Buckelwal Timmendorfer Strand: Saugbagger soll Rettung bringen
Ein großer Saugbagger soll nun helfen, den seit Montag vor Timmendorfer Strand gestrandeten Buckelwal zu befreien. Wie die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd mitteilte, soll der Bagger eine Rinne vor dem Kopf des Tieres graben, damit sich der Wal nicht drehen muss, um wieder ins tiefe Wasser zu gelangen. Ob der Einsatz noch heute oder erst morgen erfolgt, war zunächst unklar.

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Wie soll der Saugbagger den Buckelwal retten?
Der Saugbagger soll eine Rinne in den Sand vor dem Kopf des gestrandeten Buckelwals graben. Dadurch soll dem Tier ermöglicht werden, sich leichter in tieferes Wasser zu bewegen, ohne sich drehen zu müssen. Experten erhoffen sich, dass diese Methode den Wal schonend und effektiv befreien kann, da bisherige Versuche scheiterten. (Lesen Sie auch: Buckelwal Timmendorfer Strand: THW hilft bei Rettungsaktion)
Zustand des Wales weiterhin besorgniserregend
Der Gesundheitszustand des Buckelwals ist weiterhin kritisch. Experten des Deutschen Meeresmuseums äußerten bereits am Dienstag ihre Besorgnis über den Zustand des Tieres. Auffällig seien Hautveränderungen und ein allgemein geschwächter Zustand. Am Mittwoch war zudem kein regelmäßiges Brummen des Wals mehr zu hören, was zusätzlich Anlass zur Sorge gibt.
Zeitlicher Ablauf
- Montag: Entdeckung des gestrandeten Buckelwals vor Timmendorfer Strand.
- Dienstag: Gescheiterter Rettungsversuch mit einem kleineren Saugbagger.
- Dienstag: Experten des Deutschen Meeresmuseums äußern sich besorgt über den Gesundheitszustand des Wals.
- Mittwoch: Ein großer Saugbagger wird angefordert, um eine Rinne für den Wal zu graben.
Wie groß ist der gestrandete Buckelwal?
Der Buckelwal, der vor dem Ortsteil Niendorf liegt, ist größer als zunächst angenommen. Joseph Schnitzler vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) schätzt, dass das Tier zwischen 12 und 15 Metern lang ist und rund 15 Tonnen wiegt. Diese enorme Größe erschwert die Rettungsbemühungen zusätzlich. (Lesen Sie auch: Buckelwal Ostsee: Dramatische Rettung in Timmendorfer Strand?)
Anders als an der Nordsee gibt es in der Ostsee kaum Gezeiten. Das erschwert die natürliche Rückführung des Wals ins tiefe Wasser.
Warum scheiterten bisherige Rettungsversuche?
Bereits am Dienstag wurde versucht, den Buckelwal mit einem kleineren Saugbagger zu befreien. „Leider hat sich herausgestellt, dass der Sand zu fest ist“, erklärte ITAW-Walexpertin Stephanie Groß. Zuvor waren auch andere Versuche gescheitert, das Tier freizubekommen. Zwar konnte der Wal in Richtung einer tieferen Fahrrinne gedreht werden, jedoch ohne Erfolg. Auch der Einsatz von Polizeibooten, um Wellen zu erzeugen, brachte keine Verbesserung. (Lesen Sie auch: Wal Timmendorfer Strand: Dramatische Rettung in der…)
Wie Stern berichtet, ist die Lage des Buckelwals weiterhin kritisch. Die Experten setzen nun auf den Einsatz des großen Saugbaggers, um dem Tier doch noch das Leben zu retten.

Die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) engagiert sich für den Schutz der Meeressäuger und ihrer Lebensräume. Die Organisation arbeitet eng mit lokalen Akteuren zusammen, um gestrandeten Tieren zu helfen und die Ursachen für Strandungen zu erforschen. (Lesen Sie auch: Wal Strandung Schleswig Holstein: Drama vor Timmendorfer…)
Die Bergung von Meeressäugern ist komplex und erfordert spezialisierte Ausrüstung und Fachwissen. Organisationen wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) koordinieren die Maßnahmen und arbeiten mit Experten zusammen, um die bestmögliche Versorgung der Tiere zu gewährleisten.









