Feldhasen Deutschland: Virus bedroht stabilen Bestand
Feldhasen in Deutschland erfreuen sich weiterhin einer stabilen Population. Doch eine neue Gefahr zeichnet sich ab: Die Myxomatose, eine Viruserkrankung, könnte den Tieren gefährlich werden. Neben dieser Krankheit stellen auch Veränderungen in der Landwirtschaft eine Bedrohung für die Langohren dar.

+
⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:
- Aktenzeichen: azu
Wie entwickeln sich die Feldhasenbestände in Deutschland?
Die Entwicklung der Feldhasenbestände wird anhand der Nettozuwachsrate gemessen, die den Vergleich der Bestände im Frühjahr und Herbst beinhaltet. Im vergangenen Jahr lag der Zuwachs bundesweit bei etwa sieben Prozent. Regional gab es jedoch Unterschiede: Im westdeutschen Mittelgebirge war der Zuwachs doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt. (Lesen Sie auch: Buckelwal Wismar: Erneut Gestrandet – droht dem…)
Zusammenfassung
- Der Feldhasenbestand in Deutschland ist stabil, aber durch Myxomatose und Landwirtschaft bedroht.
- Im Frühjahr 2024/25 gab es hochgerechnet 19 Feldhasen pro Quadratkilometer.
- Die Nettozuwachsrate lag im vergangenen Jahr bundesweit bei rund sieben Prozent.
- Besonders viele Feldhasen leben im nordwestdeutschen Tiefland.
Stabile Zahlen für Feldhasen in Deutschland
Die Population der Feldhasen in Deutschland zeigt sich stabil. Im Frühjahr 2024/25 wurden hochgerechnet 19 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese gezählt, wie der Deutsche Jagdverband (DJV) mitteilte. Diese Zahl entspricht dem Niveau der Vorjahre und liegt über dem Wert von vor rund 20 Jahren.
Die Grundlage für diese Schätzung bilden Zählungen in über 400 Referenzgebieten, deren Ergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet hochgerechnet wurden. Besonders hohe Hasendichten wurden im nordwestdeutschen Tiefland festgestellt, wo durchschnittlich 30 Hasen pro Quadratkilometer leben.
Wie wirkt sich die Landwirtschaft auf die Feldhasenpopulation aus?
Die Intensivierung der Landwirtschaft stellt eine Herausforderung für Feldhasen dar. Der Verlust von Brachflächen und die Zerstörung von Lebensräumen durch Monokulturen und Pestizideinsatz beeinträchtigen die Nahrungs- und Rückzugsmöglichkeiten der Tiere. Die Deutsche Wildtier Stiftung betont, dass eine wildtierfreundliche Landnutzung mit Brachen und einem angepassten Mahdregime die Lebensbedingungen für Feldhasen deutlich verbessern kann. (Lesen Sie auch: Wismar Wal: Rettungsaktion für Gestrandeten Buckelwal Geplant)
Die Myxomatose ist eine Viruserkrankung, die vor allem Kaninchen, aber auch Feldhasen befallen kann. Sie wird durch direkten Kontakt oder durch Insekten wie Flöhe und Mücken übertragen und führt zu schweren Entzündungen und Schwellungen, insbesondere im Kopfbereich.
Neue Bedrohung: Myxomatose
Eine vergleichsweise neue Gefahr für die Feldhasen stellt die Myxomatose dar. Wie Stern berichtet, bereitet diese Viruserkrankung dem Jagdverband und der Wildtier Stiftung Sorgen. Die Krankheit kann sich schnell ausbreiten und zu erheblichen Verlusten in den Populationen führen.

| Fakt | Details |
|---|---|
| Hasendichte 2024/25 | 19 Feldhasen pro km² |
| Zuwachsrate | 7% im Bundesdurchschnitt |
| Hohe Dichte | 30 Hasen pro km² im nordwestdeutschen Tiefland |
Um den Feldhasenbestand langfristig zu sichern, sind Maßnahmen zum Schutz ihrer Lebensräume und zur Eindämmung von Krankheiten erforderlich. Eine nachhaltige Landwirtschaft, die den Bedürfnissen der Wildtiere Rechnung trägt, sowie die Überwachung und Bekämpfung der Myxomatose sind dabei von zentraler Bedeutung. Informationen zum Thema Wildtierschutz bietet beispielsweise der Deutsche Wildtier Stiftung. (Lesen Sie auch: Lottozahlen Samstag: Ihre Chance auf den Grossen…)
Die Bekämpfung der Myxomatose gestaltet sich schwierig. Es gibt zwar Impfstoffe für Kaninchen, jedoch keine zugelassenen Impfstoffe für Feldhasen. Die Prävention konzentriert sich daher auf die Minimierung des Kontakts zu infizierten Tieren und die Reduzierung der Übertragung durch Vektoren wie Insekten. Der Deutsche Jagdverband setzt sich für eine verstärkte Forschung und Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungsmethoden ein. Informationen zur Jagd in Deutschland bietet der Deutsche Jagdverband.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Feldhasenpopulation in Deutschland trotz der genannten Bedrohungen noch stabil ist. Es bleibt jedoch entscheidend, die Entwicklung genau zu beobachten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Bestand langfristig zu sichern. Der Schutz der Feldhasen erfordert ein gemeinsames Engagement von Landwirten, Jägern, Naturschützern und der Politik. Weiterführende Informationen zum Thema Naturschutz liefert das Bundesamt für Naturschutz.











