Cyberkriminalität: Schlag gegen internationale DDoS-Angreifer
Ein internationaler Schlag gegen die Cyberkriminalität hat zwei der größten Botnetze, die für DDoS-Angriffe genutzt wurden, lahmgelegt. Die Netzwerke „Aisuru“ und „Kimwolf“ wurden von Sicherheitsbehörden in Nordamerika und Deutschland zerschlagen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Netzwerken und warum ist das Problem damit nicht vollständig gelöst?
Das Wichtigste in Kürze
- Internationale Behörden zerschlagen die Botnetze „Aisuru“ und „Kimwolf“.
- Die Botnetze wurden für DDoS-Angriffe genutzt, um Webseiten und Apps lahmzulegen.
- Die Täter sind noch nicht gefasst, aber Beweismittel wurden sichergestellt.
- Das Problem der DDoS-Angriffe ist damit nicht vollständig gelöst.
| PRODUKT: | Aisuru & Kimwolf Botnetze |
|---|---|
| SICHERHEIT: | DDoS-Angriffe, Betroffene Systeme: IoT-Geräte, Android-Geräte, Schweregrad: Hoch, Patch: N/A, Handlungsempfehlung: Geräte absichern, Passwörter ändern |
Was ist ein DDoS-Angriff?
Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) ist eine Attacke, bei der ein Server, ein Dienst oder ein Netzwerk mit einer Flut von Anfragen überlastet wird. Ziel ist es, die betroffene Ressource für legitime Nutzer unzugänglich zu machen. Dies geschieht, indem eine große Anzahl von infizierten Geräten, die Teil eines Botnetzes sind, gleichzeitig Anfragen an das Ziel senden. Ddos Angriff steht dabei im Mittelpunkt.

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- Cyberkriminalität: Schlag gegen internationale DDoS-Angreifer
- Was ist ein DDoS-Angriff?
- Die Botnetze „Aisuru“ und „Kimwolf“
- Internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden
- So funktioniert ein DDoS-Angriff in der Praxis
- Vorteile und Nachteile der Bekämpfung von Botnetzen
- Alternativen und Konkurrenzprodukte
- Ausblick
- Häufig gestellte Fragen
Ein Botnetz ist ein Netzwerk aus Computern, Smartphones oder IoT-Geräten, die mit Schadsoftware infiziert und von Cyberkriminellen ferngesteuert werden. Diese Geräte werden oft ohne Wissen der Besitzer für illegale Aktivitäten missbraucht. (Lesen Sie auch: Cyberangriff EON: Hundertfache Attacken Täglich?)
Die Botnetze „Aisuru“ und „Kimwolf“
Wie Stern berichtet, richtete sich die Aktion gegen die beiden Botnetze „Aisuru“ und „Kimwolf“. „Aisuru“ infizierte vor allem schlecht gesicherte Geräte im „Internet der Dinge“ (IoT), wie Router und Überwachungskameras. Diesem Netzwerk wird auch der bisher größte bekannte DDoS-Angriff mit einer Datenmenge von 31,4 Terabit pro Sekunde zugeschrieben, der vom IT-Dienstleister Cloudflare abgewehrt wurde. Das Ziel des Angriffs blieb unbekannt.
„Kimwolf“ ist eng mit „Aisuru“ verwandt und konzentrierte sich stärker auf Android- und Consumer-Geräte, darunter TV-Boxen.
Internationale Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden
An dem Schlag gegen die Hacker waren die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) und das Bundeskriminalamt (BKA) beteiligt. Zusammen mit Strafverfolgungsbehörden aus Kanada und den USA wurde die global verteilte technische Infrastruktur der Botnetze abgeschaltet.
Zwar wurden keine Tatverdächtigen festgenommen, aber zwei mutmaßliche Administratoren wurden identifiziert. Laut Bundeskriminalamt drohen den Beschuldigten nun rechtliche Konsequenzen. Bei Durchsuchungen an ihren Wohnorten in Deutschland und Kanada wurden umfangreiche Beweismittel und Kryptowährungen im fünfstelligen Bereich sichergestellt.
So funktioniert ein DDoS-Angriff in der Praxis
Stellen Sie sich vor, ein kleines Café wird plötzlich von Hunderten von Menschen gleichzeitig betreten, die alle nur nach der Speisekarte fragen, aber nichts bestellen. Die Mitarbeiter sind mit der Bearbeitung dieser sinnlosen Anfragen beschäftigt und können keine echten Kunden mehr bedienen. Ein DDoS-Angriff funktioniert ähnlich, nur dass anstelle von Menschen infizierte Computer oder Geräte die Anfragen stellen.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet detaillierte Informationen zu DDoS-Angriffen und Schutzmaßnahmen.
Vorteile und Nachteile der Bekämpfung von Botnetzen
Die Zerschlagung von Botnetzen wie „Aisuru“ und „Kimwolf“ ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Cyberkriminalität. Sie reduziert die Kapazität für DDoS-Angriffe und erschwert es Kriminellen, Webseiten und Dienste lahmzulegen. Allerdings ist dies nur ein Teilerfolg.
**Vorteile:**
* Reduzierung der DDoS-Angriffskapazität
* Schutz von Webseiten und Diensten
* Abschreckung potenzieller Täter
**Nachteile:**
* Die Täter sind oft schwer zu fassen.
* Neue Botnetze entstehen ständig.
* Viele Geräte sind schlecht gesichert und leicht zu infizieren.
Alternativen und Konkurrenzprodukte
Es gibt verschiedene Anbieter von DDoS-Schutzdiensten, die Unternehmen dabei helfen, ihre Webseiten und Anwendungen vor Angriffen zu schützen. Zu den bekanntesten gehören:
* **Cloudflare:** Bietet eine umfassende Palette von Sicherheitsdiensten, einschließlich DDoS-Schutz, Content Delivery Network (CDN) und Web Application Firewall (WAF).
* **Akamai:** Ein weiterer großer Anbieter von CDN- und Sicherheitsdiensten, der auch DDoS-Schutzlösungen anbietet.
* **Imperva:** Spezialisiert auf Application Security und bietet DDoS-Schutz, WAF und Bot-Management-Lösungen.
Ausblick
Die Bekämpfung von Cyberkriminalität ist ein fortlaufender Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern. Solange es ungesicherte Geräte im Internet gibt, werden Botnetze und DDoS-Angriffe eine Bedrohung bleiben. Es ist daher wichtig, dass sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen ihre Geräte schützen und Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich mein IoT-Gerät vor der Infektion durch ein Botnetz schützen?
Ändern Sie das Standardpasswort des Geräts in ein sicheres Passwort. Halten Sie die Firmware des Geräts auf dem neuesten Stand. Deaktivieren Sie unnötige Funktionen und Dienste. Verwenden Sie ein sicheres Netzwerk und aktivieren Sie die Firewall.
Was kann ich tun, wenn meine Webseite Ziel eines DDoS-Angriffs wird?
Kontaktieren Sie Ihren Hosting-Provider oder einen DDoS-Schutzdienstleister. Aktivieren Sie DDoS-Schutzmaßnahmen, wie z.B. Ratenbegrenzung, Geofiltering und Captchas. Überwachen Sie den Netzwerkverkehr und blockieren Sie verdächtige IP-Adressen. (Lesen Sie auch: Hacker-Großangriff auf Router: 14.000 Geräte gekapert!)
Welche Rolle spielt die DSGVO bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität?
Die DSGVO verpflichtet Unternehmen, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um personenbezogene Daten vor unbefugtem Zugriff und Missbrauch zu schützen. Dies umfasst auch den Schutz vor Cyberangriffen wie DDoS-Attacken.
Wie wahrscheinlich ist es, dass mein Unternehmen von einem DDoS-Angriff betroffen ist?
Die Wahrscheinlichkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Größe und Bekanntheit des Unternehmens, der Branche, in der es tätig ist, und den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen. Jedes Unternehmen sollte sich der Bedrohung bewusst sein und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. (Lesen Sie auch: Manor Lords Update 6: Was das neue…)

Was sind die häufigsten Motive für DDoS-Angriffe?
Die Motive können vielfältig sein, darunter Erpressung, Sabotage, Wettbewerbsvorteile, politische Aktivismus oder einfach nur der Wunsch, Chaos zu verursachen. In einigen Fällen werden DDoS-Angriffe auch als Ablenkungsmanöver für andere Cyberangriffe eingesetzt.










