„Es ist passiert, was nicht passieren darf“, so titelte Der Standard kürzlich. Aber wie häufig kommt es in österreichischen Spitälern zu einer Fehldiagnose Krankenhaus überhaupt? Obwohl seltene Einzelfälle immer wieder vorkommen, besteht laut Expertenmeinung grundsätzlich kein Anlass zur Sorge.

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Fehldiagnose im Spital: Wie häufig kommt das vor?
Eine exakte Zahl ist schwer zu ermitteln, da viele Fälle nicht erkannt oder gemeldet werden. Studien deuten aber darauf hin, dass Fehldiagnosen in etwa 10 bis 15 Prozent der Fälle vorkommen. Allerdings führen nur wenige davon zu schwerwiegenden Folgen für die Patienten. (Lesen Sie auch: Zyklusorientierte Ernährung: Mehr Wohlbefinden für Frauen?)
Was sind die Ursachen für Fehldiagnosen im Spital?
Die Ursachen für eine fehlerhafte Diagnose im Spital sind vielfältig. Oft spielen Zeitdruck und Personalmangel eine Rolle, insbesondere in stark frequentierten Notaufnahmen. Auch unklare Symptome, seltene Krankheitsbilder oder mangelnde Kommunikation zwischen den verschiedenen Abteilungen können zu Fehlentscheidungen führen.
Die wichtigsten Fakten
- Fehldiagnosen sind vermeidbar, aber nicht immer auszuschließen.
- Qualitätsmanagement und Patientensicherheit haben höchste Priorität.
- Transparente Kommunikation ist entscheidend.
- Patienten können eine Zweitmeinung einholen.
Welche Rolle spielt die Kommunikation im Spital?
Eine klare und transparente Kommunikation zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Patienten ist essenziell, um das Risiko von Fehldiagnosen zu minimieren. Missverständnisse oder fehlende Informationen können fatale Folgen haben. Regelmäßige Teambesprechungen und der Einsatz von standardisierten Kommunikationsprotokollen können hier Abhilfe schaffen. (Lesen Sie auch: Johannes Rydzek beendet Karriere: Emotionaler Abschied)
Wie können Patienten zur Vermeidung von Fehldiagnosen beitragen?
Patienten können aktiv zur Vermeidung von Fehlentscheidungen beitragen, indem sie ihre Krankengeschichte detailliert schildern, Fragen stellen und Unklarheiten ansprechen. Es ist auch ihr Recht, eine Zweitmeinung von einem anderen Arzt einzuholen. Dies ist besonders ratsam, wenn es sich um komplexe oder schwerwiegende Erkrankungen handelt.
In Österreich ist das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz für die Aufsicht über die Spitäler zuständig. Es setzt Qualitätsstandards und überwacht deren Einhaltung. (Lesen Sie auch: Sattel-Hochstuckli – Warum ein Skigebiet in tiefer…)
Was tun bei Verdacht auf eine Fehldiagnose?
Wenn Patienten den Verdacht haben, dass bei ihnen eine falsche Diagnose gestellt wurde, sollten sie dies zunächst mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Wenn das Problem nicht gelöst werden kann, können sie sich an die Patientenanwaltschaft ihres Bundeslandes wenden. Diese bietet kostenlose Beratung und Unterstützung an.

Die Vorfälle am Kepler Uniklinikum in Linz haben gezeigt, wie wichtig es ist, Fehler offen anzusprechen und daraus zu lernen. Nur so kann das Vertrauen der Bevölkerung in das Gesundheitssystem erhalten und das Risiko von zukünftigen Fehldiagnosen minimiert werden. Wie der ORF Oberösterreich berichtet, werden die Vorfälle intern untersucht und entsprechende Maßnahmen ergriffen. (Lesen Sie auch: Rosemaries Baby: Darum Schockt der Horror-Klassiker noch…)
Auch für deutsche Patienten ist das Thema relevant, da die Qualitätssicherung in Spitälern ein grenzüberschreitendes Anliegen ist.











