Die jährlich veröffentlichte „Dirty Dozen„-Liste der Umweltschutzorganisation Environmental Working Group (EWG) sorgt erneut für Aufsehen. Die aktuelle Analyse für das Jahr 2026 zeigt, dass fast 100 Prozent der getesteten, nicht-biologischen Obst- und Gemüsesorten, die auf der Liste stehen, Pestizide enthalten. Dies betrifft auch sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, die als besonders gesundheitsschädlich gelten. Das berichtet unter anderem CNN.

Hintergrund: Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Dirty Dozen“?
Die „Dirty Dozen“ ist eine Liste von Obst- und Gemüsesorten, die von der EWG jährlich neu zusammengestellt wird. Sie basiert auf der Auswertung von Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) zu Pestizidrückständen in Lebensmitteln. Ziel der Liste ist es, Verbraucher über die am stärksten mit Pestiziden belasteten Produkte zu informieren und ihnen so eine bewusstere Kaufentscheidung zu ermöglichen. Im Gegensatz dazu veröffentlicht die EWG auch eine „Clean Fifteen“-Liste, die die saubersten Obst- und Gemüsesorten aufführt. (Lesen Sie auch: Turcia – România: Entscheidungsspiel)
Die aktuelle „Dirty Dozen“-Liste und ihre Details
Die EWG hat für das Jahr 2026 insgesamt 47 verschiedene Obst- und Gemüsesorten untersucht, sowohl aus heimischem Anbau als auch aus Importen. Dabei wurden nicht-biologische Produkte berücksichtigt, die in den Vereinigten Staaten verkauft werden. Zu den Top 12 der am stärksten belasteten Sorten gehören:
- Erdbeeren
- Spinat
- Grünkohl
- Nektarinen
- Äpfel
- Trauben
- Pfirsiche
- Kirschen
- Birnen
- Tomaten
- Sellerie
- Kartoffeln
Besonders alarmierend ist, dass einige der am häufigsten konsumierten Obstsorten in den USA auf der „Dirty Dozen„-Liste stehen. Laut USDA-Angaben sind Äpfel das meistgegessene Obst in den Vereinigten Staaten. Statistiken des US-Landwirtschaftsministeriums zeigen, dass jede Person durchschnittlich rund 27 Pfund Äpfel pro Jahr verzehrt, und zwar in verschiedenen Formen wie frisch, konserviert, getrocknet, gefroren oder als Saft. (Lesen Sie auch: Manfred Weber in der Kritik: EVP-Chef unter…)
Auf der anderen Seite der Skala, die „Clean Fifteen“-Liste, finden sich Obst- und Gemüsesorten, die vergleichsweise geringe Mengen an Pestiziden aufweisen. Dazu gehören:
- Avocados
- Zuckermais
- Ananas
- Zwiebeln
- Papaya
- Erbsen (gefroren)
- Auberginen
- Spargel
- Brokkoli
- Kohl
- Kiwi
- Blumenkohl
- Pilze
- Honigmelone
- Wassermelone
Ein auffälliges Merkmal vieler dieser „sauberen“ Sorten ist ihre dicke äußere Schicht, die nicht mitgegessen wird und somit als natürliche Barriere gegen Pestizide wirkt. (Lesen Sie auch: PlayStation Plus Spiele April: im: Lords of…)
Die Bedeutung von Pestiziden und „Ewigkeitschemikalien“
Pestizide sind chemische Substanzen, die eingesetzt werden, um Schädlinge und Krankheiten in der Landwirtschaft zu bekämpfen. Sie können jedoch auch negative Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben. Einige Pestizide stehen im Verdacht, krebserregend zu sein oder das Nervensystem zu schädigen. „Ewigkeitschemikalien“, auch bekannt als PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen), sind eine Gruppe von synthetischen Chemikalien, die in vielen Industrie- und Konsumprodukten verwendet werden. Sie sind persistent, d.h. sie bauen sich in der Umwelt nicht ab und können sich im menschlichen Körper anreichern. PFAS werden mit verschiedenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht, darunter Krebs, Schilddrüsenerkrankungen und Immunschwäche.
Was bedeutet die „Dirty Dozen“-Liste für Verbraucher?
Die „Dirty Dozen„-Liste soll Verbrauchern helfen, informierte Entscheidungen beim Kauf von Obst und Gemüse zu treffen. Wer die Belastung durch Pestizide reduzieren möchte, kann auf Bio-Produkte zurückgreifen oder die auf der Liste genannten Sorten meiden. Eine andere Möglichkeit ist, das Obst und Gemüse gründlich zu waschen oder zu schälen, um Pestizidrückstände zu entfernen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass der Verzehr von Obst und Gemüse in jedem Fall gesundheitsförderlich ist, auch wenn es sich um konventionell angebaute Produkte handelt. Wie Food & Wine schreibt, gibt es einfache Möglichkeiten, die Pestizidbelastung zu reduzieren, ohne auf wichtige Nährstoffe zu verzichten. (Lesen Sie auch: Noelia Castillo Ramos: Gericht erlaubt Euthanasie)

Ausblick: Wie geht es weiter?
Die Diskussion um Pestizide in Lebensmitteln wird voraussichtlich weitergehen. Verbraucher fordern zunehmend Transparenz und eine Reduzierung des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. Auch die Politik ist gefordert, strengere Regeln für den Einsatz von Pestiziden zu erlassen und den ökologischen Landbau zu fördern. Es bleibt zu hoffen, dass die „Dirty Dozen„-Liste dazu beiträgt, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen und positive Veränderungen anzustoßen. Informationen zu den vielfältigen Aufgaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) finden sich auf der Webseite der Behörde.
Häufig gestellte Fragen zu dirty dozen
Was genau beinhaltet die „Dirty Dozen“-Liste der EWG?
Die „Dirty Dozen“ ist eine jährlich aktualisierte Liste der Environmental Working Group (EWG), die die zwölf Obst- und Gemüsesorten mit der höchsten Belastung durch Pestizide aufführt. Sie basiert auf Daten des US-Landwirtschaftsministeriums und soll Verbrauchern helfen, informierte Kaufentscheidungen zu treffen.
Welche Obst- und Gemüsesorten sind typischerweise auf der „Dirty Dozen“-Liste zu finden?
Zu den häufigsten Vertretern auf der „Dirty Dozen“-Liste gehören Erdbeeren, Spinat, Grünkohl, Nektarinen, Äpfel, Trauben, Pfirsiche, Kirschen, Birnen, Tomaten, Sellerie und Kartoffeln. Diese Sorten weisen in der Regel höhere Pestizidrückstände auf als andere Produkte.
Wie kann ich die Pestizidbelastung durch den Verzehr von Obst und Gemüse reduzieren?
Um die Pestizidbelastung zu reduzieren, können Sie Bio-Produkte kaufen, die auf der „Dirty Dozen“-Liste genannten Sorten meiden oder das Obst und Gemüse gründlich waschen und schälen. Auch der Verzehr von Produkten aus der „Clean Fifteen“-Liste ist eine gute Option.
Was sind „Ewigkeitschemikalien“ und warum sind sie relevant?
„Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) sind synthetische Chemikalien, die sich in der Umwelt nicht abbauen und sich im Körper anreichern können. Sie werden mit Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht und sind relevant, da sie auch in einigen Pestiziden enthalten sein können.
Sollte ich ganz auf den Verzehr von Obst und Gemüse verzichten, wenn es auf der „Dirty Dozen“-Liste steht?
Nein, der Verzehr von Obst und Gemüse ist in jedem Fall gesundheitsförderlich, auch wenn es sich um konventionell angebaute Produkte handelt. Die „Dirty Dozen“-Liste soll lediglich als Hilfestellung dienen, um informierte Entscheidungen zu treffen und die Pestizidbelastung zu reduzieren.






