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Angelika Mann, bekannt als „Die Lütte“, ist am 21. Januar 2026 im Alter von 76 Jahren an Krebs verstorben. Die DDR-Sängerin und Schauspielerin prägte über ein halbes Jahrhundert die deutsche Kulturszene – von der Traumzauberbaum-Kinderschallplatte bis zum Deutschen Musical Theater Preis 2019.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Angelika Mann: Von der Apothekerin zur DDR-Ikone
- Traumzauberbaum: Die Stimme einer Generation
- Band Obelisk und der Aufstieg zum DDR-Star
- Warum Angelika Mann die Biermann-Erklärung unterzeichnete
- 1985: Der Neuanfang in West-Berlin
- Von der Dreigroschenoper zum Musical Theater Preis
- Der Kampf gegen den Krebs
- „Die Lütte": Klein an Gestalt, groß auf der Bühne
- Angelika Mann hinterlässt Tochter und Ehemann
- Häufige Fragen zu Angelika Mann
- Ein Vermächtnis, das bleibt
- Artikel-Metadaten
- SEO-Daten (Rank Math / Yoast)
- Schlagwörter (Copy & Paste)
- Image Prompt (English)
- Video-Empfehlung
- Social Media Snippets
Das Wichtigste in Kürze
- Angelika Mann starb am 21. Januar 2026 mit 76 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung
- Die Berlinerin war unter dem Spitznamen „Die Lütte“ bekannt – wegen ihrer Körpergröße von 1,49 Metern
- Ihre Stimme ist auf dem millionenfach verkauften „Traumzauberbaum“ (1980) verewigt
- Mit der Band Obelisk feierte sie zwischen 1980 und 1984 große Erfolge in der DDR
- 1976 unterzeichnete sie die Biermann-Erklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns
- 2019 gewann sie den Deutschen Musical Theater Preis als beste Nebendarstellerin
Angelika Mann ist tot. Am 23. Januar 2026 bestätigte ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur den Tod der beliebten Künstlerin. Die Sängerin und Schauspielerin, die wegen ihrer Körpergröße von nur 1,49 Metern liebevoll „Die Lütte“ genannt wurde, erlag am 21. Januar ihrem Krebsleiden. Mehr als ein halbes Jahrhundert stand sie auf der Bühne – als Rockröhre, Kabarettistin, Moderatorin und Theaterschauspielerin.
Angelika Mann: Von der Apothekerin zur DDR-Ikone
Geboren am 13. Juni 1949 in Berlin, wuchs Angelika Mann als Tochter eines Arztes und einer Krankenschwester in Berlin-Buch auf. Musik prägte ihr Leben von Kindesbeinen an: Als Kind übte sie bis zu acht Stunden täglich Klavier, als Teenager hörte sie Bach und Beatles. Doch zunächst schlug die pflichtbewusste junge Frau einen anderen Weg ein – sie absolvierte eine Ausbildung zur Apothekenfacharbeiterin.

Von 1969 bis 1973 folgte dann die Ausbildung zur Sängerin und Pianistin an der Musikschule Friedrichshain in Ost-Berlin. Der Bandleader Klaus Lenz entdeckte ihr Talent und holte sie in seine Big Band. Dort begann eine Karriere, die Angelika Mann zu einer der bekanntesten Künstlerinnen der DDR machen sollte.
Traumzauberbaum: Die Stimme einer Generation
In den 1970er Jahren begann die enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Reinhard Lakomy, die Angelika Manns Namen unsterblich machen sollte. 1975 und 1976 landeten die beiden mit den Titeln „Mir doch egal“ und „Sieben Zwerge“ erfolgreiche Schlager-Duette.
1980 entstand das Werk, das bis heute Generationen von Kindern begleitet: Der Traumzauberbaum. Die Geschichtenlieder-Produktion von Reinhard Lakomy (Komposition) und Monika Ehrhardt (Texte) verkaufte sich millionenfach. Angelika Manns unverwechselbare Stimme ist auf diesem Kinderhörspiel-Klassiker verewigt – besonders das „Regenlied“ haben viele bis heute im Ohr.
| Jahr | Meilenstein | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1969–1973 | Ausbildung Musikschule Friedrichshain | Grundstein der Karriere |
| 1975/1976 | Hits mit Reinhard Lakomy | „Mir doch egal“, „Sieben Zwerge“ |
| 1976 | Biermann-Erklärung unterzeichnet | Politisches Statement |
| 1980 | Der Traumzauberbaum | Millionenfach verkaufter Klassiker |
| 1980–1984 | Band Obelisk | Top-Star der DDR-Rockszene |
| 1982 | Goldmedaille Interpretenwettbewerb | Offizielle Anerkennung |
| 1985 | Ausreise nach West-Berlin | Neuanfang im Westen |
| 1987–1993 | Lucy in der Dreigroschenoper | Theater des Westens |
| 2019 | Deutscher Musical Theater Preis | Beste Nebendarstellerin |
Band Obelisk und der Aufstieg zum DDR-Star
Von 1980 bis 1984 feierte Angelika Mann mit ihrer Band Obelisk unter Bandleader Andreas Bicking die größten Erfolge ihrer Musikkarriere. Songs wie „Kutte“, „Champus-Lied“ und „Was treibt mich nur“ machten sie zum Top-Star der DDR-Rockszene. 1982 gewann die Band die Goldmedaille beim VI. Interpretenwettbewerb der Unterhaltungskunst.
Im selben Jahr erhielt Angelika Mann ihre eigene Fernsehsendung: „Rockmusik zum Anfassen“ im DDR-Fernsehen. Parallel arbeitete sie für das Kinderprogramm „Kling-Klang“ und festigte ihren Status als eine der vielseitigsten Künstlerinnen des Landes.
Warum Angelika Mann die Biermann-Erklärung unterzeichnete
1976 zeigte Angelika Mann politische Haltung: Sie unterzeichnete die sogenannte Biermann-Erklärung – einen Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann. Trotz Intervention des Regimes nahm sie ihre Unterschrift nicht zurück. Diese Entscheidung sollte Konsequenzen haben.
In ihrer Autobiografie „Was treibt mich nur“ (2013) beschrieb sie die Folgen: „Die Situation in der DDR war schon seit langem recht trostlos. Seit Jahren kämpfte man immer um dieselben Dinge: Texte, Musik, Klamotten, Auftritte, Musikinstrumente.“ Sie wurde drangsaliert, ihre Karriere gebremst – und doch gab Angelika Mann später nie oppositionelle Gründe für ihre Ausreise an, sondern ehrlich die allgemeine Unzufriedenheit.

1985: Der Neuanfang in West-Berlin
Im Mai 1984 stellte Angelika Mann den Ausreiseantrag. Eine Anekdote aus dieser Zeit: Costa Cordalis, der gerade auf DDR-Tournee war, nahm ihren Flügel mit in den Westen – ein Jahr später folgte sie selbst samt Ehemann.
Mit 36 Jahren musste sich „Die Lütte“ komplett neu erfinden. Die Ankunft in West-Berlin erlebte sie – wie viele Kollegen aus dem Osten – als hart und kalt. Eine neue Band gründete sie nicht mehr. Stattdessen überbrückte sie die Anfänge mit Synchronarbeiten und begann eine zweite Karriere als Schauspielerin.
Von der Dreigroschenoper zum Musical Theater Preis
Der Durchbruch im Westen gelang 1987: Am Theater des Westens übernahm Angelika Mann die Rolle der Lucy in Günter Krämers Inszenierung der „Dreigroschenoper“. Sechs Jahre lang – bis 1993 – wurde sie in dieser Rolle gefeiert, auch bei Gastspielen in Hamburg, Köln, Spoleto und sogar Tokio.
Es folgten weitere Theaterrollen:
- 1994–2000: Die Hexe in „Hänsel und Gretel“ im Berliner Friedrichstadtpalast
- 1999: Rolle in Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“
- 2000: Titelrolle in „Claire Waldoff“ – eigens für sie geschrieben
- Ab 2010: Hausfrau Doris Bertram in „Heiße Zeiten – Wechseljahre“
Der krönende Abschluss ihrer Theaterkarriere kam 2019: In der Welturaufführung des Musicals „Der Mann mit dem Lachen“ an der Staatsoperette Dresden spielte Angelika Mann die Königin Anne Stuart – und gewann dafür den Deutschen Musical Theater Preis 2019 als beste Darstellerin in einer Nebenrolle.
Der Kampf gegen den Krebs
2021 erhielt Angelika Mann eine niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Doch „Die Lütte“ ließ sich nicht unterkriegen. Trotz Chemotherapie, Operationen und Bestrahlungen stand sie weiter auf der Bühne – mit Perücke, ohne Wimpern, aber mit ungebrochener Bühnenpräsenz.
„Das Theaterspielen ist mein Lebenselixier – ich würde sagen: Es war meine wahre Therapie“, erklärte sie 2022 der „Superillu“. Erst als sie die Krankheit für besiegt hielt, sprach sie öffentlich darüber. Doch der Krebs kehrte zurück.
„Die Lütte“: Klein an Gestalt, groß auf der Bühne
Auf ihrer Internetseite beschrieb sich Angelika Mann selbst: „Klein an Gestalt, jedoch mit kaum zu zügelnder Berliner Schnauze, voluminöser Stimme und herausragender Bühnenpräsenz unterhält sie ihr Publikum als eine ganz ‚Große‘.“
Der Spitzname „Die Lütte“ (norddeutsch für „die Kleine“) begleitete sie seit DDR-Zeiten und wurde zu ihrem Markenzeichen. Mit nur 1,49 Metern eroberte sie die größten Bühnen des Landes – eine Ausnahmekünstlerin, die Rückschläge mit Optimismus konterte.
Angelika Mann hinterlässt Tochter und Ehemann
Angelika Mann war verheiratet und lebte zuletzt in Berlin-Rudow. Sie hinterlässt ihre Tochter Ulrike Weidemüller, die ebenfalls als Schauspielerin und Sängerin tätig ist, sowie ihren Witwer Ralf Rasch.
Wie sie gelebt hat, wollte sie auch beerdigt werden: mit Champagner auf dem Berliner Künstlerfriedhof Friedenau. Dort liegt auch der Komponist Franz Bartzsch, dem sie zeitlebens dankbar war für ihren Hit „Versuch es doch mal mit Champagner“.

Häufige Fragen zu Angelika Mann
Ein Vermächtnis, das bleibt
Mit Angelika Mann verliert Deutschland eine Ausnahmekünstlerin, deren Werk Generationen geprägt hat. Von den Traumzauberbaum-Liedern, die Kinder in den Schlaf begleiten, bis zu ihren gefeierten Theaterrollen – „Die Lütte“ hat Spuren hinterlassen, die nicht verblassen werden.
Sie gehörte zu den Künstlerinnen, von denen man dachte: Die bleibt für immer. Sie hat alles überstanden, den Fall ins Nichts nach der Ausreise, den Verlust guter Freunde, die Krebserkrankung. Angelika Mann war die Inkarnation von Optimismus, Lebensfreude und Schaffenskraft. Nun ist sie gegangen – aber ihre Stimme lebt weiter.
Autor-Info: Dieser Nachruf basiert auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur, offiziellen Theaterbiografien und Angelika Manns Autobiografie „Was treibt mich nur“ (Militzke Verlag, 2013).
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Artikel-Metadaten
Datum: 23.01.2026
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Artikeltyp: News/Nachruf
YMYL-Thema: Nein
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Einbettungs-Position: Nach Abschnitt „Traumzauberbaum“
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🕯️ Trauer um Angelika Mann: „Die Lütte“ ist mit 76 Jahren gestorben. Die DDR-Ikone und Traumzauberbaum-Stimme erlag ihrem Krebsleiden. Eine Ausnahmekünstlerin. #AngelikaMann #DieLütte #Nachruf
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Die deutsche Kulturszene trauert um Angelika Mann (1949-2026). Die als „Die Lütte“ bekannte Sängerin und Schauspielerin prägte über 50 Jahre die Bühnen – von der DDR-Rockband Obelisk bis zum Deutschen Musical Theater Preis 2019. Ihre Stimme auf dem millionenfach verkauften „Traumzauberbaum“ begleitete Generationen von Kindern. Trotz Krebsdiagnose 2021 stand sie bis zuletzt auf der Bühne. Eine Künstlerin, die Optimismus verkörperte wie keine andere.
Sie war „Die Lütte“ – und doch eine ganz Große. Angelika Mann ist mit 76 Jahren gestorben. 💔 Wer erinnert sich noch an ihre unvergessliche Stimme auf dem „Traumzauberbaum“? Teilt eure Erinnerungen an diese außergewöhnliche Künstlerin.





