Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, setzt verstärkt auf den Ausbau von Handelsbeziehungen, um die EU unabhängiger von globalen Wirtschaftsmächten zu machen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das neu geschlossene Handelsabkommen mit Australien, welches am 24. März 2026 bekannt gegeben wurde.

Hintergrund: Ursula von der Leyen und die Handelspolitik der EU
Die Europäische Union hat in den letzten Jahren eine zunehmend aktivere Rolle in der globalen Handelspolitik eingenommen. Dies ist teilweise eine Reaktion auf die unberechenbare Politik der USA unter Donald Trump und das Bestreben, sich von Abhängigkeiten zu lösen. Ursula von der Leyen hat sich dabei als eine Verfechterin einer diversifizierten Handelspolitik positioniert, die auf Partnerschaften mit verschiedenen Regionen der Welt setzt. Über 40 Abkommen mit mehr als 70 Partnern hat die Europäische Union (EU) nach Angaben des Europäischen Parlaments geschlossen. Dabei geht es oft um Investitionen und den Abbau von Zöllen.
Das Handelsabkommen zwischen der EU und Australien
Nach acht Jahren Verhandlungen haben sich die EU und Australien auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Dieser Pakt ist Teil eines wachsenden Engagements im indopazifischen Raum. Wie die tagesschau berichtet, ist das Abkommen ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Handelsbeziehungen mit der Region. Das Abkommen sieht den Wegfall von Zöllen und den Abbau von Handelshemmnissen vor. Davon verspricht sich die EU einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die europäische Wirtschaft spart damit mehr als eine Milliarde Euro im Jahr, so die FAZ. (Lesen Sie auch: Michael Krammer Bilderbuch: verlässt: Was steckt)
Inhalte und Ziele des Abkommens
- Zollabbau: Beinahe alle Zölle im Handel zwischen den Partnern entfallen.
- Dienstleistungen: Der Dienstleistungssektor wird geöffnet.
- Rohstoffe: Die Europäer sichern sich den Zugang zu wichtigen Rohstoffen, insbesondere Lithium und seltenen Erden, bei denen Australien eine führende Rolle spielt.
Weitere Handelsabkommen der EU
Neben dem Abkommen mit Australien hat die EU in den letzten Monaten und Jahren weitere Handelsabkommen geschlossen oder auf den Weg gebracht. Dazu gehören:
- Indonesien: Ein im September 2025 geschlossener Pakt sichert der EU den Zugang zu wichtigen Rohstoffen wie Nickel, das für E-Auto-Batterien benötigt wird.
- Indien: Im Januar 2026 wurde mit Indien eine Freihandelszone mit fast zwei Milliarden Menschen vereinbart.
Reaktionen und Stimmen zum EU-Australien-Abkommen
Das Abkommen mit Australien wurde von verschiedenen Seiten positiv aufgenommen. Die deutsche Industrie sieht darin eine Möglichkeit, die zunehmenden Handelshürden in anderen Regionen der Welt, insbesondere in den USA, abzumildern. Der Wegfall der Zölle wird die Ausfuhr der EU nach Australien nach Schätzung der Kommission um ein Drittel steigern. Interessant ist das Land vor allem für die Chemiebranche und den Maschinenbau.
Der deutsche Verband VDMA reagierte entsprechend positiv. Nach einer Umfrage des Wirtschaftsverbands DIHK berichten 69 Prozent der befragten 2400 Unternehmen von Zöllen und anderen Hürden. (Lesen Sie auch: Bilderbuch Gitarrist: Michael Krammer verlässt die Band)
Ursula von der Leyen: Was bedeutet das Abkommen für die EU?
Das Handelsabkommen mit Australien ist ein wichtiger Baustein in der Strategie von Ursula von der Leyen, die EU unabhängiger von einzelnen Handelspartnern zu machen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu diversifizieren. Es ist ein Zeichen dafür, dass die EU bereit ist, neue Wege zu gehen und sich auf neue Partner zu konzentrieren. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der die globalen Handelsbeziehungen zunehmend komplexer und unsicherer werden. Die EU will ihren Handel diversifizieren und so unabhängiger von den USA und China werden.
Das Ziel: Zölle und Handelshemmnisse sollen abgebaut werden. Wie FAZ berichtet, ist das Abkommen auch ein Signal an andere Länder, dass die EU ein verlässlicher und attraktiver Handelspartner ist. Es stärkt die Position der EU in der Weltwirtschaft und trägt dazu bei, Arbeitsplätze und Wohlstand in Europa zu sichern.

Ausblick
Es wird erwartet, dass die EU auch in Zukunft weitere Handelsabkommen mit anderen Ländern und Regionen schließen wird. Dabei wird es vor allem darum gehen, den Zugang zu wichtigen Rohstoffen und Märkten zu sichern und die Abhängigkeit von einzelnen Handelspartnern zu verringern. Ursula von der Leyen wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, da sie als Präsidentin der Europäischen Kommission die politische Verantwortung für die Handelspolitik der EU trägt. (Lesen Sie auch: Krankenkassen Mitversicherung Ehepartner: Müssen bald)
Die EU setzt verstärkt auf Freihandelsabkommen, um sich im Welthandel breiter aufzustellen und Lieferketten zu stärken – auch als Reaktion auf die unberechenbare Politik der USA unter Donald Trump. Bernd Rasem, ARD-aktuell, mit Details zum Freihandelsabkommen zwischen EU und Australien tagesschau24, 24.03.2026.
Häufig gestellte Fragen zu ursula von der leyen
Welche Rolle spielt Ursula von der Leyen bei den Handelsabkommen der EU?
Als Präsidentin der Europäischen Kommission trägt Ursula von der Leyen die politische Verantwortung für die Handelspolitik der EU. Sie setzt sich für den Ausbau von Handelsbeziehungen ein, um die EU unabhängiger von einzelnen Handelspartnern zu machen und die wirtschaftlichen Beziehungen zu diversifizieren.
Was beinhaltet das Handelsabkommen zwischen der EU und Australien?
Das Abkommen sieht den Wegfall von Zöllen und den Abbau von Handelshemmnissen vor. Es soll den Handel zwischen der EU und Australien ankurbeln und den Zugang zu wichtigen Rohstoffen sichern. Die europäische Wirtschaft spart damit mehr als eine Milliarde Euro im Jahr. (Lesen Sie auch: Mel Schilling mit 54 Jahren verstorben: Krebsdiagnose)
Welche anderen Handelsabkommen hat die EU in jüngster Zeit geschlossen?
Die EU hat in den letzten Monaten und Jahren auch Handelsabkommen mit Indonesien und Indien geschlossen. Der Pakt mit Indonesien sichert der EU den Zugang zu wichtigen Rohstoffen wie Nickel, während das Abkommen mit Indien eine Freihandelszone mit fast zwei Milliarden Menschen schafft.
Warum setzt die EU verstärkt auf Handelsabkommen?
Die EU möchte unabhängiger von einzelnen Handelspartnern werden und ihre wirtschaftlichen Beziehungen diversifizieren. Dies ist auch eine Reaktion auf die unberechenbare Politik der USA unter Donald Trump und das Bestreben, sich von Abhängigkeiten zu lösen.
Wie reagiert die deutsche Industrie auf das Abkommen mit Australien?
Die deutsche Industrie sieht in dem Abkommen eine Möglichkeit, die zunehmenden Handelshürden in anderen Regionen der Welt abzumildern. Der Wegfall der Zölle wird die Ausfuhr der EU nach Australien schätzungsweise um ein Drittel steigern, was insbesondere für die Chemiebranche und den Maschinenbau von Vorteil ist.







