Moderatorin Fernanda Brandão erzählt exklusiv von einer spannenden Familien-Reise: mitten in den Urwald – und zu sich selbst.
Rampenlicht hier, nordische Weite dort – Fernanda Brandão, 42, lebt zwischen den Extremen. Die ehemalige Sängerin (Hot Banditoz), Moderatorin und Fitness-Influencerin führt heute an der Seite ihres Verlobten, Umwelt- und Menschenrechtsaktivist Roman Weber, 40, ein Nomadenleben im Zeichen des humanitären Engagements. Derzeit pendelt die Familie zwischen Lappland und einem kleinen Dorf bei Hamburg. Im Sommer 2025 zog es sie an einen neuen Sehnsuchtsort: den Amazonas Regenwald. Mehrere Tage besuchte sie im Rahmen einer Klinik-Initiative ein Dorf des indigenen Volkes Wajãpi, 1000 Kilometer von der Metropole Manaus und nur per Schiff oder Helikopter zu erreichen.
Auch Tochter Aurora, damals 3, und Sohn Arius, damals 8 Monate, waren bei dem Trip in die Tropen dabei. In GALA erzählt Fernanda exklusiv zum ersten Mal von einer Reise, die mehr war als eine Begegnung mit der unverfälschten Natur: eine Rückkehr zu ihren Wurzeln – und zum Vermächtnis ihrer Urgroßmutter, die im Regenwald geboren wurde.
Fernanda Brandão kehrt zurück in den Dschungel und zu den eigenen Wurzeln
GALA: Wie war Ihre erste Nacht im Dschungel?
Fernanda Brandão: Spannend! Mitten in der Nacht hörten wir ein lautes Schreien, das immer näher kam. Ich lag mit den Kindern in der Hängematte und dachte: Hilfe, was ist das!? Am nächsten Morgen hieß es: Brüllaffen. Wenn man solche Geräusche in der Dunkelheit hört, entfaltet der Dschungel eine ganz eigene Wucht. In der gleichen Nacht begegnete ich auch einer Vogelspinne, als ich für die Kinder ein Fläschchen zubereitete. Und am nächsten Tag haben wir aus dem Fluss, in dem wir gebadet haben, einen riesigen Piranha gezogen.
Sie haben Ihre Kinder bisher nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Warum jetzt?
Die Neugier auf unser Leben zwischen verschiedenen Ländern ist groß. Wir zeigen jetzt unsere Kinder, weil ihr Glück für sich spricht. Vielleicht ermutigen wir andere Eltern, mit ihren Kindern mehr Abenteuer zu wagen – auch vor der Haustür. Die Brasilienreise war der passende Moment. Meine Familie wiederzusehen und gleichzeitig so tief in den Regenwald einzutauchen, war überwältigend.
© Fernanda Brandão
Apropos Familie: Wie war das Treffen mit Ihrer Oma?
Es war für alle erst einmal viel: Meine Tochter hat gefremdelt. Mein Sohn war sehr neugierig. Ich selbst hatte meine Oma Odete lange nicht mehr gesehen. Sie ist 80 – und in so einem Moment weiß man nie, ob es das letzte Treffen ist.
Wie findet Ihre Oma Ihren Trip in den Regenwald?
Meine Urgroßmutter, die im Regenwald geboren wurde, war froh, ihn irgendwann einmal zu verlassen. Manchmal geht eine Generation fort, um eine neue Welt zu erobern – und eine spätere kehrt zurück, um die Wurzeln zu erkunden – the circle of life.
Familienleben zwischen Kulturen und Kontinenten
Wie haben sich Ihre Kinder mit den Kindern im Dorf verstanden?
Kinder sind unkompliziert. Sie waren direkt zusammen im Wasser, haben geplanscht, Bananen geteilt, einen Papagei angeschaut, der bei einer Familie wohnte. Alles war selbstverständlich – dabei konnte mein Sohn noch nicht einmal laufen.
Sie pendeln zwischen Lappland, Brasilien und Deutschland. Wie organisieren Sie sich als Familie?
Wir haben zwei Konstanten: uns und die Kinder – und eine Routine: Es gibt immer feste Schlaf- und Essenszeiten.
© Fernanda Brandão
Gibt es Rituale, die Sie mitnehmen?
Egal, wo wir sind: Wir gehen raus. Wir angeln, sammeln Pilze oder Beeren oder sind einfach nur in der Natur. Im Winter gibt es eine Schneeballschlacht und Schneemobilausflüge. Draußensein ist unser Ritual. Und Kochen.
Fernanda Brandão zwischen Naturküche, Selbstfürsorge und Zukunftsplänen
Wird dann auch so abenteuerlich gekocht bei Ihnen?
Im Norden gibt es Fisch aus arktischen Gewässern: Saiblinge, Forelle, in Norwegen auch Muscheln und Weißfisch direkt aus dem Meer. Oft kommt das auf den Tisch, was selbst gefangen oder gesammelt wurde. Essen ist für uns immer etwas Besonderes: nicht jeden Tag aufwendig, aber bewusst und mit viel Genuss. Mein Mann liebt es besonders, mit wilden Kräutern zu kochen, im Tontopf oder über dem Feuer.
Machen Sie noch so viel Fitness wie früher?
Viele sportliche Mütter sind nach der Schwangerschaft sofort wieder leistungsfähig – ich nicht, für mich war die Hochleistung zu Hause. Jetzt, mit dem Frühling, kommt die Lust zurück.
Sie sind verlobt, wann heiraten Sie?
Ehrlich gesagt beschäftigt uns mehr die Frage, wo wir dauerhaft leben wollen. Um eine Hochzeit zu organisieren braucht es Zeit und Energie, meistens sind wir schon wieder auf der nächsten Reise. Wenn wir heiraten, dann wahrscheinlich im Kreis von Naturvölkern. Das würde zu uns passen.
Quelle: Gala




