Die Aufarbeitung der Brandkatastrophe Crans Montana, bei der in einer Bar zahlreiche Menschen zu Tode kamen, wird von emotionalen Auseinandersetzungen begleitet. Im Zuge der erneuten Befragung der Betreiber des „Le Constellation“ kam es zu einem Tumult, bei dem Angehörige der Opfer die Beschuldigten verbal attackierten. Um die Sicherheit der Betreiber zu gewährleisten, war ein Polizeischutz erforderlich.

| Datum/Uhrzeit | Silvesternacht, mehrere Jahre zurückliegend |
|---|---|
| Ort | Crans-Montana, Kanton Wallis, Schweiz |
| Art des Einsatzes | Brand in einer Bar, Schutz der Beschuldigten bei Vernehmung |
| Beteiligte Kräfte | Kantonspolizei Wallis, Rettungsdienste, Feuerwehr |
| Verletzte/Tote | 41 Todesopfer, ca. 80 Verletzte |
| Sachschaden | Erheblich (genaue Summe nicht bekannt) |
| Ermittlungsstand | Ermittlungen gegen die Barbetreiber wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung laufen. |
| Zeugenaufruf | Nein (Ermittlungen laufen) |
Chronologie der Ereignisse
Durch Partyfontänen entzündete sich die Schaumstoffdecke der Bar.
Feuerwehr und Rettungsdienste rücken zum Brandort aus.
Zahlreiche Personen können nur noch tot geborgen werden, viele werden verletzt ins Krankenhaus gebracht. (Lesen Sie auch: Crans Montana Katastrophe: Drohen Härtere Strafen)
Die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen zur Brandursache und Verantwortlichkeit auf.
Aufgrund der aufgeheizten Stimmung bei den Angehörigen der Opfer ist Polizeischutz erforderlich.
Was ist über die Brandkatastrophe Crans Montana bisher bekannt?
Die Brandkatastrophe Crans Montana ereignete sich in der Silvesternacht in der Bar „Le Constellation“. Durch das Abbrennen von Partyfontänen entzündete sich die Schaumstoffdecke der Bar. In der Folge starben 41 Menschen, und etwa 80 wurden verletzt. Die Betreiber der Bar werden wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie Stern berichtet, waren die Betreiber nur mit Polizeischutz vor den wütenden Familienangehörigen zu schützen.
Emotionale Reaktionen der Angehörigen
Die Angehörigen der Opfer reagierten mit großer Wut und Trauer auf die erneute Befragung der Barbetreiber. Vor dem Gebäude, in dem die Vernehmung stattfand, kam es zu lautstarken Protesten. Einige Angehörige beschimpften das Betreiberpaar als „Mörder“ und „Monster“. Die Familie des 17-jährigen Trystan, eines der Todesopfer, trug T-Shirts mit seinem Foto, um auf das Leid der Hinterbliebenen aufmerksam zu machen. Trystans Bruder Tobyas (14) sagte gegenüber dem Portal „20 Minuten“, er wolle Jessica Moretti zeigen, dass sie Familien zerstört habe und sie solle sehen, wie es ihnen gehe. (Lesen Sie auch: Sturmtote Frankreich: LKW-Fahrer Stirbt – Orkan auf…)
Einsatz-Übersicht
- 41 Todesopfer
- Ca. 80 Verletzte
- Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
- Polizeischutz für Beschuldigte erforderlich
Warum war Polizeischutz notwendig?
Die Staatsanwaltschaft hatte die Befragung der Beschuldigten auf das Gelände Campus Energypolis verlegt, um möglichst vielen Opferanwälten und Angehörigen die Möglichkeit zu geben, anwesend zu sein. Die Verlegung führte jedoch auch dazu, dass die ohnehin schon angespannte Stimmung weiter eskalierte. Aufgrund der aufgeheizten Atmosphäre und der verbalen Angriffe auf das Betreiberpaar sah sich die Kantonspolizei Wallis gezwungen, die Beschuldigten zu schützen. Die Polizei befürchtete, dass es ohne Schutzmaßnahmen zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen könnte. Die Sicherheit aller Beteiligten musste gewährleistet werden.
Welche Vorwürfe werden gegen die Betreiber erhoben?
Gegen das Betreiberpaar der Bar „Le Constellation“ wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die Sicherheitsvorschriften in der Bar nicht ausreichend beachtet zu haben. Insbesondere wird ihnen zur Last gelegt, dass die Schaumstoffdecke in der Bar leicht entflammbar war und keine ausreichenden Brandschutzmaßnahmen vorhanden waren. Zudem wird geprüft, ob die Notausgänge ausreichend gekennzeichnet und zugänglich waren. Die Betreiber befinden sich gegen Kaution auf freiem Fuß. Die Schweizer Behörden legen großen Wert auf eine lückenlose Aufklärung.
Die Kantonspolizei Wallis bittet weiterhin um sachdienliche Hinweise im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe. Zeugen, die relevante Informationen haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer +41 (0)27 326 56 56 zu melden.
Wie geht es den Verletzten?
Von den rund 80 Verletzten der Brandkatastrophe Crans Montana mussten viele schwer verletzt in Krankenhäuser eingeliefert werden. Einige von ihnen werden voraussichtlich noch Monate in stationärer Behandlung bleiben. Die Verletzungen reichen von schweren Brandwunden über Rauchvergiftungen bis hin zu psychischen Traumata. Die medizinische und psychologische Betreuung der Opfer und ihrer Angehörigen ist eine große Herausforderung für die Rettungsdienste und Krankenhäuser im Kanton Wallis. Viele der Verletzten waren unter 18 Jahre alt. (Lesen Sie auch: Ott Prozess: Ex-Kneissl-Mann sagt als Zeuge)
Was war die Ursache für die Brandkatastrophe in Crans Montana?
Die Brandkatastrophe wurde durch Partyfontänen ausgelöst, die die Schaumstoffdecke der Bar „Le Constellation“ entzündeten. Das Feuer breitete sich rasch aus, was zu zahlreichen Todesopfern und Verletzten führte.
Welche strafrechtlichen Konsequenzen drohen den Barbetreibern?
Gegen die Betreiber wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, die Sicherheitsvorschriften nicht ausreichend beachtet zu haben. (Lesen Sie auch: Zwillinge Hintereinander: Bayern Staunt über Mutterglück!)
Wie viele Opfer forderte die Brandkatastrophe Crans Montana?
Die Brandkatastrophe forderte 41 Todesopfer. Zusätzlich wurden etwa 80 Personen verletzt, von denen sich einige noch immer in medizinischer Behandlung befinden.
Warum war bei der Befragung der Beschuldigten Polizeischutz notwendig?
Aufgrund der emotionalen Reaktionen und der aufgeheizten Stimmung unter den Angehörigen der Opfer wurde Polizeischutz benötigt, um die Sicherheit der Betreiber während der Vernehmung zu gewährleisten.
Wo fand die Befragung der Beschuldigten statt?
Die Befragung der Beschuldigten wurde auf das Gelände Campus Energypolis verlegt, um möglichst vielen Opferanwälten und Angehörigen die Teilnahme zu ermöglichen.
Die Brandkatastrophe von Crans Montana hat tiefe Wunden hinterlassen. Die Ermittlungen dauern an, und es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können und dass die Lehren aus dieser Tragödie gezogen werden, um solche Unglücke in Zukunft zu verhindern. Die SRF berichtet umfassend über die Aufarbeitung der Ereignisse.











