Die Förderung der 24-Stunden-Pflege steht aktuell in der Kritik, da Caritas, Hilfswerk und Malteser Care auf eine deutliche Unterfinanzierung und mangelnde Unterstützung hinweisen. Sie fordern eine Aufstockung der finanziellen Mittel, um eine adäquate Versorgung von Pflegebedürftigen sicherzustellen und die Arbeitsbedingungen der Betreuungskräfte zu verbessern. Förderung 24 Stunden Pflege steht dabei im Mittelpunkt.

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Ungleichgewicht bei der Pflegefinanzierung: Was sind die Kritikpunkte?
Die Caritas, das Hilfswerk und Malteser Care bemängeln, dass die derzeitige finanzielle Unterstützung für die 24-Stunden-Pflege nicht ausreichend ist, um die tatsächlichen Kosten zu decken. Dies führe zu einer Benachteiligung von Pflegebedürftigen, die auf diese Betreuungsform angewiesen sind, und belaste gleichzeitig die Betreuungskräfte.
Die wichtigsten Fakten
- Caritas, Hilfswerk und Malteser Care kritisieren die Unterfinanzierung der 24-Stunden-Pflege.
- Sie fordern eine Erhöhung der finanziellen Mittel für eine angemessene Versorgung.
- Die Organisationen sehen eine „Schieflage“ bei den Förderungen.
- Die aktuelle Situation gefährdet die Qualität der Pflege und die Arbeitsbedingungen der Betreuungskräfte.
Organisationen schlagen Alarm wegen „Schieflage“
Caritas, Hilfswerk und Malteser Care sehen eine „völlige Schieflage“ bei den Förderungen im Bereich der 24-Stunden-Pflege. Wie Der Standard berichtet, kritisieren die Organisationen, dass die tatsächlichen Kosten für die 24-Stunden-Betreuung in vielen Fällen nicht durch die staatlichen Zuschüsse gedeckt sind. Dies führe dazu, dass entweder die Pflegebedürftigen und ihre Familien einen erheblichen Teil der Kosten selbst tragen müssen oder die Qualität der Betreuung leidet. (Lesen Sie auch: Pflegegeld 2025: So Viel Geld Bekommen Sie…)
Die 24-Stunden-Pflege ermöglicht es vielen älteren Menschen, in ihrem eigenen Zuhause zu bleiben, anstatt in ein Pflegeheim umziehen zu müssen. Sie bietet eine umfassende Betreuung und Unterstützung im Alltag.
„Scheinheiligkeit“ im Umgang mit der 24-Stunden-Betreuung angeprangert
Die Organisationen werfen der Politik eine „Scheinheiligkeit“ im Umgang mit der 24-Stunden-Betreuung vor. Einerseits werde die Bedeutung dieser Betreuungsform für die alternde Gesellschaft betont, andererseits würden aber nicht die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt, um eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Versorgung sicherzustellen. Dies führe zu einer Situation, in der viele Familien vor der schwierigen Entscheidung stehen, entweder die Pflege selbst zu übernehmen oder eine teure und möglicherweise nicht optimale Betreuung zu wählen.
Was sind die Folgen der Unterfinanzierung?
Die Unterfinanzierung der 24-Stunden-Pflege hat weitreichende Folgen. Zum einen gefährdet sie die Qualität der Betreuung, da die Betreuungskräfte oft unter schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten und nicht ausreichend bezahlt werden. Dies kann zu einer hohen Fluktuation führen, was wiederum die Kontinuität der Betreuung beeinträchtigt. Zum anderen führt die finanzielle Belastung dazu, dass sich viele Familien die 24-Stunden-Pflege nicht leisten können und auf andere, möglicherweise weniger geeignete Betreuungsformen ausweichen müssen. Dies kann die Lebensqualität der Pflegebedürftigen erheblich beeinträchtigen. Laut dem österreichischen Gesundheitsportal, ist eine bedarfsgerechte und leistbare Pflege ein wichtiger Faktor für das Wohlergehen älterer Menschen. (Lesen Sie auch: Wehrpflicht Verlängerung: Kommt die Reform für Österreich)
Die aktuelle Situation stellt auch eine große Herausforderung für die Betreuungskräfte selbst dar. Viele von ihnen kommen aus dem Ausland und arbeiten unter schwierigen Bedingungen, oft für einen geringen Lohn. Die mangelnde finanzielle Unterstützung erschwert es, faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und die Attraktivität des Berufs zu erhöhen. Dies könnte langfristig zu einem Mangel an qualifizierten Betreuungskräften führen, was die Versorgungssituation weiter verschärfen würde.
Eine angemessene finanzielle Unterstützung der 24-Stunden-Pflege ist nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Eine gute Pflege ermöglicht es älteren Menschen, länger selbstständig zu leben und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Forderungen nach einer Aufstockung der Förderungen
Die Caritas, das Hilfswerk und Malteser Care fordern daher eine deutliche Aufstockung der Förderungen für die 24-Stunden-Pflege. Sie appellieren an die Politik, die notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Versorgung sicherzustellen. Dies umfasse sowohl eine Erhöhung der staatlichen Zuschüsse für die Pflegebedürftigen als auch Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Betreuungskräfte. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise die Einführung eines Mindestlohns für Betreuungskräfte oder die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Die Organisationen betonen, dass eine Investition in die 24-Stunden-Pflege langfristig nicht nur die Lebensqualität der Pflegebedürftigen verbessert, sondern auch die Kosten für das Gesundheitssystem senken kann, da sie dazu beiträgt, dass ältere Menschen länger gesund und aktiv bleiben. (Lesen Sie auch: Wechsel in der Wiener Stadtregierung erfolgt am…)
Es wird auch gefordert, die Kriterien für die Förderung der 24-Stunden-Pflege zu überarbeiten und an die tatsächlichen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen anzupassen. So sollten beispielsweise auch Menschen mit geringem Pflegebedarf, die aber dennoch auf eine umfassende Betreuung angewiesen sind, Zugang zu den Förderungen erhalten. Zudem sei es wichtig, die bürokratischen Hürden abzubauen und die Antragsverfahren zu vereinfachen, um sicherzustellen, dass die Förderungen schnell und unkompliziert bei den Pflegebedürftigen ankommen. Das Sozialministerium ist hier der richtige Ansprechpartner.

Die Organisationen weisen darauf hin, dass die 24-Stunden-Pflege eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Pflegeangeboten darstellt und dazu beiträgt, die Versorgungslücke in der alternden Gesellschaft zu schließen. Sie betonen, dass es wichtig ist, alle Betreuungsformen gleichwertig zu behandeln und sicherzustellen, dass die Pflegebedürftigen die Wahl haben, welche Betreuungsform am besten zu ihren individuellen Bedürfnissen passt.
Die Debatte um die Förderung der 24-Stunden-Pflege wird in den kommenden Monaten sicherlich weitergehen. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die Notwendigkeit einer angemessenen finanziellen Unterstützung erkennt und die entsprechenden Maßnahmen ergreift, um eine qualitativ hochwertige und bezahlbare Versorgung für alle Pflegebedürftigen sicherzustellen. (Lesen Sie auch: Wien entzog acht privaten Kindergärten Förderungen)









