Die AKW Gösgen Wiederinbetriebnahme ist für den 21. März geplant, womit das Kernkraftwerk nach einer zehnmonatigen Stillstandszeit wieder Strom ins Schweizer Netz einspeisen wird. Die lange Pause war durch planmäßige Revisionsarbeiten und unvorhergesehene Reparaturen bedingt.

Das ist passiert
- AKW Gösgen nimmt voraussichtlich am 21. März den Betrieb wieder auf.
- Zehn Monate Stillstand aufgrund von Revision und Reparaturen.
- Wichtige Arbeiten an sicherheitsrelevanten Systemen wurden durchgeführt.
- Die Wiederinbetriebnahme trägt zur Versorgungssicherheit der Schweiz bei.
Akw Gösgen Wiederinbetriebnahme: Ein wichtiger Schritt für die Schweizer Stromversorgung
Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) steht kurz vor der Wiederaufnahme des Betriebs. Nach einer umfassenden Revisionsphase und der Behebung einiger unerwarteter technischer Probleme soll das AKW am 21. März wieder ans Netz gehen. Die lange Ausfallzeit hatte Auswirkungen auf die Schweizer Stromproduktion, weshalb die Wiederinbetriebnahme von großer Bedeutung ist.
Die Betreibergesellschaft, die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, hat in den vergangenen Monaten umfangreiche Arbeiten durchgeführt. Dazu gehörten planmäßige Inspektionen, der Austausch von Komponenten und die Behebung von Schäden. Die Sicherheit der Anlage und der Schutz der Bevölkerung standen dabei stets im Vordergrund. Die Wiederinbetriebnahme erfolgt erst, wenn alle sicherheitsrelevanten Systeme geprüft und für einwandfrei befunden wurden.
Das AKW Gösgen ist eines von vier Kernkraftwerken in der Schweiz und trägt wesentlich zur Stromversorgung des Landes bei. Es produziert rund 13 Prozent des Schweizer Stroms. Die Anlage befindet sich in Däniken im Kanton Solothurn und ist seit 1979 in Betrieb.
Welche Arbeiten wurden während des Stillstands durchgeführt?
Während des zehnmonatigen Stillstands wurden am Kernkraftwerk Gösgen umfangreiche Revisions- und Reparaturarbeiten durchgeführt. Die planmäßigen Inspektionen umfassten die Überprüfung von Reaktorkomponenten, Turbinen und Generatoren. Zudem wurden sicherheitsrelevante Systeme wie Notstromaggregate und Kühlsysteme gewartet und modernisiert. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) überwachte die Arbeiten engmaschig. (Lesen Sie auch: Fraueneishockey Schweiz: Kampf um Anerkennung geht Weiter)
Neben den planmäßigen Arbeiten traten auch unvorhergesehene Probleme auf. So mussten beispielsweise Reparaturen an Rohrleitungen durchgeführt werden. Diese zusätzlichen Arbeiten verzögerten die Wiederinbetriebnahme. Die Betreibergesellschaft betonte jedoch, dass die Sicherheit der Anlage oberste Priorität habe und keine Kompromisse eingegangen würden.
Die lange Revisionsdauer führte zu Diskussionen über die Verfügbarkeit von Kernkraftwerken und die Abhängigkeit der Schweiz von ausländischen Stromimporten. Kritiker forderten einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Befürworter der Kernenergie verwiesen hingegen auf die hohe Zuverlässigkeit und die CO2-arme Stromproduktion von AKWs.
Das AKW Gösgen hat eine Leistung von 1010 Megawatt und produziert jährlich rund 8 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht etwa 13 Prozent des Schweizer Strombedarfs. Der Betreiber ist die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, an der mehrere Schweizer Energieunternehmen beteiligt sind.
Die Bedeutung des AKW Gösgen für die Schweizer Stromversorgung
Das AKW Gösgen spielt eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung der Schweizer Stromversorgung. Es liefert kontinuierlich Strom, unabhängig von Wetterbedingungen oder Tageszeit. Dies ist besonders wichtig in den Wintermonaten, wenn der Strombedarf hoch ist und die Produktion aus erneuerbaren Energien geringer ausfällt. Die Wiederinbetriebnahme ist daher ein wichtiger Schritt, um Engpässe in der Stromversorgung zu vermeiden.
Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist jedoch umstritten. Während einige Parteien einen schnellen Ausstieg fordern, plädieren andere für einen Weiterbetrieb der bestehenden AKWs, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die CO2-Emissionen zu senken. Wie SRF berichtet, ist die Sicherstellung der Energieversorgung eine der grössten Herausforderungen der Schweiz. (Lesen Sie auch: Fraueneishockey Schweiz: Kampf um Anerkennung im Sport)
Die Stilllegung von AKWs und der gleichzeitige Ausbau erneuerbarer Energien erfordern erhebliche Investitionen in das Stromnetz und in Speichertechnologien. Zudem muss die Schweiz verstärkt Strom aus dem Ausland importieren, was die Abhängigkeit von anderen Ländern erhöht.
Auswirkungen auf den Strommarkt
Die Wiederinbetriebnahme des AKW Gösgen wird sich voraussichtlich positiv auf den Schweizer Strommarkt auswirken. Durch die zusätzliche Stromproduktion können die Preise sinken und die Abhängigkeit von Importen reduziert werden. Die Strompreise in der Schweiz sind in den letzten Monaten stark gestiegen, was vor allem auf die hohen Gaspreise in Europa und die geringe Verfügbarkeit von Kernkraftwerken in Frankreich zurückzuführen ist. Die Rückkehr von Gösgen auf den Markt dürfte die Situation entspannen. Die Strompreise sind jedoch auch von anderen Faktoren abhängig, wie beispielsweise dem Wetter und der Nachfrage.
Der Schweizer Strommarkt ist eng mit dem europäischen Strommarkt verbunden. Die Schweiz importiert und exportiert Strom mit ihren Nachbarländern. Die Verfügbarkeit von Strom in den Nachbarländern hat daher einen direkten Einfluss auf die Schweizer Strompreise. Swissgrid, die nationale Netzgesellschaft, ist für den sicheren und zuverlässigen Betrieb des Schweizer Stromnetzes verantwortlich.
Wie geht es weiter?
Nach der Wiederinbetriebnahme des AKW Gösgen wird die Anlage zunächst einige Tage im Testbetrieb laufen, bevor sie die volle Leistung erreicht. Die Betreibergesellschaft wird die Anlage weiterhin engmaschig überwachen und regelmäßig Revisionen durchführen. Die Lebensdauer des AKW Gösgen ist bis Ende 2029 befristet. Ob die Anlage danach weiterbetrieben wird, ist derzeit noch unklar. Die Entscheidung darüber liegt beim Bundesrat und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Sicherheitslage, der Wirtschaftlichkeit und der politischen Akzeptanz.

Die Diskussion über die Zukunft der Kernenergie in der Schweiz wird weitergehen. Die Frage, wie die Schweiz ihre Stromversorgung langfristig sicherstellen kann, ist von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und die Erreichung der Klimaziele. Die AKW Gösgen Wiederinbetriebnahme ist ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssicherheit kurzfristig zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Schweiz Olympische Winterspiele 2026: im Fokus)
Häufig gestellte Fragen
Wann genau wird das AKW Gösgen wieder in Betrieb genommen?
Die Wiederinbetriebnahme des AKW Gösgen ist für den 21. März geplant. Nach einer zehnmonatigen Stillstandszeit soll das Kernkraftwerk dann wieder Strom ins Schweizer Netz einspeisen. Zuvor erfolgen noch Testläufe.
Warum dauerte die Revision des AKW Gösgen so lange?
Die lange Revisionsdauer ist auf planmäßige Inspektionen und Wartungsarbeiten sowie auf unvorhergesehene Reparaturen zurückzuführen. Die Betreibergesellschaft hat betont, dass die Sicherheit der Anlage oberste Priorität hat.
Welchen Beitrag leistet das AKW Gösgen zur Schweizer Stromversorgung?
Das AKW Gösgen produziert rund 13 Prozent des Schweizer Stroms und ist damit ein wichtiger Pfeiler der Stromversorgung. Es liefert kontinuierlich Strom, unabhängig von Wetterbedingungen oder Tageszeit, was besonders im Winter wichtig ist. (Lesen Sie auch: Lawinenwinter 1951: Die Katastrophe, die die Schweiz…)
Wie wirkt sich die Wiederinbetriebnahme auf die Strompreise aus?
Die Wiederinbetriebnahme des AKW Gösgen wird sich voraussichtlich positiv auf den Schweizer Strommarkt auswirken. Durch die zusätzliche Stromproduktion können die Preise sinken und die Abhängigkeit von Importen reduziert werden.
Wie lange ist die Betriebsbewilligung für das AKW Gösgen gültig?
Die Betriebsbewilligung für das AKW Gösgen ist bis Ende 2029 gültig. Ob die Anlage danach weiterbetrieben wird, ist derzeit noch unklar und hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Die AKW Gösgen Wiederinbetriebnahme ist ein wichtiges Ereignis für die Schweizer Stromversorgung. Die Anlage wird dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Abhängigkeit von ausländischen Stromimporten zu reduzieren.











