Discord, die beliebte Kommunikationsplattform, insbesondere bei Gamern, hat die geplante Einführung einer globalen Altersverifizierung verschoben. Das Unternehmen reagiert damit auf massive Kritik von Nutzern, die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes äußerten. Ursprünglich sollte die Verifizierung Anfang März starten.

Hintergrund der geplanten Altersverifizierung bei Discord
Die geplante Altersverifizierung sah vor, dass neue und bestehende Nutzer Video-Selfies einreichen oder Ausweisdokumente an Partnerunternehmen von Discord senden sollten. Ziel war es, Nutzern unter 18 Jahren eine „teenagergerechte“ Umgebung mit aktualisierten Kommunikationseinstellungen, Inhaltsfiltern und beschränktem Zugang zu bestimmten Bereichen zu bieten. Discord wollte so den Jugendschutz verbessern und ein sichereres Online-Erlebnis gewährleisten. (Lesen Sie auch: Sporting – Estoril: gegen: Suárez glänzt beim…)
Massive Kritik und Datenleck als Auslöser
Die Ankündigung der Altersverifizierung stieß jedoch auf heftigen Widerstand. Viele Nutzer äußerten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit ihrer persönlichen Daten. Ein besonderer Kritikpunkt war ein Sicherheitsvorfall im Oktober, bei dem es bei einem Drittanbieter von Discord zu einem Datenleck kam und Ausweisdokumente tausender Nutzer offengelegt wurden, wie die Associated Press berichtete. Dieser Vorfall schürte das Misstrauen in die Fähigkeit von Discord, sensible Daten sicher zu verarbeiten.
Reaktion von Discord und Verschiebung der Einführung
Als Reaktion auf die Kritik äußerte sich Stanislav Vishnevskiy, Chief Technology Officer von Discord, und räumte ein, dass das Unternehmen das Ziel verfehlt habe. Die Einführung der Altersverifizierung wurde daraufhin auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben. „Seien wir ehrlich: Wir wussten, dass diese Einführung kontrovers sein würde. Jedes Mal, wenn man etwas einführt, das Identität und Verifizierung berührt, werden die Leute starke Gefühle haben. Zurecht“, so Vishnevskiy. Discord will die zusätzliche Zeit nutzen, um die Bedenken der Nutzer auszuräumen und alternative Lösungen zu prüfen. (Lesen Sie auch: Underdog triumphiert: Manheim Township gewinnt überraschend)
Kontroverse um den Dienstleister Persona Identities
Zusätzlich zu den Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes geriet auch der von Discord beauftragte Dienstleister Persona Identities in die Kritik. Forscher entdeckten, dass auf einen Teil des Front-End-Codes von Persona über das offene Internet zugegriffen werden konnte. Die Fortune berichtete, dass die zugänglichen Dateien zeigten, dass Persona Gesichtserkennungsprüfungen gegen Watchlists durchführte und Identitäten anhand von Listen politisch exponierter Personen überprüfte. Darüber hinaus führte Persona 269 verschiedene Verifizierungsprüfungen durch, darunter die Suche nach „negativen Medienberichten“ in 14 Kategorien wie Terrorismus und Spionage. Die Forscher wiesen darauf hin, dass die Informationen offen zugänglich waren und dass sie keine Exploits schreiben oder durchführen mussten, um auf die Daten zuzugreifen.
Alternativen zur Altersverifizierung
Die Verschiebung der Altersverifizierung wirft die Frage auf, welche Alternativen Discord in Zukunft in Betracht ziehen wird, um den Jugendschutz zu gewährleisten. Mögliche Optionen sind beispielsweise die Zusammenarbeit mit Jugendschutzorganisationen, die Entwicklung altersgerechter Inhalte und die Einführung von Melde- und Beschwerdesystemen für unangemessene Inhalte. (Lesen Sie auch: Motsi Mabuse: Abnehm-Erfolg und neue Projekte der…)
Discord: Was bedeutet das für die Nutzer?
Die Verschiebung der Altersverifizierung bedeutet für die Nutzer von Discord zunächst einmal eine Atempause. Sie müssen vorerst keine Video-Selfies oder Ausweisdokumente einreichen. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass Discord in Zukunft erneut versuchen wird, eine Form der Altersverifizierung einzuführen. Nutzer sollten sich daher darauf einstellen, dass sie sich früher oder später mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Es ist ratsam, sich über die verschiedenen Optionen zu informieren und abzuwägen, welche Kompromisse man bereit ist einzugehen, um die eigene Privatsphäre zu schützen.
Ausblick auf die Zukunft von Discord
Die Kontroverse um die Altersverifizierung zeigt, dass Discord vor großen Herausforderungen steht. Das Unternehmen muss einerseits den Jugendschutz gewährleisten und andererseits die Privatsphäre seiner Nutzer respektieren. Es wird entscheidend sein, eine Lösung zu finden, die beide Aspekte berücksichtigt und die Akzeptanz der Nutzer findet. Die kommenden Monate werden zeigen, wie Discord mit dieser schwierigen Aufgabe umgehen wird. (Lesen Sie auch: Katharina Böhm aktuell Single: Was macht der…)

Häufig gestellte Fragen zu discord
Warum hat Discord die Altersverifizierung verschoben?
Discord hat die Einführung der Altersverifizierung verschoben, nachdem Nutzer Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit ihrer persönlichen Daten geäußert hatten. Ein Datenleck bei einem Drittanbieter im Oktober hatte das Misstrauen in die Fähigkeit von Discord, sensible Daten sicher zu verarbeiten, verstärkt.
Welche Daten sollten bei der Altersverifizierung erhoben werden?
Die geplante Altersverifizierung sah vor, dass Nutzer Video-Selfies einreichen oder Ausweisdokumente an Partnerunternehmen von Discord senden sollten. Diese Daten sollten zur Bestimmung des Alters der Nutzer verwendet werden, um ihnen eine altersgerechte Umgebung auf der Plattform zu bieten.
Welche Bedenken gab es hinsichtlich des Datenschutzes?
Nutzer befürchteten, dass ihre persönlichen Daten durch die Altersverifizierung gefährdet werden könnten. Ein Datenleck bei einem Drittanbieter hatte gezeigt, dass sensible Daten nicht immer sicher sind. Zudem gab es Bedenken hinsichtlich der Verwendung von Gesichtserkennungstechnologie.
Welche Alternativen zur Altersverifizierung gibt es?
Mögliche Alternativen zur Altersverifizierung sind beispielsweise die Zusammenarbeit mit Jugendschutzorganisationen, die Entwicklung altersgerechter Inhalte und die Einführung von Melde- und Beschwerdesystemen für unangemessene Inhalte.
Wann wird die Altersverifizierung voraussichtlich eingeführt?
Discord hat die Einführung der Altersverifizierung auf die zweite Jahreshälfte 2026 verschoben. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest. Discord will die zusätzliche Zeit nutzen, um die Bedenken der Nutzer auszuräumen und alternative Lösungen zu prüfen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.







