Im Zentrum der Debatte um Digitale Gewalt Opferschutz stand eine Demonstration in Hamburg, bei der Tausende Menschen mehr Schutz für Betroffene sexualisierter Gewalt forderten. Die Veranstaltung wurde von prominenten Persönlichkeiten wie Collien Fernandes unterstützt, die eigene Erfahrungen mit Bedrohungen im Netz schilderte.

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| Datum/Uhrzeit | 23. März 2024, Nachmittag |
|---|---|
| Ort | Rathausmarkt, Hamburg |
| Art des Einsatzes | Demonstration für mehr Opferschutz bei digitaler Gewalt |
| Beteiligte Kräfte | Tausende Demonstranten, Polizei Hamburg |
| Verletzte/Tote | Nicht bekannt |
| Sachschaden | Nicht bekannt |
| Ermittlungsstand | N/A |
| Zeugenaufruf | Nein |
Ablauf der Demonstration
Tausende Menschen versammeln sich auf dem Rathausmarkt in Hamburg, um für besseren Opferschutz bei digitaler Gewalt zu demonstrieren.
Collien Fernandes und andere Unterstützer halten Reden, in denen sie die Notwendigkeit von mehr Schutzmaßnahmen betonen. (Lesen Sie auch: Sterbehilfe: Aktive Sterbehilfe für junge Frau spaltet…)
Was wird gegen digitale Gewalt gefordert?
Die Demonstrierenden fordern einen besseren Schutz von Opfern digitaler Gewalt durch Gesetze in Deutschland. Konkret werden klarere Gesetze und konsequente Strafen im Umgang mit digitaler Gewalt gefordert, sowohl online als auch offline.
Collien Fernandes unter Polizeischutz
Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes nahm trotz Morddrohungen unter Polizeischutz an der Demonstration teil. Sie begründete ihre Teilnahme damit, ein Zeichen zu setzen und andere Betroffene zu ermutigen, sich gegen erlebte Gewalt zu wehren. „Ich stehe jetzt hier mit einer schutzsicheren Weste mit Polizeischutz und mit Security, weil ich Morddrohungen bekomme“, sagte Fernandes.
Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Hintergrund der Debatte sind Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen. Wie Stern berichtet, hat Fernandes auf Mallorca Anzeige erstattet. Eine Justizsprecherin bestätigte, dass sich das Verfahren in einem frühen und vertraulichen Stadium befinde. (Lesen Sie auch: Wal Timmendorfer Strand: Drama um Gestrandeten Buckelwal)
Das ist passiert
- Tausende demonstrierten in Hamburg für besseren Opferschutz bei digitaler Gewalt.
- Collien Fernandes nahm trotz Morddrohungen unter Polizeischutz teil.
- Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen.
- Die Staatsanwaltschaft auf Mallorca ermittelt.
- Ulmens Anwalt kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an.
Reaktionen auf die Vorwürfe
Christian Ulmens Anwalt, Christian Schertz, kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Er bezeichnete sie als „unzulässige Verdachtsberichterstattung“, bei der „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“ würden. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Die Unschuldsvermutung gilt, bis ein Gericht eine gegenteilige Entscheidung getroffen hat.
Forderungen nach Gesetzesänderungen
Annika Urbanski, Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete und Anmelderin der Demonstration, betonte, dass der Schutz für Betroffene von digitaler Gewalt in Deutschland „unzureichend“ sei. Die Demonstrierenden fordern daher mehr Schutz, klare Gesetze und konsequente Konsequenzen im Umgang mit digitaler Gewalt. Die Aktivistin Luisa Neubauer und Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützten die Aktion ebenfalls. (Lesen Sie auch: Wal Timmendorfer Strand: Spektakuläre Rettung an der…)
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter digitaler Gewalt?
Digitale Gewalt umfasst verschiedene Formen von Gewalt, die über digitale Medien wie das Internet oder soziale Netzwerke ausgeübt werden. Dazu gehören beispielsweise Cybermobbing, Stalking, Hassreden, die Verbreitung intimer Bilder oder Videos ohne Zustimmung sowie Bedrohungen und Nötigung.

Welche rechtlichen Möglichkeiten haben Opfer von digitaler Gewalt?
Opfer digitaler Gewalt können rechtliche Schritte einleiten, beispielsweise durch Strafanzeige bei der Polizei. Je nach Art der Gewalt kommen verschiedene Straftatbestände in Betracht, wie Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Nötigung oder Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Die Polizei bietet hierzu umfassende Informationen an.
Wie können Betroffene von digitaler Gewalt unterstützt werden?
Es gibt verschiedene Beratungsstellen und Hilfsangebote für Betroffene von digitaler Gewalt. Diese bieten psychologische Unterstützung, rechtliche Beratung und praktische Hilfestellungen im Umgang mit der Situation. Wichtig ist, sich nicht zu schämen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert über Hilfsangebote. (Lesen Sie auch: Timmendorfer Strand Wal: Dramatische Rettung in der…)
Welche Rolle spielen soziale Medien bei digitaler Gewalt?
Soziale Medien können sowohl Tatort als auch Verstärker digitaler Gewalt sein. Durch die Anonymität und Reichweite des Internets können Täter leichter agieren und ihre Opfer schädigen. Gleichzeitig bieten soziale Medien aber auch die Möglichkeit, auf digitale Gewalt aufmerksam zu machen und sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen.
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Stern










