Burt Reynolds Filme bleiben unvergessen, auch wenn der Schauspieler selbst nicht mehr unter uns weilt. „Ich habe immer das gemacht, was ich tun wollte, und ich habe es auf meine Weise getan“, sagte Reynolds einmal. Eine Haltung, die seine Karriere prägte, voller Erfolge, aber auch persönlicher Rückschläge.

| Steckbrief: Burton Leon Reynolds Jr. | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Burton Leon Reynolds Jr. |
| Geburtsdatum | 11. Februar 1936 |
| Geburtsort | Lansing, Michigan, USA |
| Alter | 82 Jahre (zum Zeitpunkt seines Todes) |
| Beruf | Schauspieler, Regisseur, Produzent |
| Bekannt durch | „Beim Sterben ist jeder der Erste“, „Ein ausgekochtes Schlitzohr“, „Boogie Nights“ |
| Aktuelle Projekte | (Zum Zeitpunkt seines Todes) Postume Veröffentlichung von „Defining Moments“ (2018) |
| Wohnort | Jupiter, Florida (zum Zeitpunkt seines Todes) |
| Partner/Beziehung | Dinah Shore (ehemals), Loni Anderson (ehemals) |
| Kinder | Quinton Anderson Reynolds |
| Social Media | Nicht aktiv zu Lebzeiten |
Wie Burt Reynolds vom Footballfeld auf die Kinoleinwand kam
Der Weg von Burt Reynolds zum gefeierten Schauspieler war alles andere als geradlinig. Geboren am 11. Februar 1936 in Lansing, Michigan, deutete zunächst wenig auf eine Karriere in Hollywood hin. Seine Jugend verbrachte er in Florida, wo er sich als talentierter Footballspieler hervortat. Ein Sportstipendium an der Florida State University schien der Grundstein für eine vielversprechende Profikarriere zu sein.
Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Eine schwere Knieverletzung im Jahr 1955, gefolgt von einem Autounfall, beendeten Reynolds‘ sportliche Ambitionen abrupt. Was nun? Es war ein Englischprofessor, der in ihm das schlummernde Talent für die Schauspielerei erkannte und ihn ermutigte, für ein Theaterstück am Campus vorzusprechen. Reynolds folgte dem Rat – und bekam prompt die Hauptrolle.
Dieser unerwartete Erfolg weckte in ihm den Ehrgeiz, es mit der Schauspielerei ernst zu meinen. Er gewann ein Stipendium am Hyde Park Playhouse und zog nach New York, wo er sich zunächst mit Gelegenheitsjobs als Stuntman, Kellner und Türsteher über Wasser hielt. Seine ersten Schritte im Showgeschäft machte er im Fernsehen, unter anderem in der Serie „Riverboat“. Sein Kinodebüt feierte er 1961 mit dem Film „Angel Baby“.
Kurzprofil
- Vom Footballspieler zum Schauspieler durch Verletzung und Ermutigung eines Professors.
- Durchbruch mit „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (1972).
- Ikonischer Schnauzbart wurde zu seinem Markenzeichen.
- Finanzielle Probleme zwangen ihn zum Verkauf persönlicher Gegenstände.
Der Durchbruch mit „Beim Sterben ist jeder der Erste“ und der Aufstieg zum Superstar
Obwohl Burt Reynolds bereits in den 1960er Jahren in verschiedenen Fernsehserien und Filmen mitwirkte, gelang ihm der endgültige Durchbruch erst 1972 mit dem Film „Beim Sterben ist jeder der Erste“ (Originaltitel: „Deliverance“). Das düstere Actiondrama von Regisseur John Boorman, in dem vier Großstädter bei einer Kanutour in einen Albtraum geraten, wurde zu einem Kritiker- und Publikumserfolg. Reynolds‘ Darstellung des draufgängerischen Lewis Medlock brachte ihm viel Lob ein und katapultierte ihn in die Riege der gefragtesten Schauspieler Hollywoods. (Lesen Sie auch: Lisa Heilmann Schauspielerin: Darum wurde die ausgetauscht)
In den folgenden Jahren etablierte sich Reynolds als vielseitiger Darsteller, der sowohl in Actionfilmen als auch in Komödien überzeugte. Er wurde zum Inbegriff des charmanten Draufgängers mit dem markanten Schnauzbart, der zu seinem Markenzeichen wurde. Filme wie „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ (1977), „Auf dem Highway ist die Hölle los“ (1981) und „Sharky und seine спутникjäger“ (1981) wurden zu Kassenschlagern und festigten seinen Status als Superstar. Laut IMDb spielte Reynolds in über 100 Filmen und Fernsehproduktionen mit.
Burt Reynolds‘ Erfolg in den 1970er und 1980er Jahren war beispiellos. Er war nicht nur einer der bestbezahlten Schauspieler Hollywoods, sondern auch ein Sexsymbol, das die Herzen der weiblichen Zuschauer höherschlagen ließ. Sein selbstironischer Humor und seine unverstellte Art machten ihn zu einem Publikumsliebling. Er scheute sich nicht, sich selbst auf die Schippe zu nehmen und kokettierte mit seinem Image als Macho.
Burt Reynolds Filme: Mehr als nur Action und Komödien
Obwohl Burt Reynolds vor allem für seine Actionkomödien bekannt ist, bewies er im Laufe seiner Karriere immer wieder, dass er auch andere Genres beherrschte. In Filmen wie „Nickelodeon“ (1976) von Peter Bogdanovich oder „Starting Over“ (1979) von Alan J. Pakula zeigte er sein Talent für dramatische Rollen. Für seine Darstellung des Pornoproduzenten Jack Horner in Paul Thomas Andersons „Boogie Nights“ (1997) erhielt er sogar eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller. „Boogie Nights“ markierte ein Comeback für Reynolds, nachdem seine Karriere in den 1990er Jahren ins Stocken geraten war.
Reynolds‘ Vielseitigkeit zeigte sich auch in seinen Regiearbeiten. Er inszenierte mehrere Filme, darunter „Gator“ (1976) und „Sharky und seine спутникjäger“, in denen er auch die Hauptrolle spielte. Obwohl seine Regiearbeiten nicht an den Erfolg seiner Schauspielkarriere heranreichten, zeigten sie doch sein Interesse an verschiedenen Aspekten des Filmemachens.
Burt Reynolds lehnte Rollen in einigen der größten Filme der Geschichte ab, darunter James Bond und Han Solo in „Star Wars“. Er bereute später einige dieser Entscheidungen. (Lesen Sie auch: Ralf Schumacher Hochzeit: Ex-Formel-1-Star Gibt Verlobung Bekannt)
Finanzielle Probleme und der Verkauf persönlicher Gegenstände
Trotz seines immensen Erfolgs kämpfte Burt Reynolds im Laufe seines Lebens mit finanziellen Problemen. Seine kostspielige Scheidung von Loni Anderson in den 1990er Jahren trug maßgeblich zu seinen Schulden bei. Hinzu kamen riskante Investitionen und ein verschwenderischer Lebensstil. Im Jahr 1996 meldete Reynolds Konkurs an. Wie die NZZ berichtet, musste er einen Teil seines Vermögens verkaufen, um seine Schulden zu begleichen.
Um seine finanzielle Situation zu verbessern, versteigerte Reynolds im Jahr 2014 einen Großteil seiner persönlichen Gegenstände, darunter Filmrequisiten, Auszeichnungen und Kunstwerke. Der Verkauf brachte ihm zwar eine beträchtliche Summe ein, war aber auch ein schmerzhafter Einschnitt in seinem Leben. Es war ein Zeichen dafür, dass der einst so gefeierte Star mit den Schattenseiten des Ruhms zu kämpfen hatte.
Was ist über Burt Reynolds‘ Privatleben bekannt?
Burt Reynolds führte ein bewegtes Privatleben, das oft im Rampenlicht der Öffentlichkeit stand. Seine Beziehungen zu prominenten Frauen wie Dinah Shore und Loni Anderson sorgten für Schlagzeilen. Besonders seine Ehe mit Loni Anderson, die von 1988 bis 1993 dauerte, war von Turbulenzen und öffentlichen Auseinandersetzungen geprägt. Die Scheidung der beiden Stars war eine der teuersten und schmutzigsten in der Geschichte Hollywoods.
Reynolds adoptierte zusammen mit Loni Anderson einen Sohn namens Quinton Anderson Reynolds. Die Vater-Sohn-Beziehung war ihm sehr wichtig, und er sprach oft öffentlich über seine Liebe zu Quinton. Nach seiner Scheidung von Anderson blieb Reynolds Single, obwohl ihm immer wieder Affären mit verschiedenen Frauen nachgesagt wurden.
Burt Reynolds lebte zurückgezogen in Jupiter, Florida, wo er eine Ranch besaß. Er engagierte sich in verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen und setzte sich für den Tierschutz ein. Trotz seiner gesundheitlichen Probleme, die ihn im Laufe der Jahre plagten, blieb er bis zu seinem Tod im Jahr 2018 aktiv und drehte weiterhin Filme und Fernsehserien. (Lesen Sie auch: Ralf Schumacher Hochzeit: Ex-Formel-1-Star Heiratet Seinen Freund)

Burt Reynolds privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Burt Reynolds‘ Privatleben war oft Gegenstand öffentlicher Spekulationen. Seine Beziehungen, insbesondere die zu Dinah Shore und Loni Anderson, wurden intensiv von den Medien verfolgt. Die Ehe mit Loni Anderson endete in einer öffentlich ausgetragenen Scheidung, die tiefe Spuren hinterließ. Trotzdem betonte Reynolds immer wieder die Bedeutung seiner Familie, insbesondere seines Sohnes Quinton.
Reynolds‘ Wohnort war Jupiter, Florida, wo er auf seiner Ranch ein eher zurückgezogenes Leben führte. Er engagierte sich für wohltätige Zwecke und setzte sich für Tierschutz ein. Obwohl er gesundheitliche Probleme hatte, blieb er bis zu seinem Tod schauspielerisch aktiv. Sein Vermögen wurde zu Lebzeiten auf etwa 5 Millionen Dollar geschätzt, was im Vergleich zu anderen Hollywood-Größen eher bescheiden war. Wie Gala berichtet, war sein Leben von Höhen und Tiefen geprägt.
Nach seinem Tod im September 2018 wurde bekannt, dass Reynolds‘ Sohn Quinton sein gesamtes Erbe antrat. Reynolds‘ Vermächtnis lebt in seinen zahlreichen Filmen weiter, die ihn zu einer Ikone der amerikanischen Popkultur gemacht haben.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt war Burt Reynolds zum Zeitpunkt seines Todes?
Burt Reynolds starb am 6. September 2018 im Alter von 82 Jahren. Er wurde am 11. Februar 1936 geboren.
Hat Burt Reynolds einen Partner oder war er verheiratet?
Burt Reynolds war zweimal verheiratet, zuerst mit Judy Carne von 1963 bis 1965 und später mit Loni Anderson von 1988 bis 1993. Zum Zeitpunkt seines Todes war er nicht verheiratet.
Hat Burt Reynolds Kinder?
Ja, Burt Reynolds hatte einen adoptierten Sohn namens Quinton Anderson Reynolds. Quinton war sein einziges Kind.
Welcher Burt Reynolds Film brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein?
Für seine Rolle in „Boogie Nights“ (1997) wurde Burt Reynolds für den Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert.
Was waren einige der bekanntesten Burt Reynolds Filme?
Zu den bekanntesten Burt Reynolds Filmen zählen „Beim Sterben ist jeder der Erste“, „Ein ausgekochtes Schlitzohr“, „Auf dem Highway ist die Hölle los“ und „Boogie Nights“.










