„Was hier passiert ist, ist nicht Gottes Werk. Es ist euer Werk.“ Dieser Satz, gesprochen in einem Raum voller Frauen, die eine unfassbare Entscheidung treffen müssen, umreißt den Kern von Sarah Polleys Meisterwerk. Die Aussprache Film ist ein intensives Kammerspiel, das aufwühlt und lange nachwirkt, indem er die Frage nach Vergebung, Gerechtigkeit und dem Umgang mit Trauma in den Mittelpunkt stellt.

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| Titel | Die Aussprache |
|---|---|
| Originaltitel | Women Talking |
| Regie | Sarah Polley |
| Drehbuch | Sarah Polley, Miriam Toews |
| Besetzung | Rooney Mara, Claire Foy, Jessie Buckley, Ben Whishaw, Frances McDormand |
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Kinostart/Streaming-Start | 23. Februar 2023 |
| Plattform | Nicht verfügbar |
| FSK | 12 |
| Produktion | Plan B Entertainment |
| Verleih | Universal Pictures |
Unser Eindruck: Ein mutiger und herausragend gespielter Film, der zum Diskurs anregt und im Gedächtnis bleibt.
Worum geht es in „Die Aussprache“?
Der Film „Die Aussprache“ spielt in einer isolierten, religiösen Kolonie, in der Frauen jahrelang systematische sexuelle Gewalt erfahren haben. Als die Täter gefasst werden und die Männer der Gemeinde in die Stadt reisen, um Kaution zu stellen, müssen die Frauen innerhalb von 24 Stunden eine Entscheidung treffen: Bleiben und kämpfen, bleiben und nichts tun, oder die einzige Welt verlassen, die sie kennen.
Ein Ensemble, das unter die Haut geht
„Die Aussprache“ besticht neben seiner thematischen Brisanz vor allem durch sein herausragendes Ensemble. Rooney Mara, bekannt aus Filmen wie „Verblendung“ und „Carol“, verkörpert Autje, eine junge Frau, die zwischen Vergebung und dem Wunsch nach Gerechtigkeit hin- und hergerissen ist. Claire Foy, die bereits in „The Crown“ brillierte, spielt Salome, eine Mutter, die von unbändigem Zorn getrieben wird. Jessie Buckley, spätestens seit ihrer Rolle in „Chernobyl“ eine feste Größe im internationalen Kino, überzeugt als Mariche, deren Trauma sich in Aggression entlädt. Ben Whishaw, den viele als Q aus den James-Bond-Filmen kennen, verkörpert August, den einzigen Mann im Raum, der den Frauen zur Seite steht und Protokoll führt. Und nicht zu vergessen Frances McDormand, die als Scarface Janz eine stumme, aber dennoch präsente Mahnung darstellt. Wie Filmstarts.de berichtet, ist die Besetzung des Films ein wahrer Glücksfall. (Lesen Sie auch: Fnaf Film: Scream-Stars Jetzt im Heimkino Erleben!)
Kultur-Kompakt
- Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Miriam Toews.
- Sarah Polley adaptierte den Stoff und führte Regie.
- Der Film wurde mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet.
- Thematisiert sexuelle Gewalt, Vergebung und Gemeinschaft.
Die Kameraarbeit von Luc Montpellier fängt die klaustrophobische Atmosphäre des Schauplatzes ein und verstärkt die emotionale Intensität der Dialoge. Der Schnitt von Christopher Donaldson trägt dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten und die verschiedenen Perspektiven der Frauen zu verdeutlichen. Die Musik von Hildur Guðnadóttir, die bereits für ihre Arbeit an „Joker“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, unterstreicht die emotionalen Höhepunkte des Films, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Die Filmmusik ist ein wichtiger Bestandteil der Erzählung.
Welche Fragen wirft der Film auf?
„Die Aussprache“ ist mehr als nur ein Film über sexuelle Gewalt. Er ist eine Auseinandersetzung mit den Themen Vergebung, Gerechtigkeit, Glaube und Gemeinschaft. Der Film wirft unbequeme Fragen auf: Wie kann man vergeben, wenn das Unverzeihliche geschehen ist? Welche Verantwortung trägt eine Gemeinschaft für das Handeln ihrer Mitglieder? Und wie kann man einen Weg in die Zukunft finden, wenn die Vergangenheit so schmerzhaft ist? Diese Fragen werden nicht mit einfachen Antworten beantwortet, sondern regen zur eigenen Reflexion an.
Der Film erinnert in seiner konzentrierten Form und der intensiven Auseinandersetzung mit moralischen Fragen an Werke wie „Das Urteil von Nürnberg“ oder „Die zwölf Geschworenen“. Er vermeidet jedoch jegliche moralische Vereinfachung und lässt die Zuschauer mit den komplexen Fragen und den vielschichtigen Charakteren allein. Die Vielschichtigkeit des Themas wird auch von der Bundeszentrale für politische Bildung thematisiert.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Miriam Toews, der wiederum von realen Ereignissen in einer mennonitischen Kolonie in Bolivien inspiriert wurde. (Lesen Sie auch: „Sehr verunsichernd“: Dieser „The Dark Knight Rises“-Star…)
Für wen lohnt sich „Die Aussprache“?
„Die Aussprache“ ist ein Film für Zuschauer, die sich von anspruchsvollen Dramen berühren lassen und bereit sind, sich mit schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Wer Filme wie „Der Club“ von Pablo Larraín oder „Manchester by the Sea“ von Kenneth Lonergan mochte, wird hier auf seine Kosten kommen. Der Film ist kein leichtes Unterhaltungskino, sondern ein intensives und nachdenklich stimmendes Erlebnis, das lange nachwirkt. Wer einen Film sucht, der zum Diskurs anregt und zum Nachdenken über die großen Fragen des Lebens anregt, sollte sich „Die Aussprache“ nicht entgehen lassen.
Häufig gestellte Fragen
Auf welchem Buch basiert der Film „Die Aussprache“?
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman der kanadischen Autorin Miriam Toews. Das Buch wurde 2018 veröffentlicht und erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennung für seine sensible und eindringliche Darstellung der Thematik. (Lesen Sie auch: Sekunden Quot in „Zurück in die Zukunft“:…)
Welche Auszeichnungen hat „Die Aussprache“ gewonnen?
Der Film wurde mit dem Oscar für das beste adaptierte Drehbuch ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er zahlreiche weitere Nominierungen und Preise, darunter Nominierungen für den Golden Globe und den Critics‘ Choice Award.
Wo spielt die Handlung von „Die Aussprache“?
Die Handlung des Films spielt in einer isolierten, religiösen Kolonie. Der genaue Ort wird nicht genannt, aber es wird angedeutet, dass es sich um eine abgeschiedene Gemeinschaft handelt, die ihre eigenen Regeln und Gesetze hat.
Welche zentralen Themen werden in „Die Aussprache“ behandelt?
Der Film behandelt eine Vielzahl von komplexen und relevanten Themen, darunter sexuelle Gewalt, Trauma, Vergebung, Gerechtigkeit, Glaube, Gemeinschaft und die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Er regt dazu an, über diese Themen nachzudenken.
Was unterscheidet „Die Aussprache“ von anderen Filmen zum Thema sexueller Missbrauch?
„Die Aussprache“ vermeidet eine reißerische Darstellung des Missbrauchs selbst und konzentriert sich stattdessen auf die Gespräche und Entscheidungen der Frauen. Er zeigt, wie die Frauen versuchen, mit dem Trauma umzugehen und einen Weg in die Zukunft zu finden. (Lesen Sie auch: Historienfilm Streaming: Das Monumentalfilm-Epos für Filmfans)
„Die Aussprache“ ist ein Film, der lange nachwirkt. Er ist ein mutiges und wichtiges Werk, das zum Diskurs anregt und uns dazu auffordert, über die großen Fragen des Lebens nachzudenken. Sarah Polley hat mit „Die Aussprache“ ein Meisterwerk geschaffen, das nicht nur unter die Haut geht, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte leistet.
Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Filmstarts.de.












