Ein herber Dämpfer für die deutsche Brauwirtschaft: Der Bierabsatz in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein historisches Tief gefallen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und lassen wenig Raum für Optimismus. Ein Rückgang von satten 6,0 Prozent markiert den größten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen. Was steckt hinter diesem Negativtrend und welche Konsequenzen hat er für die Branche?

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- Historischer Tiefstand: Bierabsatz Deutschland auf Talfahrt
- Gründe für den Rückgang: Mehr als nur ein vorübergehender Trend
- Das schlechte Konsumklima: Ein zusätzlicher Belastungsfaktor
- Export und Haustrunk: Auch hier geht es bergab
- Ausblick: Wie geht es weiter mit dem Bierabsatz Deutschland?
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Der Bierabsatz in Deutschland sank um 6,0 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Liter.
- Dies ist der niedrigste Wert seit Einführung der Statistik im Jahr 1993.
- Hauptursachen sind ein verändertes Konsumverhalten, ein gesünderer Lebensstil und das schlechte Konsumklima.
- Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) beklagt die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher.
Historischer Tiefstand: Bierabsatz Deutschland auf Talfahrt
Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind alarmierend. Mit einem Absatz von rund 7,8 Milliarden Litern wurde der niedrigste Wert seit 1993 erreicht. Selbst die von Lockdowns und Kontaktbeschränkungen geprägten Corona-Jahre 2020 und 2021 konnten diesen Negativtrend nicht aufhalten. Der Rückgang betrifft sowohl den Inlandsabsatz als auch den Export, was die Situation für die deutschen Brauereien zusätzlich verschärft. Der Bierabsatz Deutschland ist somit ein Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen und wirtschaftlicher Herausforderungen.
dass die Statistik des Statistischen Bundesamtes alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht berücksichtigt. Ebenso wenig werden Importe aus Nicht-EU-Staaten in die Berechnung einbezogen. Die tatsächliche Menge an konsumierten Bierprodukten könnte also etwas höher liegen, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Tendenz eines sinkenden Bierabsatzes.
Gründe für den Rückgang: Mehr als nur ein vorübergehender Trend
Die Ursachen für den sinkenden Bierabsatz Deutschland sind vielfältig und komplex. Ein wichtiger Faktor ist der gesellschaftliche Wandel hin zu einem gesünderen Lebensstil. legen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und reduzieren den Konsum von Alkohol. Auch veränderte Trinkgewohnheiten spielen eine Rolle. Jüngere Generationen greifen seltener zu Bier und bevorzugen stattdessen andere Getränke wie Craft-Biere, Cocktails oder alkoholfreie Alternativen. (Lesen Sie auch: Es geht um Dortmunds Meisterkampf – Schafft…)
Darüber hinaus spielt die Alterung der Gesellschaft eine Rolle. Ältere Menschen trinken tendenziell weniger Bier als jüngere. Dies führt zu einer Verschiebung der Nachfrage und trägt zum Rückgang des Bierabsatzes bei.
Der Begriff „Haustrunk“ bezeichnet Bier, das Brauereien ihren Mitarbeitern als Teil des Gehalts zur Verfügung stellen. Dieser Haustrunk ist steuerfrei und wird separat erfasst.
Das schlechte Konsumklima: Ein zusätzlicher Belastungsfaktor
Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) beklagt zudem das derzeitige schlechte Konsumklima. „Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren“, sagte DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Die hohe Inflation und die gestiegenen Energiepreise belasten die Budgets der Verbraucher und führen dazu, dass diese weniger Geld für Genussmittel wie Bier ausgeben. Der Bierabsatz Deutschland leidet somit unter den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Auch die angespannte Situation in der Gastronomie trägt zum Rückgang des Bierabsatzes bei. Viele Betriebe haben sich seit der Corona-Pandemie noch nicht erholt und kämpfen mit Personalmangel und steigenden Kosten. Dies führt dazu, dass weniger Bier in Restaurants und Kneipen ausgeschenkt wird. (Lesen Sie auch: Brooklyn + Nicola Peltz Beckham: Auf der…)
Export und Haustrunk: Auch hier geht es bergab
Der Löwenanteil des Bieres (82,5 Prozent) wurde im Inland verkauft. Hier betrug der mengenmäßige Rückgang 5,8 Prozent. Die restlichen 17,5 Prozent wurden nicht versteuert, weil sie in den Export gegangen sind oder als sogenannter Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien gegeben wurden. In diesem Bereich ging die Menge im Vergleich zum Vorjahr sogar um rund 7,0 Prozent zurück. Der Rückgang im Export ist besonders besorgniserregend, da er zeigt, dass auch auf internationalen Märkten die Nachfrage nach deutschem Bier sinkt. Der Bierabsatz Deutschland steht also vor globalen Herausforderungen.
Ausblick: Wie geht es weiter mit dem Bierabsatz Deutschland?
Die Zukunft des Bierabsatzes Deutschland ist ungewiss. Es ist davon auszugehen, dass der Trend zu einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten anhalten wird. Die Brauereien müssen sich daher anpassen und neue Wege finden, um ihre Produkte an die Bedürfnisse der Konsumenten anzupassen. Dies könnte beispielsweise durch die Entwicklung von alkoholfreien Bieren, Craft-Bieren oder neuen Geschmacksrichtungen geschehen. Der Bierabsatz Deutschland kann nur durch Innovation und Anpassungsfähigkeit stabilisiert werden.

Auch die Politik ist gefordert, die Rahmenbedingungen für die Brauwirtschaft zu verbessern. Dies könnte beispielsweise durch eine Senkung der Biersteuer oder durch die Förderung des Tourismus geschehen. Denn auch der Tourismus spielt eine wichtige Rolle für den Bierabsatz Deutschland.
| Aspekt | Details | Bewertung |
|---|---|---|
| Gesundheitstrend | Zunehmendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung | ⭐⭐⭐⭐⭐ |
| Wirtschaftliche Lage | Inflation und steigende Energiepreise | ⭐⭐⭐⭐ |
| Veränderte Trinkgewohnheiten | Jüngere Generationen bevorzugen andere Getränke | ⭐⭐⭐ |
| Situation der Gastronomie | Viele Betriebe haben sich noch nicht von der Pandemie erholt | ⭐⭐ |
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum sinkt der Bierabsatz in Deutschland?
Der Bierabsatz sinkt aufgrund verschiedener Faktoren, darunter ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein, veränderte Trinkgewohnheiten jüngerer Generationen, die Alterung der Gesellschaft und ein schlechtes Konsumklima aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten.
Welche Rolle spielt die Gastronomie beim Bierabsatz?
Die Gastronomie ist ein wichtiger Absatzkanal für Bier. Die Schwierigkeiten, mit denen viele Gastronomiebetriebe seit der Corona-Pandemie zu kämpfen haben, tragen zum Rückgang des Bierabsatzes bei. (Lesen Sie auch: Tools & Tipps: Läuft wie geschmiert: In…)
Was können Brauereien tun, um den Bierabsatz zu steigern?
Brauereien können versuchen, den Bierabsatz durch die Entwicklung neuer Produkte (z.B. alkoholfreie Biere, Craft-Biere), gezieltes Marketing und die Erschließung neuer Märkte zu steigern.
Werden alkoholfreie Biere in der Statistik berücksichtigt?
Nein, alkoholfreie Biere werden in der Statistik des Statistischen Bundesamtes nicht berücksichtigt.
Wie wirkt sich der Export auf den Bierabsatz aus?
Der Export ist ein wichtiger Bestandteil des Bierabsatzes. Ein Rückgang des Exports trägt ebenfalls zum sinkenden Gesamtbierabsatz bei.
Fazit
Der Rückgang des Bierabsatzes Deutschland auf ein Rekordtief ist ein deutliches Signal für die deutsche Brauwirtschaft. Die Branche steht vor großen Herausforderungen und muss sich an veränderte Rahmenbedingungen anpassen. Nur durch Innovation, Anpassungsfähigkeit und eine enge Zusammenarbeit mit der Politik kann der Bierabsatz Deutschland langfristig stabilisiert werden. Die Zukunft des deutschen Bieres hängt davon ab, ob die Brauereien in der Lage sind, auf die Bedürfnisse der Konsumenten einzugehen und neue Wege zu gehen. (Lesen Sie auch: Daniel Aminati: "Eine Trennung gehört nicht in…)











