Die juristische Auseinandersetzung um den Christchurch-Attentäter nimmt eine überraschende Wendung. Brenton Tarrant, der Mann, der für den verheerenden Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland, verantwortlich ist, versucht sein Schuldbekenntnis zurückzuziehen. Er argumentiert, dass die Haftbedingungen seine psychische Verfassung zum Zeitpunkt des Geständnisses beeinträchtigt hätten. Dies wirft die Frage auf, ob Neuseeland ein neues Gerichtsverfahren bevorsteht. Christchurch Attentäter steht dabei im Mittelpunkt.

| Steckbrief: Brenton Harrison Tarrant | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Brenton Harrison Tarrant |
| Geburtsdatum | 27. Oktober 1990 |
| Geburtsort | Grafton, New South Wales, Australien |
| Alter | 33 Jahre |
| Beruf | Verurteilter Terrorist |
| Bekannt durch | Anschlag auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland |
| Aktuelle Projekte | Berufungsverfahren gegen sein Schuldbekenntnis (2024) |
| Wohnort | Auckland (Hochsicherheitsgefängnis) |
| Partner/Beziehung | Nicht öffentlich bekannt |
| Kinder | Nicht öffentlich bekannt |
| Social Media | Nicht öffentlich bekannt |
Warum will der Christchurch-Attentäter sein Geständnis widerrufen?
Brenton Tarrant, der Christchurch-Attentäter, argumentiert, dass sein Schuldbekenntnis unter Zwang zustande gekommen sei. Er behauptet, die extremen Haftbedingungen, denen er ausgesetzt war, hätten seine Fähigkeit zu rationalem Denken beeinträchtigt. Tarrant befindet sich in einer Spezialeinheit für Gefangene mit extremem Sicherheitsrisiko im Hochsicherheitsgefängnis in Auckland, was zu erheblicher Isolation und psychischer Belastung geführt haben soll.
Tarrant selbst äußerte sich vor dem Berufungsgericht in Wellington und sagte, es sei „eine durch die Bedingungen ausgelöste Entscheidung“ gewesen. Er beschrieb sein Geständnis als eine „Entscheidung, die ich irrational getroffen habe“. Ob das Gericht diese Argumentation akzeptiert, bleibt abzuwarten. Die Anhörung, in der Tarrants Antrag geprüft wird, ist auf fünf Tage angesetzt.
Der Anschlag von Christchurch: Ein Wendepunkt für Neuseeland
Der 15. März 2019 markiert einen düsteren Tag in der Geschichte Neuseelands. An diesem Tag verübte der Christchurch-Attentäter einen Terroranschlag auf zwei Moscheen in der Stadt Christchurch. Bei dem Angriff auf die Al-Noor-Moschee und das Linwood Islamic Centre wurden 51 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Viele Überlebende leiden bis heute unter den physischen und psychischen Folgen des Massakers.
Der Anschlag schockierte nicht nur Neuseeland, sondern die ganze Welt. Die Tat, die live im Internet übertragen wurde, zeigte die Grausamkeit und den Hass, der Tarrant antrieb. Die neuseeländische Regierung reagierte mit einer Verschärfung der Waffengesetze, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern. Der Anschlag führte auch zu einer breiten gesellschaftlichen Debatte über Rassismus, Islamophobie und die Rolle des Internets bei der Verbreitung von extremistischen Ideologien. (Lesen Sie auch: Sturm Graz will nach Cup-Aus gegen Ried…)
Steckbrief
- Brenton Tarrant bekannte sich im März 2020 überraschend schuldig.
- Er wurde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt.
- Der Anschlag führte zu einer Verschärfung der Waffengesetze in Neuseeland.
- Tarrant argumentiert, dass sein Geständnis unter Zwang zustande kam.
Die juristische Vorgeschichte: Von „Nicht schuldig“ zu einem überraschenden Geständnis
Ursprünglich hatte der Christchurch-Attentäter auf „nicht schuldig“ plädiert. Im Juni 2019 bekannte sich Tarrant zunächst in allen Anklagepunkten nicht schuldig. Diese Entscheidung deutete auf einen langwierigen und aufwendigen Prozess hin. Umso überraschender kam dann im März 2020 die Kehrtwende: Tarrant bekannte sich plötzlich in allen Anklagepunkten schuldig, darunter 51-facher Mord, versuchter Mord und Terrorismus. Wie Stern berichtet, begründete er sein damaliges Geständnis mit dem Wunsch, einen Prozess zu vermeiden und den Opfern und ihren Familien weiteres Leid zu ersparen.
Dieses Schuldbekenntnis führte zu einem Urteil, das in der neuseeländischen Rechtsgeschichte einzigartig ist. Für seine Taten in der Al-Noor-Moschee und im Linwood Islamic Centre wurde Tarrant zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt. Es war das erste Mal, dass ein solches Strafmaß in Neuseeland verhängt wurde. Das Urteil spiegelte die Schwere der Verbrechen und die tiefe Betroffenheit der neuseeländischen Gesellschaft wider.
Die Haftbedingungen: Isolation und psychische Belastung
Seit seiner Verurteilung befindet sich der Christchurch-Attentäter in einer Spezialeinheit für Gefangene mit extremem Sicherheitsrisiko im Hochsicherheitsgefängnis in Auckland. Diese Einheit ist räumlich vom übrigen Gefängnis getrennt und mit besonders strengen Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen verbunden. Die Haftbedingungen sind darauf ausgelegt, jegliches Risiko für die Öffentlichkeit und andere Gefangene zu minimieren. Dies führt jedoch auch zu erheblicher Isolation und eingeschränkten sozialen Kontakten für Tarrant.
Es sind diese Haftbedingungen, die Tarrant nun als Begründung für seinen Antrag auf Aufhebung des Schuldbekenntnisses anführt. Er argumentiert, dass die Isolation und die psychische Belastung seine Fähigkeit zu rationalem Denken und Handeln zum Zeitpunkt des Geständnisses beeinträchtigt hätten. Ob das Berufungsgericht diese Argumentation akzeptiert, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung des Gerichts wird weitreichende Konsequenzen für den Fall und die Opfer des Anschlags haben.
Die Anhörung vor dem Berufungsgericht in Wellington ist auf fünf Tage angesetzt. Das Gericht wird prüfen, ob Tarrants Schuldbekenntnis unter Zwang zustande kam. (Lesen Sie auch: Kalenderblatt 9 Februar: Was Geschah Wirklich an…)
Brenton Tarrant privat: Was ist aktuell über ihn bekannt?
Über das Privatleben von Brenton Tarrant vor seiner Tat ist wenig bekannt. Er wuchs in Grafton, New South Wales, Australien, auf und arbeitete als Fitnesstrainer. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 2010 begann er, die Welt zu bereisen. Diese Reisen, so wird vermutet, trugen zur Radikalisierung seiner Weltanschauung bei. Seit seiner Inhaftierung ist Tarrant von der Außenwelt weitgehend isoliert. Informationen über sein aktuelles Privatleben sind daher nicht öffentlich zugänglich.
Es ist nicht bekannt, ob Tarrant während seiner Haft Kontakt zu seiner Familie oder anderen Personen hat. Aufgrund der extremen Sicherheitsmaßnahmen, denen er unterliegt, ist es unwahrscheinlich, dass er Zugang zu sozialen Medien oder anderen Kommunikationskanälen hat. Sein Fokus liegt derzeit offenbar auf dem Berufungsverfahren gegen sein Schuldbekenntnis.
Die Frage, ob Tarrant jemals Reue für seine Taten empfinden wird, bleibt offen. Bisher hat er keine Anzeichen dafür gezeigt. Stattdessen versucht er nun, sein Schuldbekenntnis zu widerrufen, was bei den Opfern und ihren Familien auf Empörung stößt. Das österreichische Justizministerium hat im Zusammenhang mit Tarrant ebenfalls ermittelt, da er Spenden von österreichischen Staatsbürgern erhalten haben soll, bevor er den Anschlag verübte.

Wie alt ist Brenton Tarrant?
Brenton Tarrant wurde am 27. Oktober 1990 geboren und ist somit aktuell 33 Jahre alt. Er wurde in Grafton, New South Wales, Australien, geboren.
Hat Brenton Tarrant einen Partner oder ist er verheiratet?
Es ist nicht öffentlich bekannt, ob Brenton Tarrant einen Partner hat oder verheiratet ist. Sein Privatleben wird seit seiner Inhaftierung streng geschützt.
Hat Brenton Tarrant Kinder?
Es ist nicht öffentlich bekannt, ob Brenton Tarrant Kinder hat. Diese Information wird nicht öffentlich preisgegeben.
Was sind die Gründe für Tarrants Antrag auf Aufhebung seines Schuldbekenntnisses?
Tarrant argumentiert, dass die extremen Haftbedingungen seine psychische Verfassung zum Zeitpunkt des Geständnisses beeinträchtigt hätten. Er behauptet, er sei nicht in der Lage gewesen, rational zu denken.
Welche Konsequenzen hätte eine Aufhebung des Schuldbekenntnisses?
Eine Aufhebung des Schuldbekenntnisses würde bedeuten, dass der Fall neu verhandelt werden müsste. Dies könnte zu einem langwierigen und belastenden Prozess für die Opfer und ihre Familien führen. (Lesen Sie auch: Wetterlage Polarwirbel: -: Droht Deutschland)
Der Fall des Christchurch-Attentäters bleibt ein Mahnmal für die Gefahren von Extremismus und Hass. Seine Taten haben tiefe Wunden in der neuseeländischen Gesellschaft hinterlassen. Die juristische Auseinandersetzung um sein Schuldbekenntnis zeigt, dass die Aufarbeitung dieser Tragödie noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Entscheidung des Berufungsgerichts wird zeigen, ob der Christchurch-Attentäter eine weitere Chance erhält, sich der Justiz zu entziehen, oder ob das Urteil der lebenslangen Haft ohne Bewährung bestehen bleibt. Die Welt blickt gespannt auf die Entwicklungen in diesem Fall, der die Frage aufwirft, wie Gesellschaften mit den Tätern von Terroranschlägen umgehen sollen. Die Debatte über die Balance zwischen Gerechtigkeit für die Opfer und den Rechten der Angeklagten wird sicherlich weitergehen. Die Schweizer Zeitung Tagblatt berichtete ausführlich über die Reaktionen der Angehörigen auf den möglichen Widerruf des Schuldbekenntnisses.











