International

Dagmar Rosenfeld verlässt „The Pioneer“ nach Kritik

Dagmar Rosenfeld, bekannt für ihren Podcast "Machtwechsel", hat ihre Tätigkeit als Kolumnistin für "The Pioneer" beendet. Auslöser war ein Newsletter von Gabor Steingart, in dem er eine bestimmte Form von Podcast-Werbung kritisierte, woraufhin sich Rosenfeld öffentlich angegriffen fühlte und die Konsequenzen zog.

Die Journalistin Dagmar Rosenfeld hat ihre Zusammenarbeit mit dem Medienunternehmen „The Pioneer“ beendet. Dies geschah, nachdem Gabor Steingart, der Chef von „The Pioneer“, in einem Newsletter Äußerungen getätigt hatte, die Rosenfeld als Kritik an ihrem journalistischen Schaffen auffasste. Der öffentlich ausgetragene Konflikt sorgt für Aufsehen in der Medienbranche.

Symbolbild zum Thema Dagmar Rosenfeld
Symbolbild: Dagmar Rosenfeld (Bild: Picsum)

Dagmar Rosenfeld: Hintergrund und Karriere

Dagmar Rosenfeld ist eine bekannte politische Journalistin in Deutschland. Bevor sie sich selbstständig machte, war sie unter anderem Mitherausgeberin der „Zeit“. Bekanntheit erlangte sie vor allem durch den Podcast „Machtwechsel“, den sie gemeinsam mit Robin Alexander betreibt. Zunächst lief der Podcast bei der „Welt“ und später bei „The Pioneer“, bevor sich Rosenfeld und Alexander dazu entschlossen, ihn in Eigenregie weiterzuführen. Rosenfeld hat sich einen Namen als meinungsstarke Kommentatorin und Interviewerin gemacht.

Der Auslöser: Steingarts Kritik an Podcast-Werbung

Der Stein des Anstoßes war ein Morgenbriefing von Gabor Steingart, in dem er die sogenannte „Host-Read-Ads“ kritisierte. Dabei handelt es sich um eine Werbeform, bei der die Moderatoren eines Podcasts während der Sendung Werbung für Produkte oder Dienstleistungen einlesen. Steingart bezeichnete diese Praxis in seinem Newsletter als „ehrenrührig“ und verglich sie mit „Prostitution“. Obwohl er keine Namen nannte, fühlte sich Dagmar Rosenfeld, die in ihrem Podcast „Machtwechsel“ ebenfalls Host-Read-Ads einsetzt, direkt angesprochen und attackiert. (Lesen Sie auch: Filip Pavic: Bayern-Juwel feiert überraschendes)

Wie die FAZ berichtet, reagierte Rosenfeld auf die Äußerungen Steingarts auf X (vormals Twitter) und erklärte, sie lese Steingarts Aussagen „mit Entsetzen“. Sie teilte ihm mit, dass sie unter diesen Umständen seiner Bitte, weiterhin als Kolumnistin für „The Pioneer“ tätig zu sein, nicht mehr nachkommen werde. Steingart konterte daraufhin, er habe niemanden namentlich genannt und lediglich eine Werbeform kritisiert.

Reaktionen und Einordnung

Der öffentlich ausgetragene Konflikt zwischen Dagmar Rosenfeld und Gabor Steingart hat in der Medienbranche für Aufsehen gesorgt. Viele Beobachter sehen in dem Streit nicht nur eine persönliche Auseinandersetzung, sondern auch eine grundsätzliche Debatte über die Rolle von Werbung im Journalismus. Während die einen die Host-Read-Ads als legitime Einnahmequelle für Podcasts verteidigen, kritisieren andere die Vermischung von redaktionellen Inhalten und Werbung als problematisch. Robin Alexander deutete auf X an, dass Steingart im Glashaus sitze, da er selbst für ein „Lifetime-Abo“ seines eigenen Mediums werbe.

Die Auseinandersetzung zeigt exemplarisch, wie sensibel das Thema Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit im Journalismus ist. In Zeiten sinkender Einnahmen suchen viele Medien nach neuen Finanzierungsmodellen. Die Frage, wie weit man dabei gehen darf, ohne die journalistische Integrität zu gefährden, ist jedoch umstritten. (Lesen Sie auch: Jonas Urbig vor Champions-League-Debüt für den FC…)

Was bedeutet das für „The Pioneer“ und „Machtwechsel“?

Der Weggang von Dagmar Rosenfeld ist ein Verlust für „The Pioneer“. Rosenfeld war eine profilierte Stimme auf der Plattform und ihre Kolumnen wurden von vielen Lesern geschätzt. Für den Podcast „Machtwechsel“ dürfte der Konflikt keine direkten Auswirkungen haben, da Rosenfeld und Alexander diesen bereits seit einiger Zeit in Eigenregie betreiben. Allerdings zeigt der Streit, wie wichtig es für Journalisten ist, ihre Unabhängigkeit zu wahren und sich nicht dem Vorwurf der Käuflichkeit auszusetzen.

Die Plattform „The Pioneer“ steht nun vor der Aufgabe, den Weggang Rosenfelds zu kompensieren und das Profil der Plattform weiter zu schärfen. Gabor Steingart wird sich fragen müssen, ob seine Kritik an den Host-Read-Ads die richtige Strategie war, um Abonnenten zu gewinnen. Für Dagmar Rosenfeld bietet der Neustart die Chance, ihren journalistischen Weg unabhängig von den Zwängen eines großen Medienhauses fortzusetzen. Informationen zum Thema Medien finden sich auch auf der Seite der Bundesregierung.

Detailansicht: Dagmar Rosenfeld
Symbolbild: Dagmar Rosenfeld (Bild: Picsum)

Die Tabelle zeigt eine Übersicht über die Entwicklung des Podcasts „Machtwechsel“: (Lesen Sie auch: Gala Liverpool: gegen Galatasaray: Rettet der Sieg)

Zeitraum Plattform Besonderheiten
Anfang 2020 Welt Start des Podcasts
Mitte 2023 The Pioneer Wechsel zu „The Pioneer“
Anfang 2026 Eigenregie Unabhängige Produktion

FAQ zu Dagmar Rosenfeld und dem Streit mit Gabor Steingart

Weitere Informationen und Hintergründe zum Thema Medien und Journalismus finden Sie auf der Wikipedia-Seite über Journalismus.

Illustration zu Dagmar Rosenfeld
Symbolbild: Dagmar Rosenfeld (Bild: Picsum)
Maik Möhring
Autor dieses Beitrags

Chefredakteur & Gründer

Maik Möhring ist Gründer und Chefredakteur von Rathausnachrichten.de. Mit langjähriger Erfahrung in Lokaljournalismus und digitalen Medien berichtet er über kommunale Politik, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Themen.

LokalpolitikStadtentwicklungSEO & DigitalmedienKommunalverwaltung