Die interne Revision des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat die hohen Ausgaben für Externe Beratung VBS kritisiert und fordert eine Reduktion. In den letzten Jahren sind die Kosten für externe Berater im VBS stark angestiegen, was nun zu einer Überprüfung der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Mandate geführt hat. Die interne Revision bemängelt, dass die Anzahl externer Beratungsmandate zu hoch sei und ein erhebliches Einsparpotenzial bestehe.

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Weshalb setzt das VBS auf externe Beratung?
Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) greift auf externe Beratung zurück, um spezifisches Fachwissen und Expertise in Bereichen zu erhalten, die intern nicht oder nur unzureichend abgedeckt werden können. Dies betrifft beispielsweise komplexe IT-Projekte, strategische Neuausrichtungen oder die Implementierung neuer Technologien. Externe Berater bringen oft eine breite Erfahrung aus verschiedenen Branchen mit und können so wertvolle Impulse geben.
Zusammenfassung
- Interne Revision des VBS fordert Ausgabenreduktion für externe Beratung.
- Kosten für externe Berater im VBS sind in den letzten Jahren stark angestiegen.
- Kritik an der hohen Anzahl externer Beratungsmandate.
- Einsparpotenzial durch Überprüfung der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Kritik an der hohen Anzahl externer Beratung VBS Mandate
Die interne Revision des VBS hat in ihrem Bericht deutlich gemacht, dass die Anzahl der Mandate für Externe Beratung VBS in den letzten Jahren ein unvertretbares Ausmaß erreicht hat. Es wird bemängelt, dass in vielen Fällen interne Ressourcen ausreichend vorhanden wären, um die entsprechenden Aufgaben zu erledigen. Die Vergabe von Aufträgen an externe Berater wird oft als bequemer Weg gesehen, um Kapazitätsengpässe zu überbrücken oder fehlendes Know-how auszugleichen. Dies führt jedoch zu unnötig hohen Kosten und einer Abhängigkeit von externen Dienstleistern. (Lesen Sie auch: Bernd Stelter in Wesel: Karnevalsorden)
Die interne Revision fordert daher eine umfassende Überprüfung aller laufenden und geplanten Beratungsmandate. Dabei soll geprüft werden, ob die jeweiligen Aufgaben tatsächlich von externen Beratern erledigt werden müssen oder ob interne Mitarbeiter diese übernehmen könnten. Auch die Wirtschaftlichkeit der Mandate soll genauer unter die Lupe genommen werden. Es wird kritisiert, dass oft hohe Tagessätze für externe Berater bezahlt werden, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen stehen.
Laut SRF beliefen sich die Ausgaben für externe Beratung im VBS in den letzten Jahren auf rund 190 Millionen Schweizer Franken. Diese Summe umfasst sowohl die Kosten für strategische Beratung als auch für operative Unterstützung in verschiedenen Bereichen.
Einsparpotenzial durch effizientere Nutzung interner Ressourcen
Ein wesentlicher Punkt der Kritik betrifft die mangelnde Nutzung interner Ressourcen. Die interne Revision ist der Ansicht, dass das VBS über qualifizierte Mitarbeiter verfügt, die in der Lage wären, viele der Aufgaben, die derzeit von externen Beratern erledigt werden, selbst zu übernehmen. Durch eine gezielte Weiterbildung und Förderung der internen Mitarbeiter könnte das VBS seine Abhängigkeit von externen Dienstleistern reduzieren und gleichzeitig Kosten sparen. (Lesen Sie auch: Saastal: Strasse wegen Lawinengefahr gesperrt)
Ein weiterer Aspekt ist die bessere Koordination und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen innerhalb des VBS. Oftmals werden externe Berater beauftragt, weil interne Mitarbeiter nicht ausreichend über die jeweiligen Projekte und Aufgaben informiert sind. Durch eine verbesserte Kommunikation und einen besseren Informationsaustausch könnten Synergien genutzt und Doppelspurigkeiten vermieden werden. Dies würde nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Effizienz der Arbeitsprozesse verbessern.
Die interne Revision schlägt vor, ein zentrales Kompetenzzentrum innerhalb des VBS einzurichten, das für die Koordination und Steuerung aller Beratungsleistungen zuständig ist. Dieses Kompetenzzentrum soll sicherstellen, dass externe Berater nur dann beauftragt werden, wenn dies tatsächlich notwendig ist und dass die Mandate wirtschaftlich und zielorientiert durchgeführt werden. Zudem soll das Kompetenzzentrum die internen Mitarbeiter bei der Erledigung ihrer Aufgaben unterstützen und ihnen das notwendige Know-how vermitteln.
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) hat in der Vergangenheit ebenfalls Kritik an der Vergabe von Aufträgen an externe Berater geäußert. Die EFK bemängelte, dass die Vergabeprozesse oft intransparent seien und dass die Wirtschaftlichkeit der Mandate nicht ausreichend geprüft werde. Die EFK forderte daher eine Stärkung der internen Kontrollmechanismen und eine bessere Dokumentation der Vergabeprozesse. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite der EFK. (Lesen Sie auch: Luzerner Fasnacht: 20 Jahre Fantasievolle Wagenbaukunst)
Folgen für die zukünftige Vergabepraxis
Die Kritik der internen Revision wird voraussichtlich Auswirkungen auf die zukünftige Vergabepraxis des VBS haben. Es ist zu erwarten, dass das Departement seine Vergabeprozesse überarbeiten und transparenter gestalten wird. Zudem wird das VBS verstärkt darauf achten, dass externe Berater nur dann beauftragt werden, wenn dies tatsächlich notwendig ist und dass die Mandate wirtschaftlich und zielorientiert durchgeführt werden.

Es ist auch denkbar, dass das VBS ein internes Kontrollsystem einrichtet, das die Einhaltung der Vergabevorschriften überwacht und Verstöße ahndet. Dieses Kontrollsystem soll sicherstellen, dass die Steuergelder verantwortungsvoll eingesetzt werden und dass die Vergabe von Aufträgen an externe Berater nicht zu einer unkontrollierten Ausgabenexplosion führt. Die Schweizerische Regierung misst dem Thema grosse Bedeutung bei, wie auch auf der Webseite der Schweizerischen Bundeskanzlei ersichtlich ist.
Abschliessend lässt sich sagen, dass die Überprüfung der externen Beratung im VBS ein notwendiger Schritt ist, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Verwaltung zu gewährleisten. Es bleibt zu hoffen, dass die Empfehlungen der internen Revision umgesetzt werden und zu einer nachhaltigen Reduktion der Ausgaben für externe Dienstleistungen führen. (Lesen Sie auch: Schneefallgrenze Schweiz: in der: Winterchaos)








