Gladbach kassiert gegen Freiburg eine bittere Heimniederlage. Immer wiederkehrende Fehler in der Defensive kosten die Fohlen Punkte. Trainer Philipp Sander zeigt sich nach dem Spiel frustriert über die „billigen Gegentore“. Die mangelnde Konzentration in entscheidenden Momenten zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Gladbach Freiburg steht dabei im Mittelpunkt.

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- Freiburg schockt Gladbach – Was lief schief am Niederrhein?
- Das Spiel in der Analyse: Freiburg eiskalt, Gladbach ineffizient
- Was bedeutet das Ergebnis für Gladbach?
- Wie geht es für Freiburg weiter?
- Taktische Analyse: Wo lagen die Stärken und Schwächen?
- Sander frustriert: „Wir schenken die Punkte her“
- Fazit: Gladbach muss sich stabilisieren
Freiburg schockt Gladbach – Was lief schief am Niederrhein?
Borussia Mönchengladbach hat im Heimspiel gegen den SC Freiburg eine 1:2-Niederlage einstecken müssen. Trotz einer engagierten Leistung über weite Strecken des Spiels, offenbarten die Fohlenelf erneut eklatante Schwächen in der Defensive. Vor allem die individuellen Fehler und mangelnde Konzentration in den entscheidenden Phasen des Spiels führten zu den Gegentoren. Trainer Philipp Sander zeigte sich nach der Partie sichtlich frustriert über die „billigen Gegentore“ und die damit verbundenen Punktverluste. Wie Bild berichtet, bemängelte Sander vor allem die fehlende Konsequenz im Abwehrverhalten seiner Mannschaft.
| Heim | Gast | Ergebnis | Datum/Uhrzeit | Stadion | Zuschauer | Torschützen | Karten |
| Gladbach | Freiburg | 1:2 | gestern, 15:30 Uhr | Borussia-Park | 45.000 | Plea (50.) – Grifo (6.), Sallai (56.) | Gelb: Elvedi, Weigl – Höfler, Sallai |
Das Spiel in der Analyse: Freiburg eiskalt, Gladbach ineffizient
Die Partie begann denkbar schlecht für die Gastgeber. Bereits in der 6. Minute nutzte Vincenzo Grifo einen Fehler im Gladbacher Aufbauspiel eiskalt aus und brachte Freiburg in Führung. Ein Schock für die Borussia, die sich jedoch nicht aufgab und um den Ausgleich bemühte. Die Fohlen übernahmen in der Folge die Kontrolle über das Spielgeschehen und erspielten sich einige vielversprechende Torchancen. Insbesondere über die Flügel setzten sie die Freiburger Abwehr immer wieder unter Druck, doch die zwingende Durchschlagskraft fehlte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit belohnte sich Gladbach dann endlich für seine Bemühungen. Nach einem schönen Angriff über die linke Seite erzielte Alassane Plea in der 50. Minute den verdienten Ausgleich. Doch die Freude währte nicht lange. Nur sechs Minuten später schlug Freiburg erneut zu. Nach einem Eckball stieg Roland Sallai am höchsten und köpfte unbedrängt zur erneuten Führung für die Gäste ein. Ein vermeidbarer Gegentreffer, der die Gladbacher sichtlich verunsicherte. Trotz aller Bemühungen gelang es der Borussia in der Folge nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Freiburg verteidigte clever und lauerte auf Konter. Am Ende blieb es beim 1:2, einer bitteren Niederlage für Gladbach. (Lesen Sie auch: Gladbach Freiburg: Grifo – Gladbachs Albtraum Kehrt…)
Ergebnis & Fakten
- Freiburg ging früh in Führung (6. Minute).
- Plea erzielte den Ausgleich für Gladbach (50. Minute).
- Sallai traf zum entscheidenden 2:1 für Freiburg (56. Minute).
- Gladbach vergab zahlreiche Torchancen.
- Freiburg verteidigte die Führung clever.
Was bedeutet das Ergebnis für Gladbach?
Die Niederlage gegen Freiburg ist ein herber Rückschlag für Borussia Mönchengladbach. In der Tabelle rutschen die Fohlen weiter ab und finden sich im Mittelfeld der Liga wieder. Der Traum von den internationalen Plätzen rückt damit in weite Ferne. Vor allem die mangelnde Konstanz und die immer wiederkehrenden Fehler in der Defensive sind ein großes Problem. Wenn Gladbach seine Ziele erreichen will, muss sich die Mannschaft in diesen Bereichen deutlich verbessern.
Derzeit belegt Gladbach den 11. Tabellenplatz. Der Abstand zu den internationalen Plätzen beträgt bereits sieben Punkte. Umso wichtiger wäre ein Sieg im nächsten Spiel, um den Anschluss nicht zu verlieren. Am kommenden Wochenende gastiert die Borussia beim VfL Wolfsburg. Eine schwierige Aufgabe, bei der die Fohlen eine deutliche Leistungssteigerung zeigen müssen.
Wie geht es für Freiburg weiter?
Der SC Freiburg hingegen kann mit dem Sieg in Gladbach sehr zufrieden sein. Die Breisgauer festigen ihren Platz im oberen Tabellendrittel und dürfen weiter von der Teilnahme am internationalen Geschäft träumen. Trainer Christian Streich lobte nach dem Spiel vor allem die Effizienz seiner Mannschaft und die kämpferische Leistung. Mit dem Sieg im Rücken können die Freiburger nun mit breiter Brust in die kommenden Aufgaben gehen.
Freiburg rangiert aktuell auf dem 6. Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Conference League berechtigt. Der Abstand zu den Champions-League-Plätzen beträgt lediglich drei Punkte. Am nächsten Spieltag empfangen die Freiburger den FC Augsburg. Eine gute Gelegenheit, die Erfolgsserie weiter auszubauen und den Druck auf die Konkurrenz zu erhöhen. Laut Kicker erwartet Streich ein intensives Spiel gegen Augsburg. (Lesen Sie auch: Rocco Reitz Sperre: Gladbach vor Umbruch gegen…)
Taktische Analyse: Wo lagen die Stärken und Schwächen?
Gladbach versuchte, das Spiel über Ballbesitz und spielerische Lösungen zu kontrollieren. Die Offensive um Plea, Stindl und Hofmann zeigte sich bemüht, doch die Freiburger Abwehr stand zumeist sicher. Vor allem im letzten Drittel fehlte es den Fohlen an Kreativität und Durchschlagskraft. Die Standardsituationen blieben ebenfalls harmlos. Defensiv offenbarte Gladbach erneut große Schwächen. Die Abstimmungsprobleme in der Innenverteidigung waren offensichtlich, und auch im Mittelfeld fehlte es an der nötigen Aggressivität. Die beiden Gegentore fielen nach individuellen Fehlern und mangelnder Konzentration.
Freiburg agierte aus einer kompakten Defensive und setzte auf schnelles Umschaltspiel. Die Breisgauer zeigten sich äußerst effizient vor dem Tor und nutzten ihre wenigen Chancen eiskalt aus. Defensiv standen sie gut organisiert und ließen kaum Torchancen zu. Die Standardsituationen waren eine große Stärke der Freiburger. Beide Tore fielen nach Eckbällen. Insgesamt präsentierte sich Freiburg als die reifere und abgeklärtere Mannschaft.
Zum ersten Mal seit fünf Spielen konnte Freiburg wieder gegen Gladbach gewinnen. Zuvor hatte es vier Niederlagen und ein Unentschieden gegeben.

Sander frustriert: „Wir schenken die Punkte her“
Trainer Philipp Sander sparte nach dem Spiel nicht mit Kritik. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, sagte der Gladbacher Coach. „Wir haben wieder einmal billige Gegentore kassiert, die so nicht fallen dürfen. Wir schenken die Punkte her.“ Sander bemängelte vor allem die mangelnde Konzentration und die individuellen Fehler seiner Spieler. „Wir müssen endlich lernen, konsequenter zu verteidigen und unsere Torchancen besser zu nutzen.“ Laut Sportschau forderte Sander eine Reaktion seiner Mannschaft im nächsten Spiel. (Lesen Sie auch: Rocco Reitz vor Ausfall? Wer wird Gladbach-Kapitän…)
Die Stimmung in der Gladbacher Kabine war nach der Niederlage gedrückt. Die Spieler zeigten sich selbstkritisch und gelobten Besserung. Kapitän Lars Stindl betonte: „Wir müssen jetzt zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen. Wir haben noch viele Spiele vor uns und können die Saison noch positiv gestalten.“ Es bleibt abzuwarten, ob die Gladbacher die richtigen Schlüsse aus der Niederlage ziehen und im nächsten Spiel eine Reaktion zeigen können.
Fazit: Gladbach muss sich stabilisieren
Die Niederlage gegen Freiburg hat die Probleme von Borussia Mönchengladbach schonungslos offengelegt. Vor allem die mangelnde Konstanz und die eklatanten Schwächen in der Defensive sind ein großes Problem. Wenn die Fohlen ihre Ziele erreichen wollen, müssen sie sich in diesen Bereichen deutlich verbessern. Trainer Philipp Sander steht vor einer großen Herausforderung, die Mannschaft zu stabilisieren und die individuellen Fehler abzustellen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Gladbach in der Lage ist, die Trendwende zu schaffen. Ein Blick auf die Tabelle der Bundesliga zeigt, dass die Konkurrenz nicht schläft.










