten starben während ihres Krankenhausaufenthalts. Von den Überlebenden hatten diejenigen mit einer eingeschränkten Pumpfunktion des Herzens den schlechtesten Verlauf: 44 Prozent von ihnen mussten innerhalb eines Jahres nach der ersten Einlieferung mindestens einmal erneut stationär behandelt werden.

Die Sterblichkeitsrate innerhalb eines Jahres nach einer akuten Herzinsuffizienz war mit 20 Prozent mehr als dreimal so hoch wie bei den ambulant versorgten Patienten mit chronischer Herzschwäche (6,2 Prozent). (Lesen Sie auch: Leipziger Buchmesse Cosplay: Farbenfrohe Kunst Hinter den…)

📌 Hintergrund

Die Pumpfunktion des Herzens wird durch die sogenannte Ejektionsfraktion (EF) gemessen. Sie gibt an, wie viel Blut das Herz bei jedem Schlag auswirft. Eine normale EF liegt bei über 50 Prozent. Eine eingeschränkte Pumpfunktion liegt vor, wenn die EF unter 40 Prozent liegt.

Was sind die Ursachen und Risikofaktoren einer akuten Herzinsuffizienz?

Eine akute Herzinsuffizienz kann verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt ihr eine bereits bestehende chronische Herzinsuffizienz zugrunde, die sich plötzlich verschlimmert. Aber auch andere Erkrankungen können eine akute Herzinsuffizienz auslösen, beispielsweise:

  • Herzinfarkt
  • Herzrhythmusstörungen
  • Lungenembolie
  • Schwere Infektionen
  • Hoher Blutdruck

Bestimmte Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, eine akute Herzinsuffizienz zu entwickeln. Dazu gehören:

  • Hohes Alter
  • Vorerkrankungen des Herzens (z.B. koronare Herzkrankheit, Herzklappenfehler)
  • Diabetes mellitus
  • Nierenerkrankungen
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Alkoholmissbrauch

Es ist wichtig, diese Risikofaktoren zu kennen und gegebenenfalls zu beeinflussen, um das Risiko einer akuten Herzinsuffizienz zu senken. Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung und dem Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum kann dazu beitragen, das Herz zu schützen.

💡 Tipp

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt können helfen, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihr individuelles Risikoprofil und lassen Sie sich beraten, wie Sie Ihre Herzgesundheit verbessern können.

Wie wird eine akute Herzinsuffizienz behandelt?

Die Behandlung einer akuten Herzinsuffizienz zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, die Herzfunktion zu stabilisieren und weitere Schäden zu verhindern. Die Therapie erfolgt in der Regel im Krankenhaus und umfasst: (Lesen Sie auch: Joel Mattli Lets Dance: Sensationeller Start mit…)

  • Sauerstoffgabe
  • Entwässerung mit Medikamenten (Diuretika)
  • Medikamente zur Stärkung der Herzfunktion (z.B. Inotropika)
  • Medikamente zur Senkung des Blutdrucks
  • Behandlung der Grunderkrankung (z.B. Herzinfarkt)

In schweren Fällen kann eine intensivmedizinische Betreuung mit Beatmung und Kreislaufunterstützung erforderlich sein. Ziel ist es, den Patienten so schnell wie möglich zu stabilisieren und die Ursache der akuten Herzinsuffizienz zu behandeln.

Nach der Akutbehandlung ist eine langfristige Betreuung wichtig, um erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dazu gehören:

  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Arzt
  • Anpassung der Medikamente
  • Herzsportgruppen
  • Ernährungsberatung
  • Psychologische Unterstützung

Eine konsequente Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen und eine aktive Beteiligung an der Therapie sind entscheidend für den langfristigen Erfolg.

Was können Patienten tun, um erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden?

Patienten mit akuter Herzinsuffizienz können selbst viel dazu beitragen, erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Wichtig ist, die eigenen Risikofaktoren zu kennen und zu minimieren. Dazu gehören:

  • Regelmäßige Gewichtskontrolle: Eine Gewichtszunahme kann auf Wasseransammlungen im Körper hindeuten, ein frühes Warnzeichen für eine Verschlechterung der Herzinsuffizienz.
  • Kontrolle der Flüssigkeitsaufnahme: Trinken Sie nicht zu viel, um das Herz nicht zusätzlich zu belasten. Ihr Arzt kann Ihnen eine individuelle Empfehlung geben.
  • Salzarme Ernährung: Salz bindet Wasser im Körper und kann so zu Wasseransammlungen führen.
  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme: Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig und in der vom Arzt verordneten Dosierung ein.
  • Körperliche Aktivität: Bewegen Sie sich regelmäßig, aber überanstrengen Sie sich nicht. Ihr Arzt kann Ihnen ein individuelles Trainingsprogramm empfehlen.
  • Vermeidung von Alkohol und Nikotin: Alkohol und Nikotin schaden dem Herzen und können die Herzinsuffizienz verschlimmern.
  • Impfungen: Lassen Sie sich gegen Grippe und Pneumokokken impfen, um Infektionen vorzubeugen, die das Herz zusätzlich belasten können.

Es ist wichtig, auf die Signale des Körpers zu achten und bei Beschwerden wie Atemnot, Schwindel, Gewichtszunahme oder Wasseransammlungen in den Beinen umgehend den Arzt zu informieren. Eine frühzeitige Behandlung kann einen erneuten Krankenhausaufenthalt oft verhindern.

Detailansicht: Akute Herzinsuffizienz
Symbolbild: Akute Herzinsuffizienz (Bild: Picsum)

Die Deutsche Herzstiftung bietet umfassende Informationen und Unterstützung für Patienten mit Herzinsuffizienz und deren Angehörige.

Wie geht es weiter mit der Forschung zur akuten Herzinsuffizienz?

Die Forschung zur akuten Herzinsuffizienz ist weiterhin aktiv, um die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern und die Häufigkeit von wiederholten Krankenhausaufenthalten zu reduzieren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Medikamente, die die Herzfunktion stärken und die Symptome lindern können. Auch die personalisierte Medizin spielt eine immer größere Rolle, bei der die Therapie individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten zugeschnitten wird. (Lesen Sie auch: Nasa Mondmission: Planänderung Beschleunigt Wettlauf Ins All)

Ein weiterer wichtiger Forschungsbereich ist die Prävention der akuten Herzinsuffizienz. Ziel ist es, Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um das Auftreten der Erkrankung zu verhindern. Auch die Entwicklung von telemedizinischen Anwendungen, die es den Patienten ermöglichen, ihre Vitalwerte zu Hause zu überwachen und bei Bedarf frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist vielversprechend.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie des Karolinska Instituts unterstreichen die Notwendigkeit, Patienten mit akuter Herzinsuffizienz und eingeschränkter Pumpfunktion besonders intensiv zu betreuen, um erneute Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und ihre Lebensqualität zu verbessern. Weitere Forschungsanstrengungen sind erforderlich, um die Ursachen für die hohe Rate an Wiederaufnahmen besser zu verstehen und wirksame Strategien zur Prävention und Behandlung zu entwickeln.

Das Ärzteblatt berichtet regelmäßig über neue Erkenntnisse und Entwicklungen in der Herzinsuffizienzforschung.

Wie Stern berichtet, ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Risikofaktoren entscheidend, um das Risiko einer akuten Herzinsuffizienz zu senken.

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Häufig gestellte Fragen

Was genau versteht man unter akuter Herzinsuffizienz?

Akute Herzinsuffizienz ist ein plötzlicher Zustand, in dem das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut durch den Körper zu pumpen, um den Bedarf des Körpers zu decken. Dies kann zu Symptomen wie Atemnot, Schwindel und Wasseransammlungen führen.

Welche Symptome deuten auf eine akute Herzinsuffizienz hin?

Typische Symptome sind plötzliche und starke Atemnot, oft begleitet von Husten, schnelle Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, geschwollene Beine und Knöchel, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, sowie ein Engegefühl oder Schmerzen in der Brust. (Lesen Sie auch: Flüchtiger Passau: Großfahndung nach Ausbruch aus Haft)

Warum landen Patienten mit akuter Herzinsuffizienz so oft wieder im Krankenhaus?

Häufige Gründe sind eine unzureichende Behandlung der Grunderkrankung, mangelnde Therapietreue der Patienten, das Vorliegen von Begleiterkrankungen, sowie ungesunde Lebensgewohnheiten, die das Herz zusätzlich belasten und zu einer erneuten Verschlechterung führen.

Was ist der Unterschied zwischen akuter und chronischer Herzinsuffizienz?

Chronische Herzinsuffizienz entwickelt sich langsam über einen längeren Zeitraum, während akute Herzinsuffizienz plötzlich auftritt. Akute Herzinsuffizienz kann durch eine plötzliche Verschlechterung einer chronischen Herzinsuffizienz oder durch andere akute Ereignisse ausgelöst werden.

Wie kann man das Risiko für eine akute Herzinsuffizienz senken?

Durch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung, dem Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum, sowie durch die konsequente Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Herzerkrankungen kann das Risiko gesenkt werden.

Die hohe Rate an wiederholten Krankenhausaufenthalten bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz und eingeschränkter Pumpfunktion verdeutlicht die Komplexität dieser Erkrankung und die Notwendigkeit einer umfassenden und individualisierten Betreuung. Nur so kann der Teufelskreis aus Krankenhausaufenthalten durchbrochen und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.

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